Sommerfest in Oyten

Allen Widerständen getrotzt

Alljährlich laden die Mitglieder des Vereins der Selbständigen zum Sommerfest nach Oyten ein. Nicht immer spielt das Wetter dabei mit. So auch am Sonntag, was hunderte Besucher jedoch nicht vom Besuch abhielt.
18.08.2019, 16:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Lukas Warnecke
Allen Widerständen getrotzt

Der Regenschirm war beim Besuch des Oytener Sommerfestes am Vormittag ein Muss, wollte man die Dusche von oben vermeiden. Die Bummelmeile an der Hauptstraße füllte sich am Sonntag mit zunehmender Dauer.

Björn Hake

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und somit stand am vergangenen Wochenende auch das alljährliche Sommerfest in Oyten auf dem Programm. An beiden Tagen hatte der Verein der Selbständigen (VdS Oyten) wieder ein buntes Programm für alle Besucher auf die Beine gestellt. Eröffnet wurde das Fest bereits am Sonnabend mit Live-Musik, die zwischen dem Rathaus und dem Heimathaus gespielt wurde. Der Sonntag hingegen startete mit dem großen Flohmarkt, an dem jeder gegen eine kleine Standgebühr teilnehmen konnte. Dabei sahen die Wetteraussichten für alle Gäste zunächst gar nicht so sommerlich aus.

Statt mit Sonnenschein wie zu dieser Jahreszeit üblich, zeigte sich der Morgen mit eher herbstlichem Wetter. Starker Regen und graue Wolken trübten die Aussicht, nicht jedoch die Lust der Menschen auf einen Besuch. Viele Oytener und Gäste aus der Region ließen sich davon jedoch nicht beirren und zeigten sich von ihrer widerstandsfähigen Seite. Regenschirme und wasserfeste Jacken ermöglichten trotzdem einen Besuch des Sommerfestes. Auch die Standbesitzer wussten sich mit Pavillons und Zelten zu helfen. Für die meisten Besucher hat der Besuch des Sommerfestes einfach Tradition „Wir wollten trotzdem unseren Spaziergang“, erzählten drei ältere Gäste. „Wir waren immer da“, meinten sie und wollten sich deswegen nicht vom Regen aufhalten lassen. Gegen Mittag lichtete sich schließlich der Himmel und somit fanden auch immer mehr Besucher den Weg auf die Flaniermeile entlang der Hauptstraße.

Feuerwehr gibt Einblicke

Für alle Gäste, die trocken bleiben wollten, gab es jedoch auch genug Angebote, die sie drinnen genießen konnten. Wie zum Beispiel ein Besuch beim „Tag der offenen Tür“ des neu gebauten Feuerwehrhauses. „Es bietet sich einfach an“, begründete der Ortsbrandmeister Jens Rebers, die Wahl dieses Tages. Jeder, der wollte, konnte sich das neue Gebäude einmal näher ansehen. Draußen auf dem Parkplatz standen zahlreiche Löschfahrzeuge für den Anschauungsunterricht. „Wir wollten keine Vorführung machen“, sagte Rebers. Dennoch gab es für die jüngeren Gäste Spiele zur Unterhaltung. So galt es beispielsweise, einen Ball nur mithilfe des Wasserdrucks ins Tor zu befördern.

Größter Publikumsmagnet blieb jedoch die große Bummelmeile auf der Hauptstraße. Hier gab es ab 11 Uhr allerlei Verkaufsangebote und Verzehrmöglichkeiten. Das kulinarische Angebot erstreckte sich von einfachen Honigbonbons und Gewürzen bis hin zu Bratwurst für den größeren Hunger. Die meisten der Köstlichkeiten stammten dabei aus eigener Herstellung. Viele lokale Geschäfte nutzten die Chance und machten Stände mit Stoffen, Taschen und sogar Staubsaugern auf. Einige nutzten jedoch auch die Gunst der Stunde für ein wenig Eigenwerbung. Wie zum Beispiel der Frauenchor „Every Sing“. Dieser bot selbstgemachte Waffeln an und versuchte, dabei gleich ein paar neue Mitglieder anzuwerben. Spiel und Spaß, wie ein Karussell oder das bekannte Entenangeln, standen ebenfalls auf der Bummelmeile bereit.

25 Bleche mit Butterkuchen

Wer sich aufgrund des ungemütlichen Wetters schließlich doch noch ein wenig aufwärmen wollte, hatte die Chance beim Heimatverein Oyten. Parallel zum Sommerfest bereiteten die Mitglieder ihren traditionellen Butterkuchen vor. „Nach überliefertem Rezept“, erzählte Günter Hoppe, Mitglied beim Heimatverein. Insgesamt neun Bäcker bereiteten im behaglich warmen Backhaus den Kuchen vor. Im großen, altmodischen Steinoffen entstanden so 25 Kuchenbleche. Um 14 Uhr öffneten sich schließlich die Türen des Heimathauses. Musikalisch unterstützt wurde der Verein von der Band „De Thüner“. Alle Geschichtsinteressierten konnten sich zudem in der Scheune über die Arbeit der Heimat- und Forschungsgruppe informieren. Sorgen wegen des herbstlichen Wetters machte sich der Verein nicht. „Es hat sich gezeigt, dass der Butterkuchen immer zieht“, meinte Hoppe.

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