Ereignisreiche Nacht für die Feuerwehr Leerstehendes Haus in Oyten ausgebrannt

Mehrere Stunden hat ein Großaufgebot der Feuerwehr Mittwochnacht gegen die Flammen eines in Brand geratenen, leerstehenden Hauses in Oyten angekämpft. Doch es blieb es nicht die einzige Alarmierung in Oyten.
02.12.2021, 11:49
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Leerstehendes Haus in Oyten ausgebrannt
Von Marius Merle

Die Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren sind in der Nacht zu Donnerstag gleich mehrfach in Oyten gefordert gewesen. Dabei hatte es gegen 22.45 Uhr eigentlich noch recht harmlos angefangen. Die Funkmelder wurden ausgelöst, weil im Ortsteil Sagehorn während des Sturms ein Baum auf eine Straße gefallen war. Doch bereits auf der Anfahrt zum Gerätehaus löste der Leitstellendisponent der Einsatzleitstelle in Verden erneut die Oytener Funkmelder aus – dieses Mal aber für die gesamte Ortswehr. Denn in der Straße Zum Behlingsee wurde von Nachbarn ein brennender Dachstuhl an einem aktuell unbewohnten Einfamilienhaus gemeldet.

"Alle Kräfte fuhren jetzt zu diesem Einsatz und der umgestürzte Baum wurde an die Ortsfeuerwehr Bassen umdisponiert", schilderte Tobias Schone, Pressesprecher der Feuerwehr Oyten. Schnell wurde entschieden, dass der größte Teil der Bassener Kameraden dann aber ebenfalls zum Gebäudebrand fuhr und nur ein Einsatzfahrzeug den Baumeinsatz übernahm. Gegen den umgestürzten Baum in Sagehorn war zwischenzeitlich ein Pkw gefahren, aber es wurde niemand verletzt.

Fehlalarm in Altenheim

Kurz nach dem Eintreffen an der Straße Zum Behlingsee wurde die Leitstelle in Verden aber schon über einen dritten Einsatzfall in Oyten alarmiert: In einem Altenheim in Sagehorn hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst, berichtete Schone. Da in Oyten mittlerweile alle Kräfte gebunden waren, wurde mit Unterstützung des Einsatzleitwagens aus Bassen zusätzlich aus Achim die dortige Ortsfeuerwehr zu dem Altenheim geschickt. Die etwas näher liegende Wehr aus Achim-Embsen unterstütze nämlich schon mit einem Fahrzeug die Kameraden beim Brandeinsatz, weil dort zusätzliche Atemschutzgeräteträger benötigt wurden. "Die ausgelöste Brandmeldeanlage entpuppte sich Gott sei Dank als Fehlalarm. Noch ein großer Einsatz wäre ein echtes Problem geworden", sagte Schone am Tag danach. Dennoch waren im Ortsgebiet Oyten insgesamt vier Feuerwehren gleichzeitig im Einsatz, was wirklich sehr ungewöhnlich sei. 

Bei der Bekämpfung des leerstehenden Wohnhauses kam es "wegen der anfangs schlechten Löschwasserversorgung zu Problemen und auch der starke Wind arbeitete gegen die tatkräftigen Helfer und fachte das Feuer in Dachstuhl weiter an", berichtete Schone von den Schwierigkeiten. Löschwasser sei letztendlich mit langen Schlauchleitungen herangeschafft worden. Mit mehreren Strahlrohren, der Oytener Drehleiter und viel Manpower habe das Feuer nach vier Stunden gelöscht werden können. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich noch bis 5 Uhr morgens hin.

Premiere für Feuerwehrdrohne

Wegen der Einsatzdauer versorgte die SEG-Verpflegung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Kameraden mit warmen Getränken und Snacks. Der Rettungsdienst stand zur Sicherung der Kameraden bereit. Die Besatzung des Einsatzleitwagen ELW2 aus Verden übernahm laut Schone die Koordination der Kräfte und ließ zum ersten Mal die nagelneue Kameradrohne über das Brandobjekt fliegen, um mit einer Wärmebildkamera letzte Glutnester zu entdecken. Der Schlauch- und Gerätewagen der Kreisfeuerwehr wurde ebenfalls alarmiert, um die benutzen Schläuche und Atemluftflaschen auszutauschen. Gegen 3.30 Uhr konnten die ersten Kräfte wieder einrücken und für die Oytener Kameraden war der Einsatz gegen 5.30 Uhr beendet.

"Ausdrücklich geht ein großes Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit und tatkräftige Unterstützung an die eingesetzten Nachbarwehren, das DRK und die Polizei sowie den Baufachberater des THW, der die Statik des Hauses einschätzte", wollte Schone betont haben. Insgesamt waren in der Nacht etwa 100 Kräfte in Oyten unterwegs.

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