Handball

TV Oyten verliert und beseitigt Befürchtungen

Die Drittliga-Frauen des TV Oyten müssen sich am ersten Spieltag dem SV Henstedt-Ulzburg geschlagen geben. Die Partei macht Trainer Marc Winter aber Mut: Sein Team sei in der 3. Liga konkurrenzfähig.
18.10.2020, 14:44
Lesedauer: 2 Min
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TV Oyten verliert und beseitigt Befürchtungen
Von Florian Cordes
TV Oyten verliert und beseitigt Befürchtungen

Franca Jakob (blaues Trikot) war in Henstedt Oyten zweitbeste Torschützin. Die Linksaußen der „Vampires“ traf viermal.

Björn Hake

Fünf Minuten hatte Marc Winter seinen Spielerinnen – den Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten – gegeben. Der Trainer gab seinem Team diese Zeit, um ein wenig traurig zu sein. Denn die „Vampires“ hatten am Sonnabend ihr Saisonauftaktspiel in der Nord-Ost-Staffel beim SV Henstedt-Ulzburg mit 20:25 (10:12) verloren. Nach der kurzen Trauerzeit sollte seine Sieben aber die Köpfe wieder heben und mit Zuversicht auf die kommenden Aufgaben blicken. Der Grund: Der TVO war in Henstedt nicht deutlich schlechter als der Gegner. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben gesehen, dass die Liga für uns machbar ist“, sagte Winter.

Der Coach gab zu, dass er und sein Trainerkollege Lars Müller-Dormann die Fahrt gen Norden durchaus mit einem mulmigen Gefühl im Bauch angetreten waren. „Wir hatten schon die Befürchtung, dass wir in Henstedt unter die Räder kommen können“, meinte Winter. Die Resultate aus der Vorbereitung – gegen Oberligisten wurde häufig knapp gewonnen, gegen Drittligisten gab es teils klare Niederlagen – hatten nicht dafür gesorgt, dass das Selbstvertrauen beim TVO zum Drittliga-Auftakt groß war.

Testspiele und Pflichtspiele sind aber zwei grundverschiedene Dinge – das sollte sich auch am Sonnabend zeigen. Zwar verlor der TV Oyten, „doch die Mannschaft hat gezeigt, dass sie konkurrenzfähig ist“, atmete Marc Winter tief durch. Er war froh, dass seine Sieben die Befürchtungen nicht bestätigte. Im Grunde war ihr dies schon Ende der vergangenen Woche gelungen. Denn der Drittligist besiegte die eigene Reserve während des Abschlusstrainings deutlich. „Die Mädels haben unsere Zweite quasi aus der Halle gefegt. Bereits da hatte es schon klick gemacht“, schilderte Winter.

Am Ende stand jedoch die Niederlage in Henstedt. Die sei jedoch auch vermeidbar gewesen, befand Winter. Denn es seien letztlich nur zwei Spielphasen gewesen, die die Partie entschieden hätten. Die erste spielte sich laut des TVO-Trainers zwischen der 28. und 30. Minute ab. Zu diesem Zeitpunkt stand es 10:10. „Und dann wird bei uns zweimal Schrittfehler gepfiffen. Mit diesen Entscheidungen waren wir überhaupt nicht einverstanden“, ärgerte sich Winter. Der SVHU nutzte dies aus und ging bis zur Pause mit 12:10 in Führung. Die zweite und schlussendlich entscheidende Phase ereignete sich im letzten Viertel der Begegnung. Die Gastgeberinnen trafen nicht mehr regelmäßig, der TVO allerdings auch nicht. Den Gästen unterliefen technische Fehler und Fehlwürfe. „Passiert uns das nicht, fahren wir mit einem Grinsen nach Hause“, verdeutlichte Winter, dass der TVO in diesem Spielabschnitt die Wende verpasst hatte.

So blieb Henstedt stets knapp vorne und entschied rund drei Minuten vor dem Schlusspfiff die Partie, als Ann-Cathrin Dietrich zum 24:20 traf. Der Auftakt sei zwar kein schlechter gewesen, Punkte, die zu verbessern gelte, gebe es jedoch auch: „Im Umschaltspiel waren wir zu zaghaft. Da müssen wir noch dran arbeiten. Dafür hat Romina Kahler einmal mehr stark gehalten, und die Abwehr hat super gearbeitet. Leider haben wir uns dafür nicht belohnt“, bedauerte Winter.

Der Coach richtete den Blick aber schon wieder nach vorne. Und vorne ist das erste Heimspiel gegen den SC Alstertal/Langenhorn. Diese Partie wollen die „Vampires“ mutig angehen – und vor allem ohne die eingangs erwähnten Befürchtungen die Trainern, die das Team ja beseitigt hat.

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