Geschäftsbericht aus Oyten

Das Barbecue-Lebensgefühl

Seit genau fünf Jahren bietet Grillfeuer BBQ aus Oyten nicht nur das Equipment für Barbecues an, sondern auch passende Seminare, bei denen die Teilnehmer lernen, was mit einem Grill alles möglich ist.
25.02.2019, 16:13
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Das Barbecue-Lebensgefühl
Von Marius Merle

Grillen, das ist für Birte Momot und Marco Korte viel mehr als nur die Zubereitung von Speisen. Barbecue ist für sie ein Lebensgefühl. Und weil sie mit dieser Ansicht alles andere als alleine dastehen, kann sich das Paar über mangelnden Erfolg für ihren Betrieb Grillfeuer BBQ auch nicht beklagen. Im Oytener Gewerbegebiet verkaufen sie nicht nur Produkte rund ums Grillen, sondern bieten auch Grillseminare an. Ziemlich genau fünf Jahre ist es her, dass die beiden ihren Laden eröffneten, inzwischen gab es sogar bereits einen Umzug in neue Räumlichkeiten, um mehr Platz für das Angebot haben.

„Wir haben gemerkt, dass die Leute Interesse an Barbecue haben. Es ist ein großes Thema“, erklärt Inhaberin Momot den damaligen Schritt in die Selbstständigkeit. Als Buchhalterin lenkt sie die Geschicke eher im Hintergrund, während ihr Partner Korte seine Hauptaufgabe als „Grillmeister und Entertainer“ sieht. Zuvor war er als Promoter in Deutschland unterwegs gewesen, um den Leuten das Grillen näher zu bringen – und so auf den Geschmack gekommen. „Mein großes Anliegen ist es, zu zeigen, was ein Grill überhaupt alles kann“, betont Korte. Dabei sei ausprobieren das Entscheidende.

Auch Lebensmittelwissen wird vermittelt

Dazu haben Interessierte bei den Seminaren von Grillfeuer BBQ die Gelegenheit. Egal ob Vorspeise, Hauptgang oder Nachtisch – bei Korte und den anderen „Grillmeistern“ kommen alle Gerichte vom Grill. „Geplant waren eigentlich zwei Kurse im Monat, im vergangenen Jahr waren es mehr als 200“, berichtet Korte von einem unerwartet großen Erfolg. Bei den Seminaren sei es ihm stets wichtig, auch Lebensmittelwissen zu vermitteln. „Das Fleisch versuchen wir von regionalen Betrieben zu bekommen.“ So komme dieses etwa aus Posthausen oder Völkersen.

Beim Verkauf setzt der Oytener Betrieb, dessen aktuell zwölfköpfiges Mitarbeiterteam bald weiter aufgestockt werden soll, vor allem auf die Geräte der Firma Weber. Von dem amerikanischen Grillhersteller wurde Grillfeuer BBQ im vergangenen Jahr sogar zum Händler des Jahres in Deutschland gewählt. „Wir sind aber ein ganz normaler Einzelhändler und kein Franchise“, will Momot betont haben. In dem großen Verkaufs- und Ausstellungsraum an der Industriestraße in Oyten bekommen die Besucher aber nicht nur unterschiedliche Grillmodelle präsentiert, sondern auch alles nur Erdenkliche an passendem Zubehör sowie auch Bücher, Soßen oder gleich das gewünschte Stück Fleisch. „Es hat uns auch sehr weit nach vorne gebracht, dass es bei uns etwa Gewürze oder Soßen vor dem Kauf zum Probieren gibt“, findet Korte.

Viele Käufer würden dafür längere Anfahrten in Kauf nehmen, doch auch zahlreiche Oytener gehören zu den Stammkunden. Grundsätzlich ist es Grillfeuer BBQ wichtig, sich in der Region einen Namen zu machen und aktiv zu sein. So werden etwa die Blutspenden des DRK Oyten durch ein Grillbüffet für die Spender unterstützt. Sportteams, etwa die Handballjugend des TV Oyten oder die Achimer Rollstuhlbasketballmannschaft, erhielten Spenden.

Expansion durchaus möglich

Für die Zukunft können sich Momot und Korte eine weitere Expansion durchaus vorstellen. „Wir sind eher vorsichtig, aber manchmal ergibt sich ja etwas spontan“, sagen sie. Zunächst einmal soll das Geschäft am neuen Standort erst einmal weiter vorangetrieben werden. Dort wurde auch ein moderner Seminar- und Tagungsraum eingerichtet, der von Firmen angemietet werden kann – natürlich wahlweise auch mit der passenden Barbecue-Verpflegung.

Für Events und auch für Grillseminare kommt Grillfeuer BBQ auch direkt zum Kunden, wo es Korte und seinen Mitstreitern hinter dem Grill immer wieder eine Freude ist, staunenden Blicke dafür zu erhalten, was für ausgefallene Speisen mit dem Gerät zubereitet werden können. „Die Barbecue-Szene ist sehr am Wachsen“, ist sich Momot sicher, dass die Nachfrage weiterhin da sein wird. Die klassische Grillsaison im Sommer gebe es so wie früher in jedem Fall gar nicht mehr. „Auch der Normalo grillt inzwischen das ganze Jahr über“, sagt Korte.

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