Ferienspaß in Bassen Mit Fingerfertigkeit zum Unikat

„Näh dein Ding“ heißt es in dieser Woche bei der Ferienspaßaktion im Familienraum Bassen. Kinder erstellen aus Stoffen ihre eigenen Röcke, Kissenbezüge, Taschen oder Brotkörbe.
11.07.2019, 16:34
Lesedauer: 2 Min
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Mit Fingerfertigkeit zum Unikat
Von Marius Merle

Am Anfang steht die Farbauswahl. Schlicht oder knallig, mit Muster oder ohne. Wie soll der Brotkorb aussehen? Nach der Entscheidung wird erst einmal die Schere in die Hand genommen und erst wenn der zu Beginn gewählte Stoff zurechtgeschnitten und mit Nadeln richtig zusammengesteckt ist, geht es für die Kinder an die Nähmaschine – das wesentliche Werkzeug in dieser Woche im Gemeindezentrum Bassen. Eine Ferienspaßaktion mit halbtägiger Kinderbetreuung kombinieren, das war das Ziel von Tina de Boer, die im Gemeindezentrum den Familienraum betreibt. Finden dort normalerweise Kurse und Vorträge zu Themen wie Familienbindung, Geburtsvorbereitung oder Yoga statt, dürfen sich in dieser Woche Kinder kreativ austoben. Seit Montag ist bei der Aktion „Näh dein Ding“ Fingerfertigkeit gefragt.

„Nähen ist aktuell total im Trend“, erklärt de Boer die Wahl für diese Angebot. Dennoch habe es natürlich für diese Premierenveranstaltung die Befürchtung gegeben, dass das Interesse ausbleibt. Umso größer sei die Freude gewesen, als die Anmeldungen eintrudelten. Acht Kinder sind noch bis diesen Freitagmittag im Näheinsatz, mehr Teilnehmer wären vom Betreuungsaufwand her auch nicht möglich gewesen. Immer von 8.30 bis 14 Uhr sind die Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren im Familienraum, am Anfang wird gemeinsam gefrühstückt, zum Ende gibt es ein Mittagessen. In der Zeit dazwischen laufen die Nähmaschinen heiß. „Die Hälfte der Teilnehmer hat auch vorher schon einmal einen Nähkurs besucht“, erklärt Designerin und Kursleiterin Sabine Sprotte aus Schaphusen, dass eine gewisse Vorerfahrung bei einigen gegeben war. Die Mädchen und Jungen konnten zwischen vier Projekten wählen: einem Rock, einem Kissenbezug, einer Tasche oder eben einem Brotkorb.

„Wahrscheinlich schaffen alle zwei“, sagt Sprotte. Wählten die Kinder für den ersten Teil der Woche eine der ersten drei Optionen, haben sich am Donnerstag alle dafür entschieden, ihren eigenen Brotkorb zu gestalten. Dabei hilft nicht nur Sprotte, sondern auch gegenseitig wird sich immer wieder unterstützt, wie die Kursleiterin, die selbst seit 35 Jahren näht, zufrieden erzählt. Neben den Fähigkeiten an der Nähmaschine sind auch Fertigkeiten im Bügeln gefragt. Denn bis zur Fertigstellung des Brotkorbes heißt es immer im Wechsel Nähen und Bügeln.

Und die jungen Teilnehmer sind mit viel Elan bei der Sache. „Die Kinder sagen, sie wollen zuhause unbedingt weitermachen“, freut sich Sprotte, dass sie Begeisterung wecken kann. „Es macht Spaß, weil man Sachen macht, die man auch benutzen kann“, erzählt Lucie, mit sieben Jahren die Jüngste. Drei der Teilnehmerinnen kommen extra für die Aktion täglich aus Varrel nach Bassen. Aufmerksam geworden waren sie auf das Angebot über Facebook. „Es ist wichtig, dass wir für die Kinder hier im Familienraum etwas anbieten“, betont de Boer. Daraus sei auch die Idee entstanden, sich erstmals am Ferienspaßprogramm der Gemeinde Oyten zu beteiligen.

Nach dem erfolgreichen Verlauf der Premiere gibt es derweil schon Überlegungen von de Boer und Sprotte, in den Herbstferien einen weiteren einwöchigen Nähworkshop anzubieten. Aber zunächst einmal wird an diesem Freitag noch weiter fleißig an den Brotkörben gearbeitet. Bis zum fertigen Stück wird weiter fleißig genäht und gebügelt. Und danach muss das Werk auch alles andere als verstauben. Schon am Wochenende wird es bestimmt auf dem ein oder anderen Frühstückstisch zu Hause zum Einsatz kommen, bestückt mit frischen Sonntagsbrötchen.

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