Schülerprojekt an der IGS Oyten

Ein Duo ragt heraus

Elftklässler der Integrierten Gesamtschule in Oyten präsentierten am Mittwochabend die Resultate eines halbjährigen Schülerprojekts. Bei der Vorstellung im Oytener Rathaus gab es echte Höhepunkte.
20.06.2019, 20:20
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Nico Brunetti
Ein Duo ragt heraus

Jostein Burgemeister und Joshua Thoms gehörten zu den Helden des Abends. Auf der Bühne im Oytener Rathaus hinterließen sie am Mittwoch einen bleibenden Eindruck. Damit waren die Beiden aber nicht alleine: Auch andere Gruppen vom "Pangäa-Jahrgang" zeigten geglückte Präsentationen.

Sebi Berens

Lautstarker Applaus tönte durch das Rathaus in Oyten. Zurecht. Was Jostein Burgemeister und Joshua Thoms jetzt auf die Bühne gezaubert haben, war zweifelsohne sensationell. Getrost kann das das Schauspiel der beiden Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Oyten auch als Höhepunkt des Abends bezeichnet werden.

Ihr zehnminütiges Theaterstück gepaart mit einem Poetry Slam zeichnete sich vor allem durch Eloquenz aus, dabei wurden unter dem Titel „Der Krieg in mir“ viele persönliche Lebensthemen aufgegriffen. Und Burgemeister und Thoms ließen es sich auch nicht nehmen, den Zuschauern Antworten zu geben. „Familie, Karriere, Moneten – alles eine Frage der Prioritäten. Das, was das Wichtigste ist, entscheidest du selbst“, hießen nur zwei der prägenden Sätze bei ihrem Auftritt. Gleichzeitig schaffte es das Duo, den Unterhaltungsaspekt nicht zu vernachlässigen. Neben den beiden Schülern legten auch weitere der 103 Elftklässler vom „Pangäa-Jahrgang“ tolle Präsentationen hin. Es war das Ergebnis des Schulprojekts „Was bewegt mich in der Welt?“, das im vergangenen halben Jahr von der Schule durchgeführt wurde.

Intensive Bearbeitung

Der Vorstellung am Mittwochabend ging eine intensive Bearbeitungsphase voraus. „Vier Stunden pro Woche“, sagte IGS-Schulleiterin Maria Schmidt, „hatten die Schüler Zeit“. Hierbei war niemand auf sich alleine gestellt, so taten sich die Elftklässler in Gruppen von zwei bis vier Personen zusammen. Außerdem erfolgte seitens mehrerer Lehrer fachliche sowie organisatorische Unterstützung. Zu diesem Team gehörte unter anderem die IGS-Oberstufenleiterin Annika Ebbert. Sie beschrieb: „Es gab erst einmal eine Phase der Orientierung, man hat sich Themen angenähert und ist dem erst dann nachgegangen.“ Weiter berichtete Ebbert, dass die Schüler die Hilfe nötig hatten. „Die Kunst dabei ist, dafür zu sorgen, dass sich die Schüler frei entfalten können und aber auch nicht fallen gelassen werden. Sie brauchen den Antrieb, sonst verschwindet das in der Bedeutungslosigkeit“, meinte die Oberstufenleiterin.

Das Konzept wurde im Vorfeld in einer Planungsgruppe entwickelt. Unter dem Titel „Was bewegt mich in der Welt?“ gab es mit Krieg und Frieden/Nationalitätenprinzip, Wachstum und Nachhaltigkeit, Ungleichheit/Kulturspezifik und Interkulturalität und Technischer Fortschritt vier Oberthemen. Innerhalb dieser Gebiete hatten die Schüler die freie Entscheidung, welcher Aufgabe sie sich annehmen wollen. Eine Variation ließ sich erkennen: Es gab Reden, Vorträge, Podcasts, Erklärungsvideos und eine Podiumsdiskussion – zur Sprache kam viel Aktuelles. Durch die sympathische Moderation von Björn Lefers und dank Lehrer Benedikt von Wulfen, der für einen reibungslosen Ablauf in Sachen Technik sorgte, bekam die Veranstaltung einen professionellen Anstrich. An den Ständen im Foyer wurde Wissenswertes verschriftlicht.

Kreative Auftritte

Besonders im Gedächtnis ist einem eben der Auftritt von Burgemeister und Thoms geblieben. Noch unmittelbar nach der Aufführung quittierte Moderator Lefers das auch mit einem Lob: „Ganz großes Kompliment an eure Texte und Schauspielqualitäten. Beeindruckend.“ In die Reihe gelungener Präsentationen im Oytener Rathaus gesellten sich ebenso Lucy Holsten und Lisa Diekmann. Die beiden Schülerinnen punkteten bei ihrem Erklärungsvideo zum Thema „Veganismus“ durch einen kreativen Dialog.

Allerdings gab es nicht nur Licht, sondern auch einen kleinen Schatten. So ließen einige Schüler die Ernsthaftigkeit vermissen und brachen bei Themen wie „Kindersoldaten“ und „Krieg in Syrien“ teilweise in Gelächter aus.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+