Handball

Marc Winter rechnet mit Abbruch für den TV Oyten

Die Vertreter der Drittligisten haben mit der Spielkommission eine Videokonferenz abgehalten. Nach dieser geht man beim TV Oyten davon aus, dass die Saison 2020/2021 nicht fortgesetzt wird.
14.01.2021, 16:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Für die Handball-Drittligisten sowie die Teams aus den Jugendbundesligen wurde die Corona-Zwangspause jüngst vom 31. Januar auf den 28. Februar verlängert (wir berichteten). Frühestens Anfang März könnten demnach auch die Frauen des TV Oyten auf die Platte zurückkehren. Aber auch dieser Termin scheint aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen und den vielerorts geschlossenen Sportstätten eher unrealistisch zu sein. In einer Videokonferenz mit Vertretern der Frauen-Drittligisten hat die Spielkommission der 3. Liga des Deutschen Handballbundes (DHB) unter Vorsitz von Horst Keppler am Mittwochabend mögliche Szenarien für die Fortsetzung der seit November pausierenden Spielzeit diskutiert. Für den TV Oyten hatten Matthias Mosel aus dem Vorstand der „Vampires“ sowie Trainer Marc Winter vor dem Laptop Platz genommen.

Fakt ist: Die komplette Saison mit Hin- und Rückspielen zu beenden, ist nicht mehr möglich. Ein reguläres Ende der Hinrunde soll demnach erfolgen, wenn der Spielbetrieb spätestens am 6. März fortgesetzt werden kann. Eine finale Entscheidung will der Verband nicht vor dem nächsten Treffen von Bund und Ländern am 25. Januar treffen. Der TV Oyten hätte bei einer Fortführung der Spielzeit noch acht Spiele zu absolvieren. Nach drei ausgetragenen Partien wird die Mannschaft der Trainer Marc Winter und Lars Müller-Dormann nach einem Heimsieg gegen den SC Alstertal-Langenhorn (24:23) und Auswärtsniederlagen beim SV Henstedt-Ulzburg (20:25) sowie Pfeffersport Berlin (19:29) mit 2:4 Zählern auf Rang acht der Tabelle geführt.

„Ich gehe nicht davon aus, dass die Saison mit Blick auf die aktuelle Situation und die weiterhin hohen Zahlen noch einmal angepfiffen wird“, ist die Spielzeit 2020/2021 für Marc Winter seit Mittwochabend Geschichte. Oytens Trainer geht vielmehr davon aus, dass seine Spielerinnen auch den gesamten Februar noch zur Untätigkeit gezwungen sein werden. Da eine Vorlaufzeit von mindestens vier Wochen einzuplanen sei, wäre für den 53-jährigen Lehrer aus Bremen aller frühestens im April eine Rückkehr in den Wettkampfmodus denkbar.

Als wahrscheinlichere Alternative – sollte ein flächendeckender Spielbetrieb ab März nicht realisierbar sein – will die Spielkommission der 3. Ligen dem DHB-Präsidium den Abbruch der Saison 2020/2021 vorschlagen. Sportliche Absteiger gäbe es keine. Nur Vereine, die nicht erneut melden, würden in dem Fall aus der dritthöchsten Spielklasse absteigen. Klubs, die in die zweite Liga aufsteigen wollen, müssen bis zum 15. März an die Handball-Bundesliga ihre Meldung abgeben. Über alle Staffeln hinweg würde mit diesen Vereinen eine Aufstiegsrunde gespielt. Für alle anderen Mannschaften soll auf regionaler Ebene ein sogenannter „Liga-Cup“ umgesetzt werden.

Man habe jetzt Planungssicherheit, zeigt sich Marc Winter erleichtert. „Wir können unseren Spielerinnen sagen, dass die Saison für sie beendet ist und das wir auch in der kommenden Serie in der 3. Liga starten werden.“ Er werde nun zeitnah die Gespräche mit den Spielerinnen aus dem aktuellen Kader suchen und mit potenziellen Neuzugängen sprechen, kündigt Winter an. Die freiwillige Teilnahme an einem „Liga-Cup“ wolle man intern beraten. Alle teilnehmenden Klubs, erläutert Oytens Trainer, müssten ein vorgegebenes Testkonzept erfüllen.

Nicht mehr in den Kader der „Vampires“ zurückkehren wird derweil Elisa Führ. Die 20-jährige Polizistin wollte nach einem Praktikum in ihrer hessischen Heimat eigentlich zur Rückrunde wieder das Trikot des TVO tragen. „Der Aufwand zwischen Beruf und Handball in der 3. Liga wird Elisa zu groß, sie hat für die kommende Spielzeit abgesagt“, erläutert Marc Winter.

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