Sozialstation Thedinghausen 40 Jahre zum Wohle der Gesellschaft

Bereits seit vier Jahrzehnten versorgt die Sozialstation in Thedinghausen Pflegebedürftige und entlastet so nicht nur die Angehörigen, sondern ermöglicht den Betreuten ein längeres Leben im gewohnten Zuhause.
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40 Jahre zum Wohle der Gesellschaft
Von Marius Merle

In Niedersachsen gab es einst weit mehr als Hundert ambulante Pflegedienste in kommunaler Trägerschaft. Ein Großteil der Einrichtungen wurde mit der Zeit aber privatisiert. Geblieben sind in den etwa 400 niedersächsischen Kommunen nur noch 25 Pflegedienste in Gemeindehand. Eine davon ist die Sozialstation in Thedinghausen – und das seit inzwischen 40 Jahren. Dieser runde Geburtstag wurde am Mittwochnachmittag im Rahmen eines kleinen Festaktes im Renaissancesaal des Schlosses Erbhof gefeiert, zu dem neben Mitarbeitern, Mitgliedern der Verwaltung und weiteren Wegbegleitern auch viele der Betreuten gekommen waren.

Insgesamt rund 130 Pflegebedürftige werden von der Sozialstation in der Samtgemeinde von aktuell 20 Pflegekräften betreut. „Eine Arbeit, die man nur bewundern kann“, wie Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse in seiner Rede betonte. Als vier Säulen der Arbeit nannte er Beständigkeit, Einigkeit, Notwendigkeit und Menschlichkeit. Die Einrichtung sei in heutigen Zeiten mit einer immer weiter alternden Gesellschaft unverzichtbar. Bei der Gründung habe noch „eine ganz andere Zeit“ geherrscht.

Start am 1. Januar 1978

Als die Pflegestation Thedinghausen am 1. Januar 1978 ihre Arbeit aufnahm, sollte es etwa noch 17 Jahre dauern, bis in Deutschland überhaupt die Pflegeversicherung eingeführt wurde. Damals bestand das Team aus zwei Krankenschwestern und vier Pflegehelferinnen. Eigentlich sei die Einrichtung ja sogar noch etwas älter, wie Pflegedienstleiterin Sarah Jasper erzählte. Denn bereits vier Jahre zuvor war in Thedinghausen eine Schwesternstation eingerichtet worden, aus der dann die Pflegestation hervorging.

„Die Politik hat von Anfang an dahinter gestanden, obwohl es auch nicht so rosige Zeiten gab, was die Zahlen anging“, berichtete Gerd Schröder, der als Bürgermeister damals die ersten Schritte begleitete. Entwickelt hat sich die Pflegestation zu einer vorbildlichen Einrichtung. So gab es bei der Qualitätsprüfung des Medizinische Dienstes der Krankenversicherung und des Prüfdienstes des Verbandes der Privaten Krankenversicherung 2016 und 2017 jeweils die Traumnote 1,0.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Sozialstation Thedinghausen erbringt hauswirtschaftliche und pflegerische Leistungen im Rahmen der Leistungsvereinbarungen mit den Pflege- und Krankenkassen, auf Anforderung der Pflegebedürftigen und nach ärztlicher Verordnung. Auf Wunsch und nach Absprache können auch zusätzliche Dienstleistungen individuell vereinbart werden. „Ziel ist primär die Hilfe zur Selbsthilfe, die Aktivierung des gesunden Anteils zur Wiederherstellung beziehungsweise Erhaltung von Selbstständigkeit, Wohlbefinden und Gesundheit, sodass größtmögliche Unabhängigkeit der Pflegebedürftigen erreicht wird“, heißt es im Pflegekonzept der Einrichtung.

Landrat Peter Bohlmann lobte in seinem Grußwort zum 40-Jährigen unter anderem die „herausragenden Leistungen“ und die „sehr, sehr hohe Akzeptanz“ der Sozialstation in der Bevölkerung. Er ging darauf ein, wie wichtig die dortige Arbeit für die Gesellschaft ist. „Den Angehörigen und dem persönlichen Umfeld der Pflegebedürftigen erleichtert es die Arbeit“, merkte er etwa an. Aber natürlich profitieren von der Sozialstation vor allem auch die älteren, auf Hilfe angewiesenen Bürger. „Schließlich ist es das Ziel, dass diese solange wie möglich zuhause im gewohnten Umfeld bleiben können“, betonte Bohlmann und schloss seine Rede mit der Hoffnung, dass die Pflegekräfte der Sozialstation dafür in Thedinghausen auch in der Zukunft weiterhin sorgen werden.

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