Fördermittel vom Bund

Aufhübschen des Wiesenparks

Gute Nachrichten aus Berlin für Oyten: Für die Verschönerung des Wiesenparks gibt es hohe Fördermittel. Ihren Teil zur Aufhübschung des Areals hat derweil auch das Seniorenheim Rathjen beigesteuert.
22.11.2020, 16:44
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Aufhübschen des Wiesenparks
Von Marius Merle
Aufhübschen des Wiesenparks

Wühlmäuse pflanzen von Spenden der Mitarbeiter des Seniorenheims Rathjen Bäume im Wiesenpark: Helmut Klimmek, Erhard Hopert, Günther Begemann (vorne von links), Christian Rathjen und Sybille Edelmann (hinten links, von links) sowie Martina Rebbin, Peter Ulrich, Cordula Schröder (rechts, von vorne).

Björn Hake

Der Wiesenpark in Oyten soll schöner werden. Das ist das erklärte Ziel der Gemeinde. Ein kleiner Schritt in diese Richtung ist nun infolge einer Spende erfolgt. Die Belegschaft des Alten- und Pflegeheims Rathjen sammelt bei ihrer Weihnachtsfeier immer Geld und stellt es für Projekte zur Verfügung. Vom vergangenen Jahr ging ein Teil des Geldes in die Pflanzung von vier Bäumen in Wiesenpark. Schließlich hat das Seniorenheim auch ein Interesse daran, dass das Areal schöner wird, denn es liegt quasi auf der anderen Straßenseite und wird von Bewohnern daher gerne aufgesucht. Mit einiger Verzögerung wurden die vier Bäume, drei Apfelbäume und eine Buche, nun auch gepflanzt – wie sollte es in der Gemeinde Oyten anders sein, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung der Wühlmäuse.

Gute Nachrichten gab es nur kurze Zeit später aus Berlin. Wie der hiesige Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt mitteilen konnte, erhält die Gemeinde Oyten für die Verbesserung der Grünanlagen und des Wiesenparks über das Modellprojekt „Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ eine Förderung von 270 000 Euro. „Damit sorgt der Bund in den nächsten Jahren sprichwörtlich für besseres Klima in Oyten“, befindet Mattfeldt. Oyten erhalte diese Bundesmittel, um damit die Idee einer „Grünen Lunge“ im Zentrum der Gemeinde in die Realität umzusetzen.

Der Wiesenpark soll künftig für Fußgänger und Radfahrer vom Rathaus und Bürgerzentrum (Neue Ortsmitte) aus die Verbindungsachse zwischen den Straßen Hauptstraße und Holzdamm bis zum Schulzentrum und dem neuen Bahnhaltepunkt in Sagehorn werden. Ein Regenrückhaltebecken gibt es dort bereits. Zusätzlich sollen laut Mattfeldt Rast- und Fußwege, Aufwertungen des Bereiches mit Bänken, Tischen und Fitnessgeräten, Spielplätzen und Spielgeräten sowie kleine Gebäude als Schutz- und Aufenthaltsgelegenheiten geschaffen werden. Die Bepflanzung des Areals soll mit naturnahen Gehölzen, wegbegleitenden Baumreihen sowie markanten Einzelbäumen erfolgen. Zudem sind die naturnahe Umgestaltung des Oyter Triftgrabens mit geschwungenem Verlauf, aufgewerteten Ufer- und Böschungszonen sowie Teichen geplant.

„Bäume und Anpflanzungen wirken in bebauten Bereichen wie kleine Klimaanlagen und dienen als Rückzugsgebiet für Insekten- und Tierarten“, sieht Mattfeldt das Geld des Bundes gut angelegt. „Gerade die ökologische Aufwertung von Grünflächen, die Erneuerung der Vegetation und die Schaffung einer durchgehenden Grünen Lunge sind wichtige Bausteine hin zu einer klimafreundlicheren und naturschutzfachlich hochwertigeren Gemeinde in der sich die Bewohner und Besucher wohl fühlen“, ist sich der Politiker sicher.

Die Fördermittel kommen für die Gemeinde Oyten in jedem Fall zu einem sehr guten Zeitpunkt. Denn aufgrund der nötigen Sparmaßnahmen als Folge der Mindereinnahmen aus der Gewerbesteuer in Corona-Zeiten waren die zunächst eingeplanten Mittel, die kommendes Jahr für die Verschönerung dienen sollten, stark gekürzt worden. Statt 250 000 Euro sollen nun 2021 nur noch 50 000 Euro für diesen Zweck ausgegeben werden. Das Geld ist insbesondere für die Ausbesserung einiger Wegeverbindungen vorgesehen.

Bisher sind alle Wege – angepasst an die naturnahe Gestaltung des Wiesenparks – als Schotterrasenfläche hergestellt. Für Personen mit körperlichen Einschränkungen sind diese jedoch nur beschwerlich zu begehen oder zu befahren. Deshalb war vom Arbeitskreis Naherholung und auch vom Beauftragten für Menschen mit Behinderung wiederholt darauf hingewiesen worden, dass ein Teil dieser Wegeverbindungen so hergestellt werden müsste, dass sich dort Personen mit einem Rollator oder mit einem Rollstuhl bewegen können.

Das soll nun bald geschehen, wenn die Politik – wie zu erwarten – grünes Licht gibt. Denn die Aufarbeitung der Wegeverbindungen steht bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gemeindeentwicklung am 2. Dezember auf der Tagesordnung. Spricht sich das Gremium mehrheitlich dafür aus, können die Arbeiten, für die die Verwaltung mit Kosten von rund 40 000 Euro kalkuliert, in Auftrag gegeben werden.

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