Bahnhof Sagehorn ICE Bremen-Hamburg: Zugführer rettet Mann mit Vollbremsung das Leben

Weil er seinen Zug noch schnell erwischen wollte, ist ein Mann am Bahnhof Sagehorn einfach über die Gleise gesprungen. Die Aktion kostete ihm fast das Leben, weil er einen einfahrenden ICE übersehen hatte.
28.06.2022, 13:22
Lesedauer: 1 Min
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Von sha

Die verbotene Abkürzung hat einem 32-jährigen Mann fast das Leben gekostet: Im Bahnhof Sagehorn ist er nach Angaben der Polizei am Montagabend einfach über die Gleise geklettert, um zum nächsten Bahnsteig zu gelangen. Der einfahrende ICE von Bremen nach Hamburg hätte den Mann beinahe erwischt, der Zugführer konnte jedoch rechtzeitig eine Vollbremsung einleiten, bevor sich der 32-Jährige von den Gleisen auf den Bahnsteig 1 retten konnte. Erst mehrere Hundert Meter weiter kam der ICE voll zum Stehen.

Kurzzeitig musste die zweigleisige Strecke gesperrt werden. Anschließend konnte ein sichtlich aufgeregter Zugführer die Fahrt Richtung Hamburg fortsetzen. Verletzt wurde niemand. "Weil diese Szenarien oft mit schlimmsten Unglücken verbunden sind, werden Lokführer wegen Personen auf den Gleisen häufig erneut traumatisiert und müssen abgelöst werden", erklärt die Polizei.

Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Bremen soll der 32-Jährige "zur Abkürzung" vom Bahnsteig 2 zum Bahnsteig 1 über die Gleise gelaufen sein, um einen Regionalzug zu erreichen. "Dass der ICE von Bremen nach Hamburg mit umgerechnet 40 Metern pro Sekunde nahte, bemerkte er offensichtlich zu spät", teilte die Polizei mit. "Bei dieser Geschwindigkeit beträgt die Reaktionszeit beim Erkennen eines Zuges zum Verlassen der Gleise weniger als drei Sekunden." Dem 32-Jährigen aus Bremen erwartet eine Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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