Anbindung an Gewerbepark Oyten

Ein Kreisverkehr für den Knotenpunkt

Zur besseren Anbindung des Gewerbeparks wird im südlichen Bereich Oytens ein Kreisel gebaut. Dieser betrifft auch die Verkehre zwischen Oyten und Achim sowie die Ab- und Zufahrt der Autobahn 1.
08.10.2020, 16:19
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Ein Kreisverkehr für den Knotenpunkt
Von Marius Merle
Ein Kreisverkehr für den Knotenpunkt

Dieser Bereich, in dem von der Achimer Straße auf die A 1 in Richtung Hamburg gefahren werden kann, wird ab 2022 nicht mehr wiederzuerkennen sein.

FOCKE STRANGMANN

Der Gewerbepark in Oyten an der A 1 hat sich in den vergangenen Jahren bereits sukzessive gefüllt. Von Anfang an war bei der Planung auch vorgesehen und sogar in den Verträgen mit den angesiedelten Unternehmen festgehalten, dass die Anbindung zur Autobahn über einen neu zu bauenden Kreisverkehr verbessert werden soll. Wegen offener Grundstücksfragen konnte dieser 2014 aber noch nicht mitgebaut werden. Auch danach kam es zu einigen Verzögerungen bei der Planung, aber nun soll das "ziemlich große Neubauprojekt", wie es Axel Junge von der Gemeindeverwaltung bezeichnet, endlich realisiert werden. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt & Gemeindeentwicklung am Mittwochabend wurden die Pläne erstmals öffentlich vorgestellt.

Entstehen soll der Kreisverkehr in dem Bereich, wo Verkehrsteilnehmer derzeit von der Achimer Straße (L 167) auf die A 1 in Richtung Hamburg auffahren beziehungsweise an der Anschlussstelle Oyten aus Richtung Hamburg kommend abfahren können. Das bedeutet auch, wer nach der Fertigstellung zwischen Achim und Oyten fährt, muss zwangsweise den Kreisverkehr nutzen, um dem Verlauf der Landesstraße weiter zu folgen. Die dritte Kreisverkehrausfahrt ist jene, die zur Autobahn führt beziehungsweise davon weg und eine vierte Ausfahrt südlich davon bindet das Gewerbegebiet an. Wer von der Autobahn abfährt, hat dank eines zusätzlichen Fahrstreifens parallel zum Kreisverkehr die Möglichkeit, direkt auf die Achimer Straße in Richtung Oyten aufzufahren.

50 Meter Durchmesser

Diplom-Ingenieur Stephan Koch vom Planungsbüro Kleberg + Partner, das von der Verwaltung mit der Projektsteuerung beauftragt wurde, um das eigene Personal im Rathaus zu entlasten, nannte sodann auch einige Zahlen. Der Durchmesser des Kreisverkehrs werde 50 Meter betragen und falle damit noch in die Rubrik der „kleinen Kreisel“. Die Kreisinnenfläche werde für Schwerlasttransporte überfahr sein müssen. Die Fahrbahn werde sieben Meter breit sein. Die kalkulierten Kosten seien in den vergangenen Monaten „leider erheblich gestiegen“. War das Büro 2019 noch von knapp 1,3 Millionen Euro ausgegangen, geht Koch nun von mehr als 1,5 Millionen Euro reine Baukosten aus. Als Baubeginn wird das dritte Quartal 2021 angepeilt, und „die Umrüstung kostet viel Zeit“. So wird die Bauzeit etwa ein Jahr betragen.

Immerhin gab es gute Nachrichten für alle Verkehrsteilnehmer: Während aller Bauabschnitte sollen die Landesstraße und die Autobahnab-/zufahrt immer befahrbar bleiben. Für die Radfahrer soll ein gepflasterter Weg zum Gewerbegebiet entstehen, die Achimer Straße können sie südlich des Kreisverkehrs überqueren. „Dadurch wird auch die Verkehrssicherheit erhöht“, sagte Koch, der zusammenfasste, dass die Gemeinde Oyten durch den Kreisel eine „leistungsfähige Anbindung an das Gewerbegebiet“ bekomme.

Politik hat Bedenken

Bedenken wurden von der Politik angesichts der allgemeinen Verkehrssituation in dem Bereich laut. Schließlich staut sich der Verkehr von der etwas weiter nördlichen Kreuzung mit Ampelschaltung nicht selten weit zurück, sodass Fahrzeuge, die von der Autobahn abfahren, sich nur langsam in den Verkehr auf die Achimer Straße einfädeln können. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit dem Kreisel kein Problem gibt“, sagte etwa Ralf Großklaus (SPD), zumal Koch in seinen Ausführungen zuvor auch von einem „Knotenpunkt mit einer sehr hohen Frequenz“ gesprochen hatte.

Axel Junge wollte diesbezüglich betont haben, dass der Kreisverkehr keine weiteren Verkehre schaffe, das Problem sei vielmehr die Kreuzung nördlich, an der das Restaurant Daisy's Diner liegt. Denn dort sei die maximale Verkehrsauslastung erreicht. Daher werde es sicherlich notwendig werden, in den kommenden Jahren an dieser Kreuzung ebenfalls bauliche Veränderungen vorzunehmen.

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