Handball

Torflaute besiegelt Niederlage der Vampires

Die Drittliga-Frauen des TV Oyten haben ihr erstes Testspiel absolviert. Gegen den VfL Stade stand am Ende eine deutliche Niederlage für die Vampires.
23.08.2020, 13:38
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Von Jürgen Prütt
Torflaute besiegelt Niederlage der Vampires

Anna-Lena Meyer (am Ball) kam gegen Stade auf der Spielmacher-Position zum Einsatz. Doch auch ihre Treffer verhinderten die Pleite nicht.

Björn Hake

Die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten haben im ersten Vorbereitungsspiel auf die Saison 2020/21 eine Niederlage kassiert. In der heimischen Pestalozzihalle musste sich das Team der Trainer Marc Winter und Lars Müller-Dormann in einem Test über dreimal 25 Minuten dem VfL Stade mit 30:39 (16:14, 23:25) geschlagen geben. Aufgrund der Corona-Einschränkungen ging die Partie ohne Zuschauer über die Bühne. Zwölf Spielerinnen hatten Winter und Müller-Dormann gegen den Vizemeister der Oberliga Nordsee aufgeboten, darunter mit Romina Kahler, Fenja Hassing und der A-Jugendlichen Theresa Beet drei Torhüterinnen.

Man habe gesehen, dass seine neu formierte Mannschaft nach wenigen Einheiten in der Halle noch nicht eingespielt sei, stellte Marc Winter nach der deutlichen Niederlage fest. „Stade ist nun aber ja auch keine Laufkundschaft, der Gegner hat sich als eingespielte Truppe präsentiert und für den VfL ist es bereits das dritte Spiel in der Vorbereitung gewesen“, rückte der Trainer der „Vampires“ das Ergebnis zurecht. Auf fünf Spielerinnen musste Winter am Sonnabend verzichten: Die Zwillinge Nathalie und Mirja Meinke fehlten ebenso wie Linkshänderin Ashley Butler, Rückkehrerin Pia Franke und Linksaußen Franka Jacob. Nicht mehr zum Kader des TVO für die Hinrunde in der 3. Liga Nord-Ost gehört Elisa Führ. „Elisa wird die erste Hälfte der kommenden Saison für ihren Ex-Verein SG Kirchhof in der Oberliga Hessen spielen“, erläuterte Marc Winter. Ab Februar 2021 soll die Rückraumspielerin dann wieder in das Aufgebot des Drittligisten aus dem Landkreis Verden zurückkehren.

Führung nach dem ersten Drittel

Gegen den VfL Stade fand der TV Oyten nach einem Drei-Tore-Rückstand (5:8/10.) besser in die Partie. Mit ihrem ersten Treffer im Trikot der „Vampires“ brachte die von der HSG Heidmark in den Landkreis Verden gewechselte Julia Reinefeld die Gastgeberinnen auf 8:9 heran. Mitte der ersten 25 Minuten wechselte Marc Winter auf der Spielmacher-Position. Auf Neuzugang Reinefeld folgte Anna-Lena Meyer. Lea Bertram aus dem Rückraum heraus, Meyer sowie Linkshänderin Lena Schulz sorgten im weiteren Verlauf für eine Zwei-Tore-Führung des TV Oyten – 12:10. Mit dem Abstand ging es später auch in die erste Pause. Emily Winkler zeichnete für den letzten Treffer in den ersten 25 Minuten verantwortlich. Per Konter traf die junge Rechtsaußen zum 16:14.

In Drittel Nummer zwei waren beide Teams lange Zeit auf Augenhöhe unterwegs. 19:19 lautete der Zwischenstand nach einem weiteren Treffer von Lea Bertram. In der Folge setzte der VfL Stade sich auf 25:23 ab. Die schlussendlich noch deutliche Niederlage handelten sich die Oytenerinnen im Abschlussdrittel durch eine neunminütige Torflaute ein. Bis auf 29:23 zogen die Gäste davon, bevor der Treffer zum 24:29 aus Sicht des TVO auf die Kappe von Kreisläuferin Sabine Peek ging. Das 40. Tor der Gäste verhinderte Theresa Beet. Die junge Torfrau aus der A-Jugend parierte kurz vor Schluss einen Siebenmeter der Staderinnen. Beet hatte eine Viertelstunde vor dem Ende Fenja Hassing zwischen den Pfosten abgelöst. Diese wiederum war nach 35 Minuten für Romina Kahler gekommen.

Mitte des letzten Drittel forderte Lars Müller-Dormann beim Stand von 26:32 mehr Aggressivität von seiner Deckungsreihe ein. „Wenn ihr weiter so passiv bleibt, nimmt euch der Gegner wie ein Stück Butter auseinander“, bemängelte der 45-jährige Trainer das Defensivverhalten seiner Spielerinnen. Für Marc Winter hatte das deutliche Ergebnis am Ende auch etwas Gutes: „Natürlich hätten wir uns auch einen leichteren Gegner zum Auftakt einladen können. Stade hat aber die eine oder andere Schwäche aufgezeigt, nun wissen wir zumindest, wo wir in den kommenden Wochen die Hebel ansetzten müssen“, befand der Lehrer aus Bremen. Besonders die Vielzahl an einfachen technischen Fehlern dürfte Oytens Trainergespann nicht entgangen sein. Gut und gerne zehnmal war das Spielgerät nach Fangfehlern beim VfL Stade gelandet.

Heimspiele halbe Stunde früher

Nachdem der Deutsche Handball-Bund (DHB) zwischenzeitlich den Rahmenspielplan für die Spielzeit 2020/21 veröffentlicht hatte, sind nun die ersten Spiele für den TV Oyten fest terminiert. Los geht es am Sonnabend, 17. Oktober, mit einem Auswärtsspiel bei den „Frogs-Ladies“ vom SV Henstedt-Ulzburg. Angepfiffen wird die Partie im Landkreis Segeberg um 18 Uhr. Eine Woche später, am Sonntag, 25. Oktober, gastieren die „SCALA Giants“ vom SC Altertal-Langehorn aus Hamburg in der Pestalozzihalle. Seine Gegner wird der TV Oyten in der kommenden Saison am Sonntag um 14.30 Uhr – und damit eine halbe Stunde früher als bisher – empfangen. „Aufgrund der Hygienebestimmungen der Verbände müssen wir längere Pausen zwischen den Partien einplanen“, lieferte Oytens Abteilungsleiter Daniel Moos den Grund für die um 30 Minuten nach vorne gerückte Anwurfzeit. Ein Hygienekonzept muss der Verein zunächst mit den zuständigen Behörden abstimmen. Sollte sich an den Vorschriften bis zum Saisonstart nichts ändern, könnten genau 56 Zuschauer die Spiele in der Pestalozzihalle verfolgen. Mehr, bedauerte Daniel Moos, würden die Abstandsregeln aktuell nicht zulassen.

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