3. Liga Handball Der Trainer mahnt zur Ruhe

Der TV Oyten legt gegen den SV Henstedt-Ulzburg nach einem Zehn-Tore-Rückstand eine Aufholjagd hin, wird dafür aber nicht mit Punkten belohnt.
22.09.2019, 14:00
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Der Trainer mahnt zur Ruhe
Von Florian Cordes

Henstedt. Phasenweise hatte Jörg Leyens die Befürchtung, dass sein Team im Auswärtsspiel der 3. Liga Nord gegen den SV Henstedt-Ulzburg ein ähnliches Debakel erlebt wie zum Saisonauftakt gegen den TSV Wattenbek. Zwar verloren die Handballerinnen des TV Oyten auch ihr zweites Saisonspiel. Aber die Befürchtungen des Trainers sollten sich nicht bewahrheiten. Nach großem Kampf unterlag Oyten in Henstedt mit 27:31 (11:17).

Das schlechte Gefühl, erneut unterzugehen – am ersten Spieltag hatte der TVO mit 27:39 das Nachsehen –, beschlich Leyens am Sonnabend in der 22. Minute. Zu diesem Zeitpunkt sah es nämlich erneut danach aus, als sollten die „Vampires“ ohne jegliche Siegchance bleiben: Henstedts Annika Jordt hatte den Gastgeberinnen eine Zehn-Tore-Führung beschert – 15:5. In dieser Situation stellten die Oytenerinnen, die auch in Henstedt nur mit einem kleinen Kader angetreten waren, ihre großen kämpferischen Qualitäten unter Beweis. „Alle Spielerinnen wussten, dass sie den Kampf annehmen müssen“, sagte Leyens. Und das setzte seine Sieben dann auch um. Mit viel Leidenschaft und großer Hingabe wurde Tor um Tor aufgeholt, sodass der Rückstand bis zur Pause auf sechs Treffer schrumpfte.

Nach der Pause führte Henstedt-Ulzburg meist mit sieben Toren. Gegen Ende der Begegnung bliesen die Gäste zur nächsten Aufholjagd. Nachdem Lisa Bormann-Rajes dreieinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff zum 24:29 getroffen hatte, war die Begegnung für den TVO noch nicht komplett weg. Zu einer Wende sollte es dann aber nicht mehr reichen: Henstedt erzielte noch zwei wichtige Tore, und Oyten fehlte schlussendlich die Zeit.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich einer Vier-Tore-Niederlage so viele positive Dinge abgewinnen konnte“, sagte Leyens. „Vielleicht wäre auch ein Punkt möglich gewesen. Dafür hätte aber auch alles passen müssen. Wir hatten nach dem Spiel alle ein gutes Gefühl, weil sich das Team ganz anders präsentiert hat als im ersten Spiel. Über allem steht nun, dass wir jetzt die Ruhe bewahren.“

Im Gegensatz zur ersten Begegnung stand Torhüterin Romina Kahler aufgrund ihrer Knieverletzung nicht im Kasten des TV Oyten. Und das wird die einzige Keeperin des TVO laut ihres Trainers auch bis auf Weiteres nicht können. „Eine finale Diagnose soll es diese Woche geben“, erklärt Leyens, der in Henstedt auf die beiden Keeperinnen Fenja Hassing und Birte Hemmerich aus der zweiten Mannschaft zurückgegriffen hat. „Beide haben gezeigt, dass sie das Zeug für die 3. Liga haben“, lobte Leyens. Wie in den kommenden Partien auf der Torhüter-Position weiter verfahren wird, solle nun intern geklärt werden.

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