50 Jahre Gebietsreform Auf Zeitreise durch die Oytener Geschichte

Die Gemeinde Oyten feiert wie viele andere Kommunen auch in diesem "50 Jahre Gebietsreform". 1972 wurde die Einheitsgemeinde Oyten mit dem Beitritt Bassens komplettiert, nun soll das Ereignis gefeiert werden.
21.11.2022, 14:43
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Auf Zeitreise durch die Oytener Geschichte
Von Lars Köppler

Was andere Kommunen im Landkreis Verden in diesem Jahr bereits ausgiebig gefeiert haben, steht der Gemeinde Oyten noch bevor. Bunt und unterhaltsam soll das rund zweistündige Programm der Jubiläumsfeier "50 Jahre Gebietsreform" werden, die am 2. Dezember ab 17 Uhr im Oytener Rathaus steigt. Dabei begibt sich das Publikum auf eine Reise in die Zeit vor 50 Jahren, als im Jahr 1972 im Zuge der kommunalen Gebietsreform die vormals selbstständige Gemeinde Bassen der Einheitsgemeinde Oyten zugeordnet wurde. Die Gemeinde Oyten, so wissen es die hiesigen Historiker wie Hermann Wahlers und Reena Saschowa nur allzu gut, hatte sich derweil schon mit Wirkung vom 1. Januar 1963 aus den vorher selbstständigen Gemeinden Meyerdamm, Oyten, Oyterdamm und Sagehorn gebildet. So sei Bassen erst nach großem Widerstand und vielen Verhandlungen der neu formierten Gemeinde Oyten angeschlossen worden, weiß das Duo, das in Oyten ehrenamtlich das Gemeindearchiv leitet, zu berichten.

Was damals alles in der Großgemeinde vor und nach dem Zusammenschluss geschah, wollen zahlreiche Akteure im Rahmen des Festaktes der Öffentlichkeit präsentieren. Entstanden ist ein buntes Potpourri an Programmpunkten, welche spannende Einblicke in die Heimatgeschichte der Gemeinde liefern sollen. Einen Beitrag leistet etwa die Sagehorner Ortsvorsteherin Margret Lueßen, die in ihrem Ortsteil seit vielen Jahren eine Altenpension leitet. Dass sie auch technisch versiert ist, möchte sie mit einem informativen Podcast unter Beweis stellen. Unterstützung bekommt die Unternehmerin von dem IGS-Elftklässler Merlin Hankel, der die Aufbereitung der Audiodateien übernimmt. Die Interviews mit den verschiedenen Zeitzeugen, darunter der 100 Jahre alte Ernst Siedenberg, hat Lueßen jedoch selbst übernommen. Zu hören sind bekannte Persönlichkeiten aus der Gemeinde, die mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung vor Ort bestens vertraut sind.

Podcast und Bildkalender

Die von Margret Lueßen produzierten Zeitdokumente sollen derweil auch nach dem Jubiläum für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Ihre Podcast-Folgen werden auf der Internetseite der Gemeinde Oyten unter www.oyten.de abrufbar sein. Zudem kündigt Bürgermeisterin Sandra Röse an, ein paar CDs brennen zu wollen, die dann zum Mitnehmen im Rathaus ausgelegt werden sollen. „Historische Ansichten aus Oyten“ heißt derweil der Bildkalender, den Hermann Wahlers und Reena Saschowa im Rahmen des Jubiläumsfestes zur Schau stellen werden. Mehr noch: Wer 19,90 Euro zahlt, kann sich ein Exemplar gleich mit nach Hause nehmen. Zu sehen sind alte Aufnahmen von Gebäuden und Menschen, die aus dem Archiv des Heimatvereins stammen. Auch auf dem Oytener Wochen- und Weihnachtsmarkt ist der Bildkalender erhältlich.

Moderiert wird der Festakt von den Ratsmitgliedern Günter Block-Osmers und Kai Grönke, die dem Publikum die eine oder andere vergnügliche Anekdote entlocken wollen. Nach dem vielfältigen Programm, das Hermann Wahlers und Reena Saschowa gemeinsam mit vier Auszubildenden der Gemeinde Oyten auf die Beine gestellt haben, soll aber noch nicht Schluss sein. Zum launigen Stammtisch sind im Anschluss diejenigen eingeladen, die unbedingt noch weiter in Erinnerungen schwelgen und sich darüber austauschen wollen. Festredner Florian Dirks will ebenfalls seinen Beitrag zu einem gelungenen Festakt in Oyten leisten. Der Kreisarchivar gilt als Kenner der Gebietsreformen in den Gemeinden und weiß sicherlich auch über Oyten so einiges zu berichten.

Ausstellung und Ortsteil-Puzzle

Neben heiteren Anekdoten aus den frühen 1970er-Jahren soll den Gästen des Jubiläumsaktes aber auch musikalisch und kulinarisch etwas geboten werden. Zudem erhält jeder Ortsteil der Gemeinde Oyten im Rahmen der mehrwöchigen Ausstellung „Gemeinde Oyten – ein Dorf mit vielen Dörfern“ eine eigene Bilderwand, die die Einwohner nach Absprache mit alten Fotos aus ihrem privaten Fundus bereichern dürfen. Besucher sind zudem eingeladen, auf einer überdimensionalen Straßenkarte der Gemeinde Oyten ihren Wohnort mit einem Fähnchen zu markieren. Wer zu der Ausstellung noch ein altes Bild aus seinem Ortsteil beisteuern möchte, kann sich bei den beiden Gemeindearchivaren telefonisch unter 0 42 07 / 24 38 oder 80 38 55 oder per E-Mail an heimatkunde@heimatverein-oyten.de melden.

Die Auszubildenden des Oytener Bauhofs haben sich zudem etwas ganz Besonderes zum Mitmachen ausgedacht, indem sie ein großes Ortsteil-Puzzle gebaut haben, welches die Besucher der Veranstaltung zusammensetzen können. Wer bei dem Programm im Rathaus dabei sein will, kann sich ab sofort per E-Mail an sylke.haake@oyten.de anmelden. 30 Plätze vergibt die Gemeinde Oyten nach der Reihenfolge des Posteingangs.

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