Handball 3. Liga Die "Vampires" setzen ihre Negativserie fort

Dass dem TV Oyten ausgerechnet gegen den SV Henstedt-Ulzburg die Wende gelingt, war eher unwahrscheinlich. Das Erwartbare traf dann auch ein: Der TVO verlor zu Hause gegen den Spitzenreiter.
24.10.2021, 17:55
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Von Florian Cordes

Ein schöner Treffer von Linksaußen Laura Sposato, zwei sehenswerte Pässe an den Kreis, die Jasmin Johannesmann eiskalt zu Toren verwertete – in der Schlussphase im Heimspiel gegen den SV Henstedt-Ulzburg haben die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten gezeigt, was im Angriff möglich ist. Problem war nur: Die Begegnung war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Der Tabellenführer aus Schleswig-Holstein führte bereits deutlich und feierte dementsprechend einen klaren Sieg in der Pestalozzihalle. Der Spitzenreiter gewann beim Sorgenkind aus Oyten mit 34:20 (17:10).

Der TVO ist in der Staffel A der 3. Liga deshalb ein Sorgenkind, weil das Team nun schon das fünfte Spiel in Folge verloren hat. Allmählich müssen die „Vampires“ die Wende schaffen, damit das Saisonziel Platz sechs nicht frühzeitig und endgültig aus den Augen verloren wird. Alle Mannschaften, die schlechter als Rang sechs abschneiden, gehen im neuen Jahr in die Abstiegsrunde.

Trainer nehmen das Positive mit

Doch so weit blickten die beiden TVO-Trainer Marc Winter und Lars Müller-Dormann nach der Niederlage gegen Henstedt nicht nach vorne. Viel mehr wollten sie das Positive hervorheben, das sie gegen den Primus der Staffel A von ihrer Sieben gesehen haben. „Aber der 50. Minute war es ein Spiel auf Augenhöhe. Insgesamt war unsere Leistung nicht so schlecht, wie es das Resultat aussagen mag“, meinte Winter. Lars Müller-Dormann ergänzte: „Zudem darf man nicht vergessen, dass wir gegen ein absolutes Topteam angetreten sind. Henstedt ist seit vielen Jahren eingespielt.“ Dass sei ein Vorteil, den die „Frogs“ aus dem hohen Norden gegenüber der neuformierten Mannschaft des TV Oyten gehabt hätten.

Dieser Vorteil war auf dem Feld teils deutlich zu erkennen. Beim SVHU lief der Ball häufig schnell durch die eigenen Reihen. Das Angriffsspiel der Gastgeberinnen wirkte dagegen hin und wieder statisch. Vor allem in der Anfangsphase war zu erkennen, dass der ungeschlagene Spitzenreiter vor Selbstvertrauen strotzt, die „Vampires“ hingegen nicht. Dennoch blieb der TVO in den ersten Minuten dran: In der zwölften Minute betrug der Rückstand lediglich zwei Tore – 4:6. Im weiteren Verlauf mehrten sich aber die Patzer: Bei den „Vampires“ häuften sich technische Fehler. Zudem wurden gute Chancen nicht genutzt. Henstedt zog daher bis zur Pause auf 17:10 davon.

Viele technische Fehler

Die Phase mit den unnötigen Ballverlusten setzte sich direkt nach dem Seitenwechsel fort. Auch deshalb betrug die Henstedter Führung in der 34. Minute erstmals zehn Tore – 21:11. Die Begegnung war damit entschieden. Immerhin ließen die „Vampires“ die Köpfe nicht vollends hängen. Die hohe und verdiente Niederlage war gegen den starken und kompromisslosen Kontrahenten aber nicht mehr abzuwenden.

„Natürlich haben wir viel verschossen und zu viele technische Fehler dabei gehabt“, sagte Winter. Dies sei jedoch auch dem Nervenkostüm geschuldet, das bei den „Vampires“ aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs nicht das beste sei. „Aufgeben ist jedoch keine Option. Das haben wir den Mädels direkt nach dem Spiel gesagt. Was die Mannschaft braucht, ist ein Erfolgserlebnis, dieser eine Aha-Effekt“, meinte Winter. Müller-Dormann hob indes hervor, dass das Team nun an die guten Phasen anknüpfen müsse: „Die hatten wir schließlich. Und darauf müssen wir aufbauen.“

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