Neuer Haltepunkt in Sagehorn Gemeinde Oyten zahlt für Umfeldgestaltung

Die Gemeinde Oyten hat den Einspruch gegen die Planung der Deutschen Bahn, alleine für die Kosten für die Umfeldgestaltung des neuen Haltepunktes in Sagehorn aufkommen zu müssen, zurückgezogen.
17.10.2018, 17:30
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Gemeinde Oyten zahlt für Umfeldgestaltung
Von Marius Merle

Oyten-Sagehorn. Der Streit zwischen der Gemeinde Oyten und der Deutschen Bahn um die Finanzierungsfrage der Umfeldgestaltung des neuen Bahnhaltepunktes in Sagehorn ist beendet. Wie berichtet, hatten beide Parteien die jeweils andere in der Pflicht gesehen, für die Kosten aufzukommen. Doch nun hat die Gemeinde den Einspruch gegen die Planung der Bahn, die vorsieht, dass sich das Unternehmen finanziell nicht an der Gestaltung des Umfeldes beteiligt, zurückgezogen. Davon hat nun Bürgermeister Manfred Cordes berichtet. „Eine Klage wäre gegen jede Vernunft gewesen“, erklärt er den Entschluss, sich gegen den Rat des Anwalts zu entscheiden.

Denn ein mögliches Gerichtsverfahren hätte sehr wahrscheinlich zum Scheitern des Projektes geführt. Schließlich laufe das Zukunftsinvestitionsprogramm der Bahn in naher Zukunft aus und wenn bis dahin nicht mit dem Bau der neuen Haltestelle begonnen würde, wäre das Vorhaben in Sagehorn aus dem Programm rausgefallen. Weitere Verzögerungen sind also schlichtweg nicht mehr möglich. Im kommenden Mai, so war die letzte Planung der Bahn, soll schließlich bereits mit den Arbeiten begonnen werden. Viel Zeit also auch nicht mehr für die Gemeinde Oyten, eine Umfeldplanung, die unter anderem die Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für Autos und Fahrräder oder die Einrichtung einer neuen Bushaltestelle beinhaltet, zu erstellen. „Das Planungsbüro wurde nun damit beauftragt“, erklärt Cordes. So schnell wie möglich, sollen dann auch Ergebnisse an die Politik gegeben werden.

Zur Entscheidung, den Einspruch zurückzunehmen, hat laut Cordes auch die Tatsache beigetragen, dass sich die finanzielle Belastung für die Gemeinde dank Zuschüsse einigermaßen in Grenzen halten wird. Gerechnet werden darf damit, 87,5 Prozent der Kosten erstattet zu bekommen: 75 Prozent von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und 12,5 Prozent vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen.

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