Breite politische Mehrheit

Unterstützung für Solarpark

Die Firma Belectric möchte im Nordosten Oytens ein Solarkraftwerk errichten. Bis auf eine Ausnahme befürworten alle politischen Fraktionen das Vorhaben, wie die Abstimmung im Fachausschuss nun gezeigt hat.
16.01.2020, 16:17
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Unterstützung für Solarpark
Von Marius Merle
Unterstützung für Solarpark

In Achim entstand 2017 ein Solarpark, in Oyten könnten ein solcher in diesem Jahr auch nocht entstehen.

FOCKE STRANGMANN

Die große Diskussion über die geplante Herstellung eines Solarkraftwerkes im Nordosten der Gemeinde Oyten blieb bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt & Gemeindeentwicklung am Mittwochabend aus. Anfang Dezember 2019 war das Thema von der Politik noch einmal wegen Beratungsbedarf in die Fraktionen verwiesen worden. Die Ergebnisse dieser internen Diskussionen fielen sehr ähnlich aus, weshalb sich fast alle Mitglieder des Ausschusses dafür aussprachen, die Pläne des Investors zu unterstützen. Lediglich Jens Marten stimmte für die AfD-Fraktion dagegen.

Wie berichtet, möchte die Firma Belectric gegenüber der Kläranlage auf der anderen Seite der Bahngleise einen Solarpark errichten. Nach aktuellem Planungsstand sollen laut Axel Junge von der Oytener Gemeindeverwaltung auf einer Fläche von etwas mehr als sieben Hektar die Panels aufgebaut werden. „Grundsätzlich ist das ein gutes Projekt“, merkte Ralf Großklaus (SPD) an. Auch die CDU-Fraktion sehe dafür die „Notwendigkeit“, wie es Reinhard Lueßen formulierte. Als „sehr sinnvolle Maßnahme“ bezeichnete Reena Saschowa (Grüne) das Vorhaben. Und Andreas Dotzauer (FDP) befand: „Mit dieser Anlage leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung.“ Grundsätzlich befürworte auch die AfD-Fraktion das Anlegen von Solaranlagen, erklärte Marten. Doch Fotovoltaik sollte eher auf Dächern und nicht auf der anvisierten Fläche auf dem Boden entstehen, weshalb er das Vorhaben von Belectric negativ beurteilte.

Mit dem positiven Beschluss kann die Verwaltung nun die Einleitung der notwendigen Bauleitplanung vorbereiten. Um die planungsrechtliche Grundlage zu schaffen, müssen in jedem Fall der Flächennutzungsplan angepasst und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Alle Kosten trägt der Investor als Vorhabenträger. Läuft für das Unternehmen alles wie geplant, soll das Solarkraftwerk noch in diesem Jahr fertiggestellt sein.

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