Triathlon-Europameisterschaft

„Es ist der größte Erfolg meiner Karriere“

Mit diesem Triumph haben nur die Wenigsten gerechnet: Joachim Strohbach hat bei der Triathlon-Europameisterschaft in Dänemark sensationell den zweiten Platz erreicht und seine Bestmarke deutlich unterboten.
25.06.2019, 15:10
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Von Niklas Johannson
„Es ist der größte Erfolg meiner Karriere“

Joachim Strobach (rechts) bejubelte bei der EM in Dänemark den größten Erfolg seiner Laufbahn. Wolfgang Dittner verzockte sich beim Radfahren und belegte Platz 52.

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Elsinore. Der Triathlet Joachim Strobach hat sich bei den Europameisterschaften in Elsinore (Dänemark) die Silbermedaille gesichert. „Alles ist sensationell gelaufen“, jubelte der 61-jährige Oytener und ergänzte: „Es ist der größte Erfolg meiner 32-jährigen Triathlon-Karriere.“ Bei optimalen Bedingungen startete der Wettkampf im Hafenbecken von Elsinore: „Ich hatte ein mulmiges Gefühl, weil die Ergebnisse im Training nicht so optimal waren“, erklärte Strobach, der im Rennen aber erstaunlich gut unterwegs war und nach 28:51 Minuten aus dem Wasser stieg. Damit knackte er seine eigene Bestzeit und übernahm die Führung in der Altersklasse 60.

Durch einen zügigen Wechsel auf das Fahrrad baute er seinen Vorsprung weiter aus. Auf dem Rad zeigte er eine überragende Leistung und bewältigte die 90 Kilometer lange Strecke in 2:21,38 Stunden. Zum Abschluss ging es auf den kurvenreichen Laufkurs, der dreieinhalb Mal umrundet werden musste. Strobach legte ein gutes Tempo vor, brach dann aber ein: „Nach zehn Kilometern wurden meine Beine immer schwerer und es begann das Leiden. Ich wollte aber auf keinen Fall stehenbleiben und zusätzlich Zeit verschwenden.“ Durch Strobachs Schwächephase holte der Däne Michael Roe Meter um Meter auf und überholte den Oytener, der den Halbmarathon in 1:46,45 Stunden absolvierte, schließlich nach 15 Kilometern. Den Triathlon beendete Strobach nach 4:44,35 Stunden und verbesserte seine eigene Bestmarke um mehr als 20 Minuten.

Den Sprung aufs Podest verpasste hingegen Wolfgang Dittner und belegte in der AK 50 den 52. Platz. Mit seiner Leistung zeigte er sich dennoch zufrieden: „Ich bin unter der erhofften Fünf-Stunden-Grenze geblieben.“ Nach einer ordentlichen Vorstellung im Hafenbecken, wollte er auf dem Rad von Beginn an zu viel: „Da habe ich mich klassisch verzockt und mich durch die wunderschöne Landschaft verleiten lassen“, sagte er und fuhr fort: „Das hat sich auf der Laufstrecke mit wechselnden Krämpfen in der vorderen und hinteren Oberschenkelmuskulatur gerächt. Ich konnte keinen einzigen Schritt mehr machen und hatte noch 20 Kilometer vor mir.“

Trotz aller Schwierigkeiten erreichte Dittner nach großem Kampf in 4:56,23 Stunden das Ziel.

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