Medizin

Verstärkung für die Landärzte

Die Landärzte in Riede haben eine neue Ärztin. Seit Kurzem komplettiert Beate Dahlke das Team. Auch die Praxis selbst hat sich verändert.
12.11.2020, 16:14
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Verstärkung für die Landärzte
Von Onno Kutscher
Verstärkung für die Landärzte

Beate Dahlke (links) ist neu bei den Landärzten in Riede. Zum Team gehören außerdem Martin Göstemeyer, Joachim Wagner und Cirstin Blumenau.

Björn Hake

Schon die zahlreichen parkenden Autos an der Straße deuten an: Bei den Landärzten in Riede ist wieder einiges los. „Ganz normal“, wiegelt der Arzt Joachim Wagner ab. „Das ist ein Tag wie jeder andere.“ Und eben doch etwas anders, denn auch vor der Praxis warten Patienten, die ein Rezept abholen wollen. Durch Corona ist eben alles etwas anders. Auch in der Praxis der Landärzte an der Bremer Straße. Denn nicht nur die Räume haben sich durch Umbauarbeiten verändert. Das Team hat sich Verstärkung geholt. Die Chirurgin Beate Dahlke arbeitet seit Kurzem bei den Landärzten.

Rund 20 Jahre war die 57-Jährige zuletzt am Krankenhaus in Osterholz-Scharmbeck tätig, nun also der Wechsel aufs Land, nach Riede. „Das war eine ganz bewusste Entscheidung“, sagt die Medizinerin, die in Weyhe lebt. „Das Operieren hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, aber man verliert so ein bisschen den Patienten aus dem Blick. Das ist in solch einer Praxis ganz anderes. Daher habe ich mich für diesen Wechsel entschieden“, sagt sie.

Mehr Platz in der Praxis

Studiert hat die 57-Jährige Medizin in Bremen und Kiel. Danach war sie in verschiedenen Krankenhäusern in Deutschland tätig, bis sie dann schließlich in Osterholz-Scharmbeck landete. Nun also eine Praxis für Allgemeinmedizin. Und das als Chirurgin? „Ich mache in der Praxis jetzt eine Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin“, erklärt sie. „Das dauert zwei Jahre.“ Einen großen Unterschied zu ihrer Tätigkeit als Chirurgin im Krankenhaus hat Beate Dahlke aber sofort bemerkt. „Die Allgemeinmedizin umfasst ein viel breiteres Spektrum, und der Kontakt zu den Menschen ist eben auch viel enger.“

Es ist aber nicht nur ein neues Gesicht, das in der Praxis für Veränderungen sorgt. Auch die Räume haben sich gewandelt. „Das ist zum einen natürlich dem Umstand geschuldet, dass wir eine neue Kollegin haben. Aber auch die Corona-Pandemie war ein Grund“, erklärt Joachim Wagner. So wurde unter anderem ein zweites Wartezimmer geschaffen. „Dadurch haben wir einfach viel mehr Platz, können alles etwas entzerren und die Schlange ist nicht so lang“, sagt der Arzt, der auch erklärt, dass so die derzeit geltenden Hygiene-Vorschriften leichter einzuhalten seien. Neben dem neuen Wartezimmer sind auch die weiteren Räume jetzt heller und offener gestaltet.

„Großes Lob“ an Mitarbeiterinnen

Gut vier Wochen haben die Arbeiten angedauert. Eine Investition, die sich laut Ärztin Cirstin Blumenau gelohnt hat. „Wir haben bisher sehr positives Feedback von den Patienten bekommen. Das freut uns natürlich.“ Dass der Praxisbetrieb trotz der Umbauarbeiten reibungslos weiterlaufen konnte, das habe vor allem an den Mitarbeiterinnen in der Praxis gelegen. „Es war für alle stressig und die Arbeitsbelastung war sehr hoch, daher kann ich an alle nur ein großes Lob aussprechen“, sagt Joachim Wagner.

Aber stressig bleibt es weiterhin und auch die Arbeitsbelastung lässt selbstverständlich nicht nach. Um über 3000 Patienten kümmern sich die vier Ärzte Cirstin Blumenau, Beate Dahlke, Joachim Wagner und Martin Göstemeyer in der Gemeinschaftspraxis. Und dass die Arbeitsbelastung so hoch ist, da spielt sicherlich auch die Corona-Pandemie mit rein. „Wobei“, sagt Beate Dahlke, „vor allem die Mitarbeiterinnen am Empfang betroffen sind. Denn sie nehmen die vielen Telefonate von besorgten Bürgerinnen und Bürgern an und kümmern sich somit als erstes um die Patienten.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+