Fußball-Bezirksliga

MTV Riede: Der Coach räumt seinen Platz

Marc Wurthmann ist nicht mehr Trainer des MTV Riede. Nun soll eine interne Lösung gefunden werden.
17.12.2019, 15:06
Lesedauer: 2 Min
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MTV Riede: Der Coach räumt seinen Platz
Von Florian Cordes

Leicht angedeutet hatte Frank Lindenberg bereits vor einer Woche, dass der Fußball-Bezirksligist MTV Riede mit einem neuem Trainer das Jahr 2020 beginnen könnte. Nun ist es Gewissheit: Marc Wurthmann hat sich dazu entschieden, seinen Posten beim MTV abgegeben. „Marc hat uns mitgeteilt, dass er nicht weitermachen möchte“, sagte Spartenleiter Lindenberg im Gespräch mit unserer Zeitung.

Laut Frank Lindenberg will Marc Wurthmann mit seinem Entschluss neue Reizpunkte – den berühmten Impuls – setzen. Und diesen benötigt der MTV Riede auch. Denn der Klub vom Segelhorst verbringt die Winterpause als Tabellenletzter der Bezirksliga Lüneburg 3. Mit 13 Punkten zieren die Blauen das Ende des Klassements. „Aufgrund unserer Situation kommt die Entscheidung von Marc nicht überraschend“, sagte Frank Lindenberg. „Marc erhofft sich, dass sich die Jungs durch einen Trainerwechsel wieder ein paar Prozente mehr reinhängen.“

Der Spartenleiter erklärte aber ebenso, dass eine Trennung vonseiten des Klubs keine Option gewesen sei. Denn die sportliche Talfahrt könne nicht alleine am Trainer festgemacht werden, meinte Lindenberg. „Wir sind weiterhin der Ansicht, dass vor allem die Verletztenmisere dafür verantwortlich ist, dass wir in der Tabelle so weit unten stehen. Wir hoffen, dass sich das mit den Verletzten im Winter bessert.“

Die Personallage beim MTV nahm im Verlauf der ersten Saisonhälfte in der Tat dramatische Formen an. Mitunter fehlten Marc Wurthmann 13 Spieler. Es gab Wochen, in denen alle Stürmer passen musste. Gute Ergebnisse gab es daher nur selten. Aus den zwölf jüngsten Spielen holten die Rieder nur drei Punkte. Alle Zähler resultierten aus Unentschieden. In der Tabelle ging es für die Wurthmann-Elf immer weiter nach unten – bis sie schließlich nach dem 17. Spieltag am Ende angekommen war. Zum Jahresabschluss gab es noch eine enttäuschende 0:4-Niederlage beim SV Pennigbüttel. Dabei sah es nach den ersten Partien nicht nach einer Talfahrt aus: Nachdem Marc Wurthmann das Team im Sommer übernommen hatte, legte er mit seiner neuen Mannschaft einen guten Start hin. Nach den ersten fünf Spielen stand der Klub vom Segelhorst mit zehn Punkten auf Rang vier. Der 3:2-Sieg gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck an Spieltag Nummer fünf sollte aber der letzte im Jahr 2019 sein. Das Lazarett und die Anzahl an Niederlagen wurden größer.

Dass Marc Wurthmann nun seinen Posten zur Verfügung gestellt hat, kann Frank Lindenberg nachvollziehen. Ein wenig überrascht sei er aber dennoch. „Denn Marc und ich hatten uns bereits über die Planung für die neue Saison unterhalten“, schilderte Lindenberg. Fakt ist nun aber: Der Blick muss nach vorne gehen. Und das macht Frank Lindenberg durchaus mit Optimismus. Der Spartenleiter ist weiterhin davon überzeugt, dass die Mannschaft bereit sei für den Abstiegskampf und diesen erfolgreich bestreiten könne. „Und die Nichtabstiegsplätze sind ja auch nicht weit entfernt.“ Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt nur drei Zähler.

Offen ist jedoch, mit welchem Coach der MTV Riede den Abstiegskampf angeht. „Es wird aber auf jeden Fall eine interne Lösung“, verriet Lindenberg. Darüber hinaus wurde bereits geklärt, dass Nils Krüger weiterhin als Co-Trainer an Bord bleibt. „Alleine wird Nils die Mannschaft aber nicht trainieren. Das würde er aus zeitlichen Gründen nicht meistern können“, sagte Lindenberg. Marc Wurthmann ist momentan im Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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