Neuer Bahnhaltepunkt Sagehorn

Vorarbeiten für Bau der Park&Ride-Anlage

Die Kampfmittelsondierung und Räumung im Bereich der geplanten Park&Ride-Anlage am künftigen Bahnhaltepunkt am Schwarzen Weg in Sagehorn ist abgeschlossen. Somit können die eigentlichen Arbeiten bald beginnen.
10.09.2020, 16:03
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Vorarbeiten für Bau der Park&Ride-Anlage
Von Marius Merle
Vorarbeiten für Bau der Park&Ride-Anlage

Bald können die Hauptarbeiten für die Park&Ride-Anlage am Schwarzen Weg beginnen. Bis Ende des Jahres soll sie fertiggestellt sein.

Björn Hake

Für die Errichtung der Park&Ride-Anlage am künftigen Bahnhaltepunkt in Sagehorn nördlich der Gleise laufen die bauvorbereitenden Arbeiten seit einigen Wochen. Dabei geht es um die Kampfmittelsondierung und Räumung sowie die Errichtung der Baustelleneinrichtungsfläche. Bezüglich der Kampfmittelsondierung ergaben sich zahlreiche Verdachtsmomente, wie Birgit Klee von der Gemeindeverwaltung am Mittwochabend im Ausschuss für Umwelt & Gemeindeentwicklung berichtete. "Teilweise bis zu 1,80 Meter tief" sei gegraben worden, um diesen Verdachtsmomenten nachzugehen. Insgesamt habe es 36 solcher Fälle gegeben, die untersucht, freigelegt, identifiziert und geborgen wurden. In vier Fälle handelte es sich dabei um Kampfmittel wie etwa eine Stabbrandbombe, die an den zuständigen Feuerwerker des Kampfmittelräumdienstes vor Ort zur weiteren Vernichtung übergeben wurden. Im Aushubmaterial befanden sich zudem laut Gemeinde Gleisschotter, Stahlträger, bewehrter Beton, Rotsteinmauerwerk und diverser Bauschutt.

Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Arbeiten an der Parkplatzanlage am Schwarzen Weg in der 51. Kalenderwoche, also Ende dieses Jahres, abgeschlossen sein, erläuterte Klee und gab auch einen Kostenüberblick. Rund 3,1 Millionen Euro wird die Errichtung dieser Anlage kosten, etwa mit der Hälfte dieser Kosten wird für jene südlich der Gleise an der Sagehorner Dorfstraße gerechnet. Hinzu kommen Ausgaben etwa für Gutachten und Honorare von etwas mehr als 450 000 Euro. Das Gesamtpaket wird die Gemeinde also etwa fünf Millionen Euro kosten, wobei es auch erhebliche Zuschüsse geben wird. Über dieses Thema und auch die Detailplanung für die Anlage an der Südseite will die Verwaltung Anfang Oktober genauer informieren. Klar ist aber: „Wir können auf die Südseite erst dann, wenn die Deutsche Bahn dort fertig ist“, erklärte Axel Junge von der Verwaltung. Wie berichtet, verzögern sich die Arbeiten der Bahn, die neuen Bahnsteige zu errichten. Statt Ende dieses Jahres, ist die Inbetriebnahme erst für Spätsommer 2021 vorgesehen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+