Insolvenz des Oytener Großhändlers

Betrieb bei Unimet läuft weiter

Die beiden vorläufigen Insolvenzverwalter des Oytener Großhändlers Unimet haben mitgeteilt, dass der laufende Geschäftsbetrieb bis auf Weiteres fortgeführt wird. Die Gehälter seien bis Januar 2019 gesichert.
07.11.2018, 13:53
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Betrieb bei Unimet läuft weiter
Von Marius Merle
Betrieb bei Unimet läuft weiter

Die Unimet-Gruppe hat Insolvenz angemeldet.

Björn Hake

Oyten. Die Unimet-Gruppe, mit Hauptsitz in Oyten, hat in den vergangenen Tagen Anträge auf Eröffnung vorläufiger Insolvenzverfahren für alle wesentlichen Gesellschaften des Großhandelshauses gestellt (wir berichteten). Nun lässt das Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme auch wissen, wie es bei Unimet weitergehen soll. Die beiden vorläufigen Insolvenzverwalter, Hendrik Heerma und Malte Köster, haben mit ihren Teams demnach gemeinsam die Tätigkeit im Unternehmen bereits aufgenommen und die Mitarbeiter über den aktuellen Stand der Dinge und die nächsten Schritte informiert. Dabei kündigten Heerma und Köster an, dass der laufende Geschäftsbetrieb bis auf Weiteres fortgeführt werde. Die beiden vorläufigen Insolvenzverwalter teilten zudem mit, dass die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bis Ende Januar 2019 über das Insolvenzgeld abgesichert seien. Die dazu nötigen Schritte seien bereits eingeleitet.

Unimet beschäftigt aktuell rund 570 Mitarbeiter, davon etwa 240 am Firmensitz in Oyten. „In den kommenden Tagen stehen vor allem die Stabilisierung des Geschäftes und Gespräche mit Lieferanten und Handelskunden im Vordergrund. Dabei wird es darum gehen, uns ein vollständiges Bild der Situation des Unternehmens zu verschaffen und Zukunftsperspektiven zu erörtern„, lassen die beiden Insolvenzverwalter mitteilen. Auch Stephan Sander, Geschäftsführer der Unimet-Gruppe, meldet sich zu Wort: „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber mussten erkennen, dass die im Mai 2018 eingeleiteten Maßnahmen zur Neuausrichtung nicht schnell genug Wirkung gezeigt haben. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und es ist dringend nötig, das Programm zur Kostensenkung zu intensivieren.“ Im Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sehe das Unternehmen jetzt die Chance, den Wandel und die Neuausrichtung mit aller Kraft voranzutreiben, um in die Erfolgsspur zurückzufinden. Unimet bietet nach eigenen Angaben Garten-, Haushalts-, Elektro- und Werkstattartikel für rund 10 000 Kunden im Facheinzelhandel an.

Die Unimet-Gruppe befindet sich seit Mai in einem umfangreichen Restrukturierungsprozess. Im Kern stehen laut Unternehmensangaben dabei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in Digitalisierung und die Zentralisierung der Verwaltung, die Schließung unrentabler Standorte sowie das Outsourcing von Vertrieb und Logistik. Im Zuge dessen hatte der Großhändler bereits im Sommer die Schließung von Standorten eingeleitet und angekündigt, sich von rund 400 Mitarbeitern zu trennen.

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