Morsumer Speeldäl Begehrte Beute

Die Morsumer Speeldäl hat mit dem neuen Stück „Överall Ganoven“ Premiere gefeiert und den Zuschauern ein spannendes und unterhaltsames Verwirrspiel in einer Gartenlaube präsentiert.
22.04.2019, 13:00
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Begehrte Beute
Von Jürgen Juschkat

Es gab kaum ehrliche Leute am Ostersonntag auf der Bühne von Döhling's Gasthaus in Morsum. Die Speeldäl des Ortes feierte nämlich dort eine gelungene Premiere mit dem Dreiakter „Överall Ganoven“. Ein Bankräuber, zwei junge Juwelendiebe sowie ein Liebespaar und zwei Landstreicherinnen sorgten in dem Neun-Personen-Stück ganz nach dem Geschmack der zahlreichen Gäste für viel Wirbel und eine prächtige Stimmung. Mittendrin die ermittelnden Polizisten.

Das Herzstück der Gaunerkomödie von Wilfried Reinehr – ins Plattdeutsche übersetzt von Heino Buerhoop – bildete auf der Bühne eine Gartenlaube mit der Nummer 231, in der nicht nur die Ganoven Unterschlupf suchten und ein und aus gingen. Alles begann in dem Theaterstück mit der Titelmusik der Vorabendserie „Großstadtrevier“ und dem Heulen der Polizeisirene. Zwei dunkle Gestalten liefen zwischen den Tischen in Richtung Bühne, auf der eine Gartenlaube stand. Es waren die von Manon Meyer und Henning Krüger gespielten Diebe, die den Juwelier Pechel ausgeraubt hatten.

Nacheinander trafen auf diesem Grundstück mit Bäumen im Hintergrund auch zwei unzertrennliche und wandlungsfähige Landstreicherinnen (Inge von Salzen und Elisabeth Steffens), ein heimliches Liebespaar (Amira Thom und Jörg Meyer-Wilkens) und der großgewachsene Bankräuber Kalle (Arne Niemann) ein und sorgten in einem Verwirrspiel nicht nur für Spannung, sondern auch für ein Durcheinander mit Verdächtigungen und Vermutungen.

Juwelen und Geld mussten versteckt werden und wurden von anderen gefunden. Der angeblich gefährliche Brunnen, eine Klappe über der Eingangstür – kein Versteck war sicher. Die Beute im Stoffbeutel, Rucksack oder Schuhkarton wechselte bei diesem Verwirrspiel immer wieder den Besitzer beziehungsweise den Ort der Aufbewahrung.

Als die beiden völlig überforderten Polizisten Stoppel (Heini von Salzen) und Brenner (Uwe Wilkens) auftauchten, gerieten zunächst die beiden Damen, die sich auf Unterkunftssuche für die Winterzeit befanden, in den Kreis der Verdächtigen. Der Bankräuber tauchte immer wieder auf und wechselte mehrfach seine Identität. Auch die Juwelendiebe, die an diesem Ostersonntag in unterschiedliche Rollen schlüpften, wollten an ihre versteckte Beute. Das junge Paar hingegen benötigte dringend Geld, um dieses für seine Reise nach Gretna Green oder Las Vegas zu nutzen und geriet dadurch in den Bereich der Kriminalität. Geldwäsche und der Verkauf von Hehlerware machten die Runde.

Oftmals gingen die Hände hoch, wenn die beiden Polizeibeamten auftauchten. Stoppel hatte dabei Probleme mit seiner Dienstpistole, aus der sich hin und wieder ein Schuss löste. Der beim Juwelier erbeutete Schmuck wurde begutachtet – mal als Modeschmuck, dann als hochwertiges Accessoire bezeichnet. Es war mysteriös, was auf der Bühne stattfand. Doch auch Amor schoss seinen Pfeil in die Runde.

Neben den neun Laienschauspielern – Regie führte wieder einmal Werner Bammann – blieben einige Beteiligte im Hintergrund. So Ilona Krumbholz als „Topustersche“, die den Darstellern auf die Sprünge half, wenn diese nicht weiter wussten. Für die Technik sorgte Ulf Krumbholz, für das Schminken Marion Tiekötter. Das Bühnenbild hatten Marlies und Manfred Scheffler gestaltet.

Nach der Premiere zu Ostern sind drei weitere Veranstaltungen geplant. Weiter geht’s am Sonntag, 28. April, um 9.30 Uhr mit Brunch und Theater. Restkarten sind noch für Sonnabend, 4. Mai, zu bekommen (Beginn 20 Uhr). Eine weitere Möglichkeit, die Auflösung der Fälle zu verfolgen, besteht auch noch am Sonntag. 12. Mai, ab 9.30 Uhr. Dann wieder mit Brunch. Eintrittskarten können bei der Familie von Salzen täglich von 19 bis 20 Uhr unter 0 42 33 / 3 14 bestellt werden.

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