Grundschule Oyten Große Pläne für die Grundschule

Der Schulausschuss der Gemeinde Oyten hat wichtige Weichen für die Grundschule Oyten gestellt. Um mehr Kapazitäten zu schaffen, soll die Schule erweitert werden. Zudem soll die Bushaltestelle verlegt werden.
26.11.2019, 16:22
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Große Pläne für die Grundschule
Von Lars Köppler

Die Grundschule Oyten hat bei der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Gemeinde am Montagabend den größten Raum auf der Agenda eingenommen. Aus diesem Grund tagte das Gremium um Hubert Dapper (Bündnis 90/Die Grünen) in der Aula der Bildungsstätte an der Schulstraße und schuf hinsichtlich des geplanten Umbaus der Grundschule und auch in puncto Verkehrssituation wichtige Fakten. So soll die Schule mit einem Kostenvolumen von 931 000 Euro erweitert und die Bushaltestelle vor der Grundschule an die Schulstraße verlegt werden.

Dass die bauliche Erweiterung der Grundschule Oyten aufgrund steigender Schülerzahlen – auch im Ganztag – unumgänglich geworden ist, steht bereits seit einiger Zeit fest und wird seitdem politisch begleitet. Der mit der Machbarkeitsstudie beauftragte Architekt Klaus Ciellas hat den Mitgliedern des Schulausschusses am Montag nach intensiver Prüfung nunmehr eine Alternativplanung vorgelegt, die von dem zuerst angedachten Neubau eines freistehenden Gebäudes auf dem Schulgelände absieht und dafür eine Erweiterung als Anbau an das Bestandsgebäude als sinnvollere Variante in den Fokus nimmt. „Ein Neubau wäre deutlich teurer geworden“, erklärte der Experte. Besonders habe er nach einer Lösung gesucht, um das Gebäude barrierefrei in allen Etagen zu erreichen, betonte Ciellas, der für den rund 380 Quadratmeter umfassenden Baukörper mit Baukosten in Höhe von 895 000 Euro inklusive Mehrwertsteuer rechnet.

Ungestörter Schulbetrieb

Weitere Maßgabe sei gewesen, dass der laufende Schulbetrieb während der Bauphase nicht gestört werde. Auch dies sei mit der Erweiterung durch einen Anbau möglich. „Wir favorisieren die Erweiterung als Anbau, da der Eingriff in den Bestand relativ gering ist“, stellte Daniel Moos, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, aus Sicht der Gemeindeverwaltung fest. Ergänzend zu der von Ciellas vorgelegten Planung soll auch die Küche der Grundschule Oyten etwas vergrößert werden. „In diesem Bereich würden ein Eingang, die notwendige Umkleidekabine und ein WC für die Küche entstehen“, erklärte Moos.

Mit Blick auf das Bestreben, die Küche der Grundschule Oyten in eine Zubereitungsküche mit Frischeanteil umzuwandeln, rechnet die Verwaltung mit Bruttokosten in Höhe von 36 000 Euro, wenn die Möglichkeit jetzt im Rahmen der Erweiterung genutzt werde. Im Zuge des Erweiterungsbaus sollen derweil noch weitere notwendige Arbeiten vorgenommen werden, etwa die Erweiterung des Fahrradständers, die überfällige Sanierung des Flachdaches an der Aula und die Modernisierung der Bühne in der Aula. Um die dringlichen Baumaßnahmen an der Aula bereits im kommenden Jahr erledigen zu können, schlug Moos daher die Erhöhung des Haushaltsansatzes für die bauliche Unterhaltung um 78 000 Euro für die Grundschule Oyten vor.

Lob für die Pläne

Die Mitglieder des Schulausschusses zeigten sich letztlich angetan von den neuen Plänen, die Ciellas vorgelegt hat. „Der Entwurf ist absolut stimmig“, lobte SPD-Mann Ralf Großklaus. „Den größten Charme hat es, dass der Schulbetrieb nicht gestört wird.“ Ingo Köhn (AfD) bezeichnete die Erweiterung als „geniale Idee“ und „tolle Variante“. Für die Schule sei dies „ein rundes Paket“, schloss sich Moos den Lobeshymnen an. Das Gremium erteilte schließlich der Verwaltung den Auftrag, auf Basis der in der Sitzung vorgestellten Erweiterung weiter zu planen und Architekt Ciellas weiterhin damit zu betrauen.

Ebenfalls von großer Wichtigkeit und damit Bestandteil der Tagesordnung war auch die Verlegung der Schulbushaltestelle vor der Grundschule Oyten. Nach mehreren Bereisungen mit Kräften der Polizei, der Schulleitung und Elternvertretern sowie Einbeziehung eines Gutachters ist man laut Moos zu dem Schluss gekommen, dass die Bushaltestelle an der Schulstraße direkt vor die Grundschule verlegt werden sollte. Der Schulbus würde dann über die Schulstraße und die Kloppenburger Straße weiterfahren. „Der Testlauf war sehr erfolgreich“, erklärte Moos.

Die Ausschussmitglieder einigten sich letztlich auf folgendes Vorgehen: Die Bushaltestelle wird zunächst provisorisch direkt vor die Grundschule verlegt. Busse sollen aus Gründen der Sicherheit für die Kinder in der Straßenmitte halten und Autos für kurze Zeit blockieren. Nach Herstellung des benachbarten Lidl-Parkplatzes soll von der Verwaltung geprüft werden, ob der Schulbus dort halten kann. Im Mai 2020 soll derweil ein Antrag an die LNVG (Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen) zum Ausbau einer barrierefreien Bushaltestelle gestellt werden. Auf Anregung von Nina Vogelsang (CDU) soll zudem nach einem halben Jahr reflektiert werden, wie sich die Situation wirklich darstellt.

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