Intscheder Kirche Ein Fest zum runden Geburtstag

Die St.-Michaelis-Kirche zu Intschede feiert ihr 200-jähriges Bestehen. Pastor und Kirchenvorstand haben sich für dieses Fest etwas Besonderes einfallen lassen.
12.08.2019, 15:17
Lesedauer: 2 Min
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Ein Fest zum runden Geburtstag
Von Onno Kutscher

Die Vorbereitungen in Intschede laufen auf Hochtouren: Nicht mehr lange, dann wird in dem beschaulichen Örtchen in der Gemeinde Blender das 200-jährige Bestehen der St.-Michaelis-Kirche zu Intschede gefeiert. Es soll aber nicht irgendeine Feier werden, da sind sich Pastor Sebastian Sievers und der Kirchenvorstand einig. „Wir haben uns schon einige Besonderheiten einfallen lassen“, sagen sie unisono.

Am Sonntag, 25. August, um 11 Uhr, beginnen in Intschede die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Jubiläum des Intscheder Kirchbaus. Die Feier startet mit einem Gottesdienst um 11 Uhr, bei dem Superintendent Fulko Steinhausen die Predigt halten wird. „Vor 200 Jahren gab es von den Kirchenoberen genaue Anweisungen, wie der Einzug in die damals neugebaute Kirche zu erfolgen hatte. Die Personen – vom Pastor bis zum Handwerker – waren genau benannt. Mit einem kleinen Augenzwinkern werden wir diesen Einzug in die Kirche nachstellen. Viele Menschen aus dem Dorf übernehmen eine kleine Rolle dabei“, verrät Sebastian Sievers eine dieser Besonderheiten an dem Tag. Zwischen 20 und 30 Teilnehmer fasst der Umzug, der durchs Dorf bis zur Kirche läuft. Dazu gehören unter anderem Kinder, der Kirchenvorstand, Lehrer, die Küsterin und der Pastor selbst.

Zuschauer beim Zug entlang der Dorfstraße erwünscht

Wer diesen Zug am Morgen begrüßen möchte, ist dazu eingeladen, bereits ab 10.40 Uhr vor der Kirche zu warten. „Auch entlang der Intscheder Dorfstraße sind Zuschauer ausdrücklich erwünscht, die sich nach und nach dem Zug Richtung Kirche anschließen können“, sagt Dunja von Ahsen vom Kirchenvorstand. Anschließend geht die Gemeinde in die Kirche und der Gottesdienst kann beginnen.

Nach dem Gottesdienst erwartet die Gäste ein großes Fest mit Speis und Trank und vielen Angeboten rund um die Kirche. „Alte Konfirmationsfotos werden zu bestaunen sein. In der Kirche kann man Musik hören, ein kleines Theaterstück erleben und selbst mitsingen bei neuen Kirchenliedern. Für Kinder gibt es eigene spannende Aktionen. Und natürlich wird eine Festschrift erscheinen, die an diesem Tag erhältlich ist“, verrät Sebastian Sievers. Übrigens: Wer noch alte Konfirmationsfotos besitzt, ist zu einem kleinen Wettkampf eingeladen: Die drei ältesten mitgebrachten Fotos erhalten einen kleinen Preis.

Umfangreiche Vorbereitungen

„Die Vorbereitungen auf das Fest waren und sind sehr umfangