Handball-Landesklasse Frauen Dramatische Schlussphase im Topduell

Der TSV Intschede macht seinen Erfolg in Morsum erst nach dem Abpfiff perfekt. Der Titelkampf nimmt somit an Spannung zu. Cluvenhagen kassiert hingegen eine erneute Schlappe.
25.03.2019, 15:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Morsum/Cluvenhagen. Im Derby der Handball-Landesklasse der Frauen haben sich der gastgebende TSV Morsum und der TSV Intschede bis zum Abpfiff einen harten Schlagabtausch geliefert. Am Ende bejubelten die Gäste einen glücklichen Sieg. Derweil kassierte die HSG Cluvenhagen/Langwedel im Kellerduell gegen die HSG Mittelweser/Eystrup eine klare Niederlage.

TSV Morsum - TSV Intschede 28:29 (15:18): In dem Top-Spiel wurde den Gastgeberinnen eine im Jahr 2016 eingeführte Regel zum Verhängnis, wonach ein grobes Vergehen oder die Verhinderung einer Wurfausführung in den letzten 30 Sekunden eines Spiels zwingend mit einem Siebenmeter und einer Roten Karte zu ahnden sind. Was war passiert? Zehn Sekunden vor dem Ende hatte Morsums Torfrau Antje Wilkens beim Stand von 28:28 einen Wurf des TSV Intschede pariert und den Ball in die erste Welle zu Wiebke Korpal gepasst. So zumindest der Plan, das Spielgerät landete nämlich nicht in den Händen von Morsums Kreisspielerin. Vielmehr schnappte sich Intschedes Jana Wolters den Ball, die wiederum von Korpal weit in der eigenen Hälfte am Abspiel behindert wurde. Eben dieses Foul wertete das oberligaerfahrene Schiedsrichtergespann Tannert/Etzen aus Bremen als Verhinderung einer Torchance. Die Folge: Rot für Korpal und Siebenmeter für Intschede.

Michele Dahlendorf trat an – und traf nach der Schlusssirene mit ihrem neunten Tor zum Endstand. Intschedes Trainer Jannik Sievers sprach von einem Bonus-Punkt im Kampf um den Aufstieg. Sievers: „Respekt vor den Schiedsrichtern, dass sie die Regel kannten. Mit einem Unentschieden wäre ich auch zufrieden gewesen.“ Beide Teams hatten sich über 60 Minuten eine enge Partie geliefert. Am Ende sollte der Treffer zum 28:28 durch Kathrin Höher für Morsum nicht für etwas Zählbares reichen. Für Heimcoach Timo Lütje war es ein „unfassbar bitteres Ende“. Drei Spieltage vor Saisonende weisen beide Teams 22:10 Punkte auf.

HSG Cluvenhagen/Langwedel - HSG Mittelweser/Eystrup 19:29 (10:12): Durch den Sieg im Duell der beiden Mannschaften aus dem Tabellenkeller halten die Gäste Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld. Das hohe Endergebnis kam allerdings erst in den letzten zehn Minuten zustande. Bis zum 18:21 (49.) hatte sich die HSG Cluvenhagen/Langwedel nach Kräften gegen die 17. Niederlage im 17. Spiel gewehrt. Dann wurde es aber doch noch deutlicher. Innerhalb von fünf Minuten zogen die Gäste auf neun Tore davon – 27:18 (54.). Das letzte Tor für die Heimsieben erzielte Julia Guroll per Siebenmeter. Sie traf sechs Minuten vor dem Ende zum 19:27.

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