Tischtennis

Peter Igel wechselt den Verein

Die langjährige Nummer eins des TV Oyten schließt sich zur neuen Saison dem Oberligisten TV Hude an. Der TVO zieht sich indes aus der Landesliga zurück.
04.05.2020, 21:30
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Florian Kastens
Peter Igel wechselt den Verein

Spitzenspieler Peter Igel verlässt schweren Herzens den TV Oyten. Er spielt künftig für den TV Hude in der Oberliga.

Björn Hake

Einen weiteren herben Verlust muss die Tischtennisabteilung des TV Oyten hinnehmen: Nachdem vor einigen Wochen bereits Talent Vincent Vogel seinen Wechsel zum TSV Lunestedt bekannt gegeben hatte, zieht es nun auch Spitzenspieler Peter Igel weg aus Oyten. Die langjährige Nummer eins schlägt in der neuen Saison – falls sie denn in Corona-Zeiten überhaupt zustande kommt – für den Oberligisten vom TV Hude auf.

„Die Entscheidung ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, aber das ausschlaggebende Kriterium ist in diesem Fall die Spielklasse. Hude hatte schon in den letzten Jahren immer wieder angefragt“, erklärt Peter Igel, der sich mit dem freiwilligen Rückzug seines TV Oyten in die Bezirksoberliga nicht abfinden wollte: „Ich habe in den letzten Wochen noch versucht, Brücken zu bauen, um ein Szenario Landesliga herbeizuführen. Das ist leider nicht gelungen, da es einfach an festen Zusagen mangelte. Die derzeitige Situation, in der es durch Corona einfach auch zu keinerlei persönlichen Gesprächen kommen kann, macht es nicht leichter. Es wäre ohnehin schon schwierig geworden, Neuzugänge zu finden. So erscheint es mir schlicht unmöglich.“

Letztendlich führte beim TV Oyten ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zum freiwilligen Abstieg in die Bezirksoberliga. So erklärten einige Spieler aus der derzeitigen Mannschaft, dass sie zukünftig nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung stehen. Hinzu kamen die eindeutige Absage eines Teammitglieds an die Landesliga sowie der bereits erwähnte Weggang von Vincent Vogel. „Für mich wäre auch die Bezirksoberliga okay gewesen, wenn ich wie in den letzten Jahren nur sporadisch gespielt hätte. Da ich aber aus heutiger Sicht mal wieder eine Saison komplett spielen kann und mein Ehrgeiz noch zu groß ist, reizt mich die Oberliga einfach zu sehr. Man wird zwar nicht jünger, aber ich denke schon, dass es für das mittlere Paarkreuz noch reichen sollte“, schätzt Igel ein, der dabei betont, auch zukünftig Mitglied im TV Oyten zu bleiben: „Solange sich mein Lebensmittelpunkt nicht ändert, wird das auch so bleiben. Ich gehe bisher davon aus, dass ich einmal in der Woche weiterhin in Oyten trainiere. Dazu darf man aber ja eh erst mal gespannt sein, wann und wie es mit dem Tischtennis insgesamt weiter geht.“

Von Vereinsseite wurde Peter Igel zum Abschied mit warmen Worten bedacht: „Peter war sechs Jahre unser unangefochtener Spitzenspieler und ist ohne Frage immer noch eine Ikone im Tischtennissport. Wir haben natürlich Verständnis für seinen Wunsch, es noch einmal in der Oberliga zu probieren und wünschen ihm hierbei alles Gute“, kommentierte Oytens Pressesprecher Björn Drinkmann den Abgang. Er hob dabei hervor, dass der Blick nun nach vorne gerichtet werde: „Ohne Vincent und nun auch ohne Peter ist die Bezirksoberliga für uns definitiv sinnvoller. Ich bin dennoch positiv gestimmt, dass nach den bereits feststehenden Wechseln von Kai Emigholz und Nico Schwarz noch der eine oder andere Zugang folgen wird.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+