Grundschule Bassen

Schnell eingelebt

Volker Penczek leitet seit August die Grundschule Bassen. Diese sieht er auf einem guten Weg und bescheinigt der Einrichtung nach den ersten Wochen ein "positives Klima".
30.08.2018, 19:11
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Schnell eingelebt
Von Marius Merle
Schnell eingelebt

Nach 26 Jahren an einer Förderschule nun Leiter einer Grundschule: Volker Penczek aus Langwedel.

Karsten Klama

Oyten-Bassen. Erst rund vier Wochen ist Volker Penczek als neuer Leiter der Grundschule Bassen im Amt, doch die ersten Eindrücke haben schon ausgereicht, sich ein Urteil erlauben zu können. "Es war die richtige Entscheidung, mich hier zu bewerben", betonte er am Donnerstagnachmittag, als er im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Aula offiziell in sein Amt eingeführt wurde. Dabei wollte er aber auch nicht unerwähnt lassen, dass ihm die Entscheidung, seine alte Arbeitsstelle zu verlassen, alles andere als einfach gefallen sei. Kein Wunder: Schließlich war er mehr als 25 Jahre an der Schule am Walde in Bad Fallingbostel tätig gewesen.

Nur wenige Monate nach dem zweiten Staatsexamen hatte es Penczek 1992 als Lehrer an die Förderschule gezogen. Nach zehn Jahren begann er dort auch mit der Mitarbeit in der Schulleitung, bevor er 2008 für sieben Monate kommissarischer Leiter und im Anschluss stellvertretender Schulleiter der Einrichtung wurde. Auch kurz vor seinem Wechsel nach Bassen leitete der 54-Jährige die Förderschule noch einmal für wenige Monate kommissarisch. Doch letztlich sei in ihm der Entschluss gereift, sich noch einmal eine neue Herausforderung zu suchen. "Ein Abschied fällt leichter, wenn man sich an der neuen Arbeitsstelle wohlfühlt", sagte er und bedankte sich bei allen Mitarbeitern der Grundschule für die angenehme und konstruktive erste Zeit.

"Eine Schule funktioniert nur, wenn alle Rädchen ineinandergreifen", erzählte Penczek und zählte als Rädchen etwa die Pädagogen, die Reinigungskräfte oder den Hausmeister auf. Derzeit lerne er jeden Tag noch dazu. "Aber ich glaube, ich bin schon ganz gut drin in der Materie", sagte der neue Schulleiter, dessen Jobwechsel in dieser Form bis vor geraumer Zeit gar nicht möglich gewesen wäre. Denn Förderschullehrern war es lange gar nicht möglich, eine Grundschule zu leiten. Mit diesem Schritt ist Penczek im Landkreis Verden Vorreiter.

Aufgewachsen in Verden, lebt der 54-Jährige inzwischen in Langwedel, wo er ehrenamtlich engagiert ist. Seit 2007 ist Penczek Abteilungsleiter der Freilichtbühne Daverden und zudem seit 2006 aktiv in der Langwedeler Kommunalpolitik. Für die SPD-Fraktion sitzt er als Vorsitzender seit 2014 im Gemeinderat.

Zur Amtseinführung ergriffen neben dem neuen Leiter in der Grundschule auch Mitglieder des Schulfördervereins, des Kollegiums, der Landesschulbehörde sowie der Gemeinde Oyten als Schulträger das Wort und überreichten kleine Präsente. Natürlich durften auch die Schüler bei der Veranstaltung nicht fehlen. Einige von ihnen sangen dem neuen Schulleiter ein Ständchen und bestärkten Penczek so nur noch einmal mehr in dem Gefühl, "ein positives Schulklima" vorgefunden zu haben.

Bassen habe er im Übrigen vor seiner Anstellung nur mit "sportlich fairen Kämpfen" auf dem Fußballfeld als früherer Fußballer des SV Hoenisch sowie mit dem großen Erntefest in Verbindung bringen können. Inzwischen hat er auch die Schule direkt neben dem Sportplatz kennengelernt und ist zum ersten Ergebnis gekommen: "Die Grundschule sehe ich auf einem guten Weg." Diesen Weg wolle er nun weiter mit beschreiten, schließlich steht einiges in der Zukunft an, etwa der Weg zur Ganztagsschule. Es gelte, "große Dinge anzupacken und ein aktives und facettenreiches Schulleben zu gestalten".

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