Morsumer Dorfleben gestalten Aller Anfang ist schwer

In dem Ortsteil Morsum in Thedinghausen hat sich eine Gruppe gegründet, die das Ortsleben attraktiver gestalten will. Erste Aktionen wurden umgesetzt, die Aktiven kämpfen aber auch mit Startproblemen.
12.04.2019, 16:09
Lesedauer: 2 Min
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Aller Anfang ist schwer
Von Onno Kutscher

Wer etwas ändern möchte, der muss mit anpacken. Anders geht es nicht. Das dachten sich wohl auch einige Anwohner des Ortsteils Morsum in der Gemeinde Thedinghausen. Dort hat sich nämlich vor Kurzem eine Gruppe gegründet, die das Dorfleben attraktiver gestalten möchte. „Mensch Morsum“ nennt sie sich und hat momentan einen Kern von zehn bis 15 Leuten. Einer von ihnen ist Matthias Daneke, der zusammen mit seinen Mitstreitern aktiv werden will - und auch schon geworden ist.

„Es ging vor rund zwei Jahren damit los, dass wir untereinander Gespräche geführt haben“, erzählt Daneke. „Immer wieder habe ich gehört, dass Leute gemeckert haben oder es doof fanden, dass es zu wenig Angebote in Morsum gibt.“ Und so kam eines zum anderen. Gemeinsam mit Petra Roselius, einer Mitstreiterin, beschloss er dann: „Wir müssen etwas machen!“ Aber erst einmal musste ausgelotet werden, was machbar ist. Wer will sich einbringen? Wie stehen Vereine und Bürger hinter diesem Projekt? Also folgte als erster Schritt vor rund eineinhalb Jahren eine Bürgerversammlung – und das Interesse war groß.

Erste Aktionen umgesetzt

Rund 50 bis 60 Leute kamen zum ersten Treffen. „Wir hatten im Vorfeld auch ordentlich die Werbetrommel gerührt“, verrät Daneke. So wurden in den Ortschaften Morsum und auch Ahsen-Oetzen Handzettel mit Einladungen verteilt, denn auch die Bürgerinnen und Bürger der Nachbarortschaft sollten mit eingebunden werden. Im ersten Treffen ging es im Kern darum, Ideen zu sammeln. Und auch Gruppen wurden gegründet, die sich unter anderem um Themen wie Veranstaltungen und Dorferneuerung kümmern sollten. Die ersten Schritte waren also getan. Es folgte noch eine zweite Bürgerversammlung. Hier war das Interesse, gibt Daneke zu, dann schon nicht mehr so groß. Ein fester Kern von Aktiven war allerdings gefunden.

Die haben mittlerweile auch erste Aktionen für ein attraktiveres Dorfleben umgesetzt. So gab es im Herbst 2018 eine Pflanzaktion im Dorf, bei der rund 15 Leute mitgeholfen haben. „Das wollen wir in diesem Jahr wiederholen“, sagt Daneke. Auch hat sich eine Gruppe darum gekümmert, Sitzbänke zu sanieren. Andere Ideen konnten aber noch nicht realisiert werden. „Unter anderem hatten wir einen Kinoabend geplant. Dafür hatte ich mich auch beim Dorfverein Emtinghausen-Bahlum informiert, wie das abläuft, denn die bieten das regelmäßig an. Letztlich hat es bei uns aus finanziellen Gründen nicht geklappt.“

Aufgeben gibt es nicht

Aber Daneke und seine Mitstreiter haben sich nicht hängen lassen. „Um unseren Bemühungen auch einen Namen zu geben, hatten wir erneut zu einem Bürgertreffen eingeladen. Das hat vor einigen Tagen stattgefunden. Hier wollten wir unseren Namen ,Mensch Morsum' vorstellen. Die Resonanz bei diesem Treffen war allerdings ernüchternd. Wir haben uns das einfacher vorgestellt“, gibt Daneke zu.

Dennoch: Aufgeben gibt es nicht. Festes Ziel ist für dieses Jahr noch, den Weihnachtsmarkt in Morsum wieder aufleben zu lassen. „Das ist uns sehr wichtig“, verrät Daneke. Außerdem soll für diesen Sommer ein gemeinsames Frühstück auf dem Jan-Richter-Platz organisiert werden. Ideen sind also da. Die werden auch regelmäßig beim Stammtisch besprochen, bei dem sich die Akteure von „Mensch Morsum“ treffen. Gäste sind natürlich willkommen. Die Aktiven treffen sich an jedem ersten Donnerstag im Monat ab 19.30 Uhr im Morsumer Schützen-Centrum (der nächster Termin ist ausnahmsweise nicht der erste Donnerstag, sondern der 9. Mai).


Wer sich gerne aktiv bei der Initiative „Mensch Morsum“ einbringen möchte oder Fragen hat, der kann sich bei Matthias
Daneke per E-Mail an mdaneke@t-online.de melden oder zum Stammtisch kommen.

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