Fußball-Bezirksliga

Die Krise in Hülsen verschärft sich

Viertes Spiel in Folge ohne Sieg. Der SV Vorwärts Hülsen verliert mit 1:3 in Riede und verteilt dabei fleißig Geschenke.
31.03.2019, 19:26
Lesedauer: 1 Min
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Von Niklas Johannson

Riede. Die Fußballer des MTV Riede haben in der Bezirksliga Lüneburg 3 durch einen 3:1 (2:1)-Heimsieg gegen den SV Vorwärts Hülsen einen gewaltigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. „Dieser Erfolg ist sehr wichtig, aber gerettet sind wir noch lange nicht“, warnt Trainer Thorsten Eppler, der einen Traumstart seiner Mannschaft zu sehen bekam. Bereits nach einer Minute gingen die Gastgeber in Führung. Vorausgegangen war ein katastrophaler Rückpass der Gäste zum eigenen Schlussmann Björn Schnabel, der das Leder mit dem falschen Fuß nicht vernünftig klärte, sodass Marvin Just nur noch einköpfen musste. „Danach hätte ich direkt Feierabend machen können“, war SV-Trainer Marc Jamieson bedient und ergänzte: „Wir waren überhaupt nicht da. Schon beim Aufwärmen haben wir gemerkt, dass die Mannschaft nicht ganz wach ist.“

Die Gäste zeigten jedoch eine gute Reaktion und glichen nach einem verwandelten Foulelfmeter von David Röhnert aus (12.). „Klarer Strafstoß, da sind wir völlig unnötig in den Zweikampf gegangen“, haderte Eppler. In einer sehr emotionalen und hektischen Partie hatte Schiedsrichter Simon Schleupner (Bremerhaven) alle Hände voll zu tun und verwies Hülsens Ahmed Leilo mit Gelb-Rot des Feldes (39.). „Eine absolute Dummheit, die so nicht passieren darf“, kritisierte Jamieson. Hülsen wirkte nun schockiert und kassierte mit dem Pausenpfiff den erneuten Rückstand. Torben Schumacher zog von der Strafraumgrenze ab und erzielte mit einem platzierten Flachschuss das 2:1.

„Die Phase vor der Halbzeit und die frühe Verletzung von Gianluca Müller haben uns aus dem Konzept gebracht“, analysierte Jamieson. Im zweiten Durchgang kontrollierten die Gastgeber die Partie und ließen defensiv nichts mehr zu. „Nach einer spielerisch katastrophalen ersten Halbzeit von beiden Teams, haben wir uns nach dem Seitenwechsel etwas mehr auf Fußball konzentriert und verdient gewonnen“, bilanzierte Eppler, dessen Team in der 60. Minute Glück hatte, dass Schleupner nach einer Notbremse nur den Gelben Karton zog. Den Schlusspunkt setzte Just dank einer starken Einzelaktion zehn Minute vor dem Ende – 3:1. „Wir haben den Gegner wieder schön eingeladen“, ärgerte sich Jamieson.

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