Handball

Theresa Beet möchte beim TV Oyten die nächste Stufe erklimmen

Wenn die Spielzeit 2021/2022 startet, geht Theresa Beet beim TV Oyten in ihre fünfte Saison. Das Nachwuchstalent stand bereits im Kader der Drittliga-Frauen und möchte nun den nächsten Schritt gehen.
27.04.2021, 18:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Jürgen Prütt
Theresa Beet möchte beim TV Oyten die nächste Stufe erklimmen

Theresa Beet geht beim TV Oyten demnächst in ihre fünfte Saison. Die junge Handballerin hofft nun auf den nächsten Schritt.

Privat

Über vier Handball-Youngster haben wir in unserer Serie „Junge Wilde“ bisher berichtet. Den Auftakt machte Robin Hencken vom TV Oyten, es folgten Malte Meyer (SG Achim/Baden), Jannik Rosilius (HSG Verden-Aller) und Jonah Klimach (TSV Daverden). Aber natürlich gibt es auch Mädchen, die in jungen Jahren im Frauenbereich auf sich aufmerksam gemacht haben. Theresa Beet zum Beispiel. Seit vier Jahren steht die 18-jährige Schülerin aus Riede beim TV Oyten im Tor. In ihrem ersten A-Jugendjahr hat es der Youngster, der einen deutschen sowie britischen Pass besitzt, bei den „Vampires“ bereits in den Kader der Drittliga-Frauen geschafft.

Für Theresa Beet hätte die Saison 2020/21 eine eng durchgetaktete werden sollen. In ihrem finalen Jugendjahr wollte sich das Torhüter-Talent mit der weiblichen A-Jugend des TV Oyten für die Oberliga qualifizieren und zudem mit Romina Kahler und Fenja Hassing den Kampf um einen Platz im Kader der Drittliga-Frauen aufnehmen. Doch dann kam Corona.

Statt drei bis vier Trainingseinheiten in der Woche und zwei Spielen an den Wochenenden war Zwangspause angesagt. „Das war schon mega schade. Das Virus hat mir mein letztes Jugendjahr und noch einmal eine tolle Zeit mit der coolen Truppe in Oyten genommen“, hofft Theresa Beet, dass es bald wieder in die Halle geht.

Vom Süd- in den Nordkreis

Bei den „Vampires“ geht Theresa Beet demnächst in ihre fünfte Saison. Über die Stationen MTV Riede und TSV Intschede ging es für die Schülerin an der IGS Weyhe im zweiten C-Jugendjahr vom Süd- in den Nordkreis. Zunächst stand sie noch ein Jahr mit einem Zweitspielrecht für den TSV Intschede und TV Oyten zwischen den Pfosten. Nach einem Schulaustausch in Irland folgte in der B-Jugend der komplette Wechsel nach Oyten. „Intschede hatte seinerzeit mit mir drei Torhüterinnen und Oyten keine“, war es für Theresa Beet ein logischer Schritt.

Mit den Nachwuchsteams des TVO feierte Theresa Beet fortan einige Erfolge. „Mit der C-Jugend haben wir in eigener Halle um die Niedersachsenmeisterschaft gespielt und in der A- und B-Jugend sind wir Verbandsligameister geworden“, zählt Theresa Beet auf. In der Spielzeit 2020/21 hätte sie unter Trainer Sebastian Kohls mit der ein Jahr jüngeren Lilian Fischer in der A-Jugend ein starkes Torhütergespann gebildet.

Theresa Beet ist ein positiv denkender Mensch, ein aufgeschlossener Typ mit ansteckend guter Laune. Lange zurückblicken und sich ärgern ist nicht ihr Ding. Das verpasste finale Jugendjahr ist Geschichte. Nun gilt die volle Konzentration den Frauen. Komplettes Neuland betritt Theresa Beet dabei keines. Dreimal stand sie vor der Zwangspause bei den Frauen des TVO im Kader. In der Reserve bildete Theresa Beet beim 34:26-Auswärtssieg in der Oberliga bei der HSG Bützfleth/Drochtersen mit der erfahrenen Cora Schumacher das Torhütergespann, zum Aufgebot der Drittliga-Mannschaft gehörte sie in den Partien gegen den SC Alstertal-Langehorn (24:23) und bei Pfeffersport Berlin (19:29).

