Eine Person schwer verletzt

Lkw-Unfall führt zu langem Stau auf der A1

Weil er ein Stauende übersah, ist ein 39-jähriger Lkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug auf einen anderen Lastwagen aufgefahren. Dabei verletzte sich der Mann schwer. Auf der Autobahn kam es zu langer Staubildung.
15.09.2021, 15:27
Lesedauer: 1 Min
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Lkw-Unfall führt zu langem Stau auf der A1
Von Marius Merle
Lkw-Unfall führt zu langem Stau auf der A1

Auch die Feuerwehr rückte aus (Symbolfoto).

Björn Hake

Auf der Autobahn 1 bei Oyten ist es am Mittwochvormittag erneut zu einem schweren Lkw-Unfall gekommen. Kurz vor der Anschlussstelle Oyten erkannte der 39-jährige Fahrer eines leeren Kühllasters eine wetterbedingte Stausituation zu spät und fuhr nahezu ungebremst auf seinen bereits stehenden Vordermann auf, schildert die Polizei. Durch die Wucht des Aufpralls wurden das Führerhaus und der Motorblock des Kühllasters abgerissen. Der 39-jährige Fahrer zog sich dabei schwere Verletzungen zu, konnte sich aber selbstständig aus dem völlig zerstörten Führerhaus befreien. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Unterdessen gelang es Ersthelfern, die auflodernden Flammen des abgerissenen Motorblocks mit Hilfe eines Feuerlöschers zu löschen.

Die Freiwillige Feuerwehr Oyten und Angehörige des Gefahrgutzuges des Landkreises Verden kümmerten sich um die zum Teil auf die Fahrbahn ausgetretene Ladung des zweiten beteiligten Lkw, dessen 30-jähriger Fahrer den Zusammenstoß unverletzt überstand. Durch den Aufprall waren mehrere sogenannte Big Packs mit Titandioxid aufgeplatzt, die von den Einsatzkräften unter Schutzanzügen und schwerem Atemschutz geborgen werden mussten. Die Bergungsarbeiten ziehen sich laut der Beamten vermutlich bis zum Abend hin. Bis dahin kommt es auf der Autobahn 1, Richtungsfahrbahn Hamburg-Münster, aufgrund der Vollsperrung zu Verkehrsbehinderungen. Aktuell wird der Verkehr ab der Anschlussstelle Posthausen abgeleitet. Die Umleitungsstrecken sind bereits jetzt überlastet, sodass die Polizei dazu rät, die Autobahn noch früher zu verlassen oder die Autobahn in Richtung Münster gar nicht erst zu nutzen. Der Rückstau betrug zeitweilig bis zu 20 Kilometer. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird von der Polizei auf circa 150.000 Euro geschätzt.

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