Bürgermeisterwahl Thedinghausen

Erste Kandidatin steht fest

Anke Fahrenholz geht für die SPD ins Rennen bei der Bürgermeisterwahl 2021 in der Samtgemeinde Thedinghausen. Ein Antrag auf überregionale Ausschreibung des Postens erhielt im Rat derweil keine Mehrheit.
09.10.2020, 15:49
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Erste Kandidatin steht fest
Von Marius Merle
Erste Kandidatin steht fest

Im kommenden Herbst entscheidet sich, wer als Nachfolger von Harald Hesse ins Rathaus der Samtgemeinde Thedinghausen einzieht.

Björn Hake

Am 12. September 2021 wird bei den Kommunalwahlen in der Samtgemeinde Thedinghausen auch der Nachfolger von Bürgermeister Harald Hesse gewählt. Knapp ein Jahr vor dieser Wahl, stand das Thema in dieser Woche gleich zweimal im Fokus. Zunächst war eine erste Kandidatin benannt worden und am Donnerstagabend beschäftigte sich der Samtgemeinderat mit einem Antrag auf überregionale Suche nach einer geeigneten Person für den Posten.

Klar ist seit Anfang der Woche, dass die SPD Anke Fahrenholz als Kandidatin ins Rennen schickt, die über langjährige kommunalpolitische Erfahrung verfügt. So ist sie nicht nur Mitglied im Rat Thedinghausen, sondern in der Ortschaft hinter Bürgermeister Thomas Metz auch Stellvertreterin für das Amt. Auch im Samtgemeinderat sitzt die 53-Jährige und führt das Gremium als Vorsitzende sogar an. Nun traut sie sich für die Sozialdemokraten den Schritt ins Rathaus zu.

Gegen Quereinsteiger

Solchen Quereinstiegen stehen die Gruppe FDP/von Hollen und die UBL-Fraktion im Samtgemeinderat jedoch eher kritisch gegenüber. „Eine künftige Samtgemeindebürgermeisterin oder ein Samtgemeindebürgermeister sollte über umfangreiche Fachkenntnisse verfügen, die in einer Verwaltung der Größe der Samtgemeinde Thedinghausen angemessen sind“, formulierten sie in einem Antrag, der als Ziel hatte, die Stelle des Verwaltungschefs auszuschreiben und so einen neutralen Bewerber von außerhalb zu gewinnen. Dieser sollte auch Erfahrungen und Kompetenz in der Mitarbeiterführung mitbringen.

Mit ihrem Anliegen stießen die Antragsteller im Samtgemeinderat aber auf wenig Gegenliebe. „Wir werden dem Antrag nicht zustimmen. Schließlich haben wir eine kompetente und vor Ort verwurzelte Kandidatin“, sagte Rolf Thies (SPD) und nahm damit noch einmal Bezug auf die erfolgte Ernennung von Fahrenholz. Auch Dieter Mensen (Grüne Liste Samtgemeinde) befand, dass so ein Antrag überhaupt nur Sinn mache, „wenn vor Ort keine respektablen Bewerber sind“. Ob die Grüne Liste einen eigenen Kandidaten stellen werde, solle im Übrigen in absehbarer Zeit intern entschieden werden.

Antrag abgelehnt

Grundsätzlich war der Tenor, dass es nicht sein könne, von Steuergeldern eine solche Stellenanzeige aufzugeben. An dieser Sicht konnte auch Heinz von Hollen von den Antragstellern mit seinen Ausführungen, dass man auch einmal offen für Neues und Veränderungen sein müsste, nichts ändern. „Die Verwaltung braucht jemand, der Fachwissen mitbringt und nicht erst eingearbeitet werden muss“, betonte Hollen noch einmal. Dem entgegnete Mensen, dass die Mitarbeiter im Rathaus über die nötige Expertise verfügen. So wurde der Antrag am Ende mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

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