Für welche Mannschaft Theresa Beet in der kommenden Spielzeit vorrangig auflaufen wird, soll sich etwa vier Wochen vor Saisonbeginn entscheiden. Dann wollen die Trainer Marc Winter und Lars Müller-Dormann festlegen, wer an der Seite der gesetzten Romina Kahler einen festen Platz im Drittliga-Kader bekommt. „Natürlich werde ich um meine Chance kämpfen. Wenn es dann zunächst nur für einen Platz im Oberliga-Team reicht, ist es aber kein Beinbruch“, freut sich Theresa Beet auf den Konkurrenzkampf.

Sie würde sich mit allen Torhüterinnen gut verstehen, versichert der Youngster. Von Romina Kahler, Fenja Hassing, Cora Schumacher und Birte Hemmerich habe sie schon viele gute Tipps erhalten. Ein großes Plus, sagt Theresa Beet, sei auch das Spezialtraining mit Sören Boettcher, der sich bei den „Vampires“ um die Keeper kümmert.

Ihre sportliche Laufbahn hatte Theresa Beet in Riede beim Fußball begonnen. In den Minis folgte der Wechsel zum Handball. Dort spielte sie zunächst im Tor und im Feld. „In Riede wollten die Trainer mich immer ins Tor stellen, eine Zeit lang hatte ich da aber gar keine Lust mehr drauf.“ Zur Kreisauswahl, blickt Theresa Beet zurück, sei sie dann noch als Feldspielerin gekommen, dort aber schnell wieder im Tor gelandet.

In der C-Jugend habe dann eine Anfrage des TSV Intschede den Stein ins Rollen gebracht. Theresa Beet: „In Intschede hatte sich die Torfrau verletzt. Eigentlich sollte ich nur in der Aufstiegsrunde zur Landesliga aushelfen und dann für beide Vereine spielen, was dann aber nicht geklappt hat.“ Durch den Wechsel zum TV Oyten gab es dann noch einmal einen Schub. „In Riede war es schon eine coole Zeit mit den Mädels und den Trainern“, lässt Theresa Beet nichts auf ihren Heimatverein kommen. Für ihre Entwicklung sei es dann der richtige Schritt zur rechten Zeit gewesen.

Vereinswechsel kein Thema

Da ihr Vater gebürtiger Engländer ist, besitzt Theresa Beet zwei Pässe – einen deutschen und einen britischen. Das Licht der Welt hat sie im Jahr 2002 in Herrenberg nahe Stuttgart erblickt. 2005 folgte mit Mutter Ulrike, Vater Martin sowie der drei Jahre älteren Schwester Nicola der Umzug nach Riede. „Nicola studiert seit zwei Jahren in Heidelberg und hat es dort in den Kader der Rugby-Nationalmannschaft geschafft“, berichtet Theresa Beet vom sportlichen Werdegang ihrer älteren Schwester. Zunächst hatte Nicola Beet sich ebenfalls dem Handball beim MTV Riede verschrieben, nach einem Schulaustausch in England dann aber ihre Liebe zum Rugby entdeckt.

An einen Vereinswechsel verschwendet Theresa Beet derzeit keinerlei Gedanken. Sie würde sich sehr wohlfühlen in Oyten. „Zunächst habe ich noch über ein Jahr Schule vor mir. So schnell werden sie mich nicht los, das habe ich meinen Trainern schon gesagt“, hat Theresa Beet ein Ziel vor Augen: Sie will beim TV Oyten die nächste Stufe erklimmen und zu einer Drittliga-Torhüterin reifen.

Weitere Informationen

Handball-Talente gibt es im Kreis Verden zuhauf. Sie stehen nicht immer im Vordergrund, überzeugen aber mit guten Leistungen in jungen Jahren. In unserer Serie „Junge Wilde“ stellen wir nach und nach einige von ihnen vor.

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