3. Liga Handball TV Oyten geht als Letzter in die Pause

Die Frauen vom TV Oyten haben nicht nur beim Frankfurter HC verloren. Zudem halten sie in der Nordstaffel nun die Rote Laterne in der Hand. Im Abstiegskampf hat das Team aber noch alle Möglichkeiten.
15.12.2019, 16:12
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Von Jürgen Prütt

Frankfurt/Oder. Für die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten hat es im letzten Spiel des Jahres nicht für eine Überraschung gereicht. Nach einer deutlichen 20:34 (9:17)-Niederlage beim Frankfurter HC verbringen die „Vampires“ den Jahreswechsel nun auf dem letzten Tabellenplatz der Nordstaffel. Diesen hatte bisher der Hannoversche SC inne. Durch ein 28:20 über den VfL Oldenburg II hat der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt an diesem Spieltag die Rote Laterne an den TVO weitergereicht.

Zu Beginn hatte es noch so ausgesehen, als sollten die Oytenerinnen dem großen Favoriten Paroli bieten können. 5:2 stand des für die Gäste in der 7. Spielminute nach einem Treffer von Lisa Bormann-Rajes. Auch beim 7:6 (12.) durch Jana Kokot war die Welt für die Spielerinnen aus dem Landkreis Verden noch in Ordnung. In der Folge habe man dann einige Male zu überhastet abgeschlossen. „Frankfurt hat unsere Fehler knallhart bestraft“, analysierte Lars Müller-Dormann, nachdem seine Mannschaft mit 7:12 in Rückstand geraten war. Der Coach war mit nach Brandenburg gefahren, da das Spiel der Oytener Männer aufgrund eines Mangels an Schiedsrichtern abgesagt worden war. Der FHC sei noch mal eine größere Hausnummer gewesen, als der TV Hannover-Badenstedt. „Die haben das in der zweiten Halbzeit clever und routiniert zu Ende gespielt.“

Nachdem die Seiten bei einer Acht-Tore-Führung für die Gastgeberinnen gewechselt worden waren, änderte sich in Durchgang zwei nichts mehr an den Kräfteverhältnissen. Über 25:16 (46.) steuerte der Frankfurter HC einem sicherem Erfolg entgegen. In der Schlussphase betrieben Anna-Lena Meyer und Lisa Goldschmidt aus Sicht des TVO noch ein wenig Ergebniskosmethik. In Frankfurt müsse man nicht gewinnen, betonte Lars Müller-Dormann. „Der Gegner ist eine andere Kragenweite. Das war ein Trainingsspiel auf hohem Niveau.“ Er habe aber auch Positives mitgenommen. Mit kleinen Schritten gehe es voran. Man werde jetzt die Pause über den Jahreswechsel nutzen. Lars Müller-Dormann: „In der Rückrunde muss aus den vielen kleinen Schritten ein Großer werden.“ Die zweite Halbserie beginnt für den TV Oyten am Sonntag, 26. Januar, mit einem Heimspiel gegen den SV Henstedt-Ulzburg.

Soll der Abstieg verhindert werden, muss der TVO zumindest die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen und den Hannoverschen SC in der Tabelle hinter sich lassen. Ein durchaus machbares Vorhaben – ein Punkt Rückstand ist es auf OKT, zwei auf Hannover.

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