2020 in Oyten Startschüsse für Großprojekte

Neue Ortsmitte, Verlegung des Bahnhaltepunktes in Sagehorn oder Wohnbebauung im Gebiet Rosengarten: In der Gemeinde Oyten soll 2020 vielerorts mit den lang erwarteten Arbeiten begonnen werden.
27.12.2019, 22:44
Lesedauer: 2 Min
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Startschüsse für Großprojekte
Von Marius Merle

Seit vielen Jahren schon wird in Oyten hinter den Kulissen und auch öffentlich über große Vorhaben wie die Umgestaltung der neuen Ortsmitte, ein Konzept für den Oyter See oder den künftigen Bahnhaltepunkt in Sagehorn und dessen Umfeld diskutiert. Die Umsetzungen verzögerte sich jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Aber: 2020 soll es mit den Arbeiten endlich losgehen. Auch ein Grund, warum das Investitionsvolumen der Gemeinde im nächsten Jahr mehr als zehn Millionen Euro betragen wird.

Dabei wird für die eigentliche Verlegung des Bahnhaltepunktes vom derzeitigen Standort rund 800 Meter weiter westlich der Gleise gar kein eigenes Geld in die Hand genommen. Denn für diese Verlegung und die barrierefreie Gestaltung zahlt die Deutsche Bahn. Im Laufe der kommenden Monate wird mit den Arbeiten begonnen. Aufgabe der Gemeinde Oyten ist es, die notwendigen neuen Verknüpfungsanlagen (Stellplätze für Autos und Fahrräder und Erschließung für den ÖPNV) herzustellen. Wie berichtet, sind zwei Park&Ride-Anlagen und die Bushaltestellen nördlich sowie eine Bike&Ride-Anlage mit Vorplatz südlich der Gleise geplant. Der dafür notwendige Bebauungsplan befindet sich in der Vorbereitung. "Baubeginn ist wohl im Spätsommer", heißt es von der Verwaltung.

Öffentliche Auslegung

Im Sommer hofft man im Rathaus auch, mit den Bautätigkeiten in der Ortsmitte starten zu können. Noch ist dieser Angabe jedoch ein „eventuell“ angefügt. Denn momentan läuft das Verfahren zur notwendigen Aufstellung eines Bebauungsplanes und der Änderung des Flächennutzungsplans noch und bei der zu erfolgenden öffentlichen Auslegung der Pläne kann durch Stellungnahmen noch auf das Verfahren eingewirkt werden. Dadurch sind Verzögerungen im Ablauf möglich. Wenn alles gut läuft und die Bauleitplanung wie vorgesehen im März abgeschlossen werden kann, soll dann auch direkt mit dem Neubau der Kreuzung Hauptstraße/Stader Straße begonnen werden.

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Für Ausgaben rund um das Naherholungsangebot standen im Haushalt zuletzt jährlich 50.000 Euro zur Verfügung – 2020 sind mehr als das Doppelte veranschlagt. Denn das Gebiet Oyter See soll weiterentwickelt werden, um die Attraktivität zu steigern. Um die Bürger mit einzubeziehen, fand vor einigen Wochen eine Zukunftswerkstatt statt, deren Ergebnisse nun ausgewertet und im kommenden Jahr auch teilweise schon umgesetzt werden sollen. Zur Naherholung zählt in Oyten auch der Wiesenpark. Laut Verwaltung beginnen bald die Planungen für eine Wegeverbindung vom Rathaus zur Straße Holzdamm. Vor der Umsetzung seien jedoch noch Kaufverhandlungen mit den Grundstückseigentümern zu führen.

Anfragen liegen vor

Um den Verkauf von Flächen geht es für die Gemeinde Oyten derweil im Baugebiet Rosengarten. Eigentlich sollten dort längst die Baufahrzeuge angerückt sein, doch Politik und Verwaltung entschieden sich für eine Änderung des bereits verabschiedeten Bebauungsplanes, um dort nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Mehrparteienhäuser mit Mietwohnungen entstehen zu lassen. Die Erschließung des Baugebietes ist laut Verwaltung nun aber soweit, „dass schnellstens die ersten Baugrundstücke verkauft werden können“. Anfragen dafür gibt es im Rathaus bereits zuhauf. „Die Politik beschließt bald die Vergaberichtlinien“, kündigte Axel Junge kürzlich an. Danach soll schnell die Vermarktung beginnen, damit es 2020 auch im Rosengarten losgehen kann.

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