Fußball

Niederländern gelingt die Überraschung

Als erstes ausländisches Team gewinnt der niederländische Klub AZ Alkmaar den Jugendförderkreis-Cup des MTV Riede.
12.01.2020, 19:09
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Niederländern gelingt die Überraschung
Von Nastassja Nadolska
Niederländern gelingt die Überraschung

Die Freude bei den niederländischen Nachwuchsspielern von AZ Alkmaar kannte nach dem Finale keine Grenzen.

Björn Hake

Es war das Turnier der Überraschungen: Als erstes ausländische Team, das bei diesem Turnier seine Premiere feierte, hat AZ Alkmaar die 17. Auflage des Jugendförderkreis-Cup der U11 des MTV Riede gewonnen. Im Finale setzte sich die Mannschaft aus den Niederlanden gegen den Topfavoriten Bayer 04 Leverkusen mit 4:2 nach Neunmeterschießen durch und durfte bei der Siegerehrung den riesigen Pokal entgegennehmen.

„Wir gehören zwar zu den besten Fußballakademien in den Niederlanden. Dass wir bei unserer ersten Teilnahme an diesem Turnier tatsächlich gewinnen, damit hätten wir wirklich nicht gerechnet“, sagte ein sehr zufriedener Dijar Kasim, Trainer der U11-Kicker von AZ Alkmaar. Seine Mannschaft habe mit dem JFK-Cup bisher nur zwei Hallenturniere in dieser Art gespielt. Dennoch haben sich seine Schützlinge relativ schnell an die Spielart gewöhnt. „Die Jungs sind sehr intelligente Spieler, und obwohl sie ziemlich nervös waren haben sie es wirklich gut gemacht“, lobte der 30-Jährige Coach seine Nachwuchskicker. Auch der Titel „Man of the Cup“ ging an die Niederländer: Lenna von Elst wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Zwar waren die Spieler sowie auch die Verantwortlichen von Bayer 04 Leverkusen nach dem Finale sehr enttäuscht, zeigten sich dennoch als faire Verlierer: „Alkmaar war schlussendlich einfach besser als wir. Damit müssen die Jungs nun klarkommen, das gehört dazu“, wusste Erdal Celik, der gemeinsam mit Alexander Nuss die Nachwuchsspieler von Bayer betreut. Etwas verwunderlich war die Niederlage der Leverkusener aber dennoch. In der Gruppenphase verloren sie kein Spiel und landeten mit einem Torverhältnis von 25:0 auf Rang eins. Erst in der Zwischenrunde kassierten sie gegen Union Berlin beim 6:2-Sieg ihre ersten beiden Gegentreffer. „Ich denke mal, dass der Großteil der Besucher Leverkusen auf dem Zettel hatte. Umso schöner ist es aber, dass auch mal ein anderes Team gewonnen hat“, sagte Danny Ohliger, Mitorganisator des JFK-Cups, der sich über den Sieg des Neulings freute.

Für zwei weitere Überraschungen sorgten die Nordklubs Hannover 96 und Hamburger SV. Sie schafften es in diesem Jahr zum ersten Mal ins Halbfinale und spielten später sogar noch gegeneinander um den dritten Platz. Die glücklichen Gewinner waren am Ende die Rothosen aus der Hansestadt, die das Spiel mit 3:1 für sich entschieden. „Beide Mannschaften haben wirklich einen sehr ansehnlichen Fußball gespielt“, lobte Ohliger die Spieler aus dem Norden.

Wie auch in den vergangenen Jahren war der Ablauf des zweitägigen Turniers so gut wie reibungslos. „Auch in diesem Jahr kann ich mich nicht beschweren. Dank der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die hier wirklich tolle Arbeit leisten, lief das Turnier quasi wie von selbst“, sagte der Mitorganisator mit einem Lächeln im Gesicht. Auch die Anzahl der Zuschauer, die den Weg in die Gustav-England-Halle in Thedinghausen gefunden hatten, habe Ohliger erneut gefreut: „Ich denke mal, dass wir an beiden Tagen wieder zwischen 900 bis 1100 Zuschauer in der Halle hatten, trotz Sixdays und Sport und Schau.“

Der letztjährige Sieger Hertha BSC Berlin zeigte eine nicht ganz so starke Leistung und wurde Zehnter. Im Spiel um Platz neun hatten die Berliner gegen Neuling FC Arsenal London knapp mit 0:1 das Nachsehen. Auch der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach, die in den vergangenen Jahren immer zu den Favoriten gehörten, waren dieses Mal nicht so stark. Der Nachwuchs der Fohlenelf wurde 15. und die jungen Geißböcke hatten beim 2:3 gegen den SV Werder Bremen das Nachsehen und landeten auf Platz 14. „Dennoch haben alle Teams wirklich guten Fußball gespielt. Aus sportlicher Sicht lief es genauso, wie wir uns das vorgestellt haben“, betonte Ohliger.

Zwar steigen die Kosten für so ein Turnier von Jahr zu Jahr immer mehr an und auch die Suche nach Sponsoren sei nicht immer einfach. Eine 18. Auflage sei aber dennoch in Planung. „Wir haben jetzt schon Bewerbungen von einigen Mannschaften bekommen, darunter sogar ein Neuling. Wir werden alles dafür geben, dass wir auch im nächsten Jahr ein weiteres Turnier auf die Beine stellen können“, kündigte Danny Ohliger an.

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