Oyter See

Zehn Meter Sandstrand mehr

Der politische Arbeitskreis „Naherholung“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Oyter See und Wiesenpark attraktiver zu gestalten. Als nächster Schritt wurde nun der Sandstrand am See erweitert.
13.12.2018, 16:59
Lesedauer: 2 Min
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Zehn Meter Sandstrand mehr
Von Marius Merle
Zehn Meter Sandstrand mehr

Unter den Blicken von Manfred Cordes und den Mitgliedern des Arbeitskreises "Naherholung" wird der frische Sand abgeladen.

Björn Hake

Der Strand am Oyter See wächst: Am Donnerstag wurden 100 Kubikmeter neuer Sand abgeladen, was dafür sorgt, dass sich der Strand am Ufer zukünftig auf zehn zusätzliche Meter erstreckt. Zugegeben, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt am anstehenden Wochenende, wird das verbesserte Angebot wohl nicht allzu bald genutzt werden. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt. Und früher im Jahr konnte die Erweiterung aus naturschutzrechtlichen Gründen schlichtweg nicht in Angriff genommen werden.

Nur ein weiterer Schritt

Die Stranderweiterung ist ein zusätzlicher Schritt in dem Bestreben der Gemeinde, den Aufenthalt am Oyter See attraktiver zu gestalten. Im Sommer erhielt der Strandbereich schon eine Generalüberholung, in dem er gereinigt und mit weiterem Sand aufgefüllt wurde. Anschließend wurden auch neue Bänke und Tische im dortigen Bereich aufgestellt. „Hier ist eine Menge passiert“, befindet Ralf Großklaus. Der SPD-Ratsherr ist eines der Mitglieder des Arbeitskreises „Naherholung“, der es sich zum Auftrag gemacht hat, durch neue Angebote Besuche am Oyter See oder des Wiesenparks erstrebenswerter zu machen. Neben Großklaus gehören auch noch Vertreter aller anderen Fraktionen im Oytener Gemeinderat zu dem Arbeitskreis.

Seit 2016 arbeiten die Mitglieder in Zusammenarbeit mit der Verwaltung an dem Konzept. „Über die Parteigrenzen hinweg ist das eine gute Lösung“, befindet Bürgermeister Manfred Cordes. Im Januar soll das weitere Vorgehen beraten werden. „Dabei wollen wir auch besprechen, wie wir die Bürger mit einbinden können“, kündigt Axel Junge von der Verwaltung an. Schließlich gelte es, deren Wünsche bei zukünftigen Vorhaben zu berücksichtigen – wenn es denn geht.

Noch kein neuer Imbiss-Betreiber

Neben dem begrenzten finanziellen Spielraum hat die Gemeinde auf einige Entwicklungen auch schlichtweg keinen Einfluss. So ist es derzeit noch nicht sicher, ob und wann der Kiosk am Oyter See 2019 geöffnet haben wird. Denn der bisherige Betreiber hat das Mietverhältnis nach zwei Jahren gekündigt und ein Nachfolger ist noch nicht gefunden. Ohnehin ist das Naherholungsgebiet Oyter See für die Gemeinde Oyten kein Bereich, in dem diese schalten und walten kann, wie sie möchte. Denn neben dem Privatbesitz des Campingplatzbetreibers gehört ein Großteil der Fläche auch dem Landkreis Verden.

„Wir fühlen uns aber schon zuständig“, erklärt Cordes, dass man sich der Verantwortung bewusst ist. So gilt es auch immer wieder Kompromisse in Finanzierungsfragen zu finden. Für die Sanierung der Fußgängerbrücke über den Verbindungsgraben im Jahr 2017 gab es eine Einigung mit dem Landkreis, die Kosten für den nun frisch aufgeschütteten Sand in Höhe von 3000 Euro teilt sich die Gemeinde mit dem Campingplatzbetreiber.

Verbesserungspotenzial erkannt

„Mit einem Strand und Sitzbänken alleine ist es natürlich noch nicht getan“, erklärt Arbeitskreis-Mitglied Hubert Dapper (Grüne), dass noch weitere Projekte folgen sollen, um den Oyter See als Ausflugsziel attraktiver zu machen. Gleiches gilt für den Wiesenpark, das zweite Gebiet, das im Fokus des Arbeitskreises steht. Wie viel Verbesserungspotenzial es dort gibt, zeigte ein öffentlicher Vor-Ort-Termin in diesem Jahr, bei dem Ideen gesammelt wurden.

Ambitionierte Ziele hat der Arbeitskreis in jedem Fall. Der Wunsch ist es, eines Tages einen grünen Verbindungsweg durch Oyten zu schaffen, der am Oyter See beginnt, über das dann fertig entwickelte neue Ortszentrum hin zum Wiesenpark und von dort bis in die Wümmewiesen führt. Das ist natürlich noch ferne Zukunftsmusik, Schritt für Schritt soll das Naherholungsangebot in Oyten verbessert werden. Und dafür steht im kommenden Jahr immerhin schon einmal ein bisschen mehr Geld zur Verfügung. Die Politik hat entschieden, diesen Haushaltsposten von bis 50 000 Euro auf 60 000 Euro anzuheben.

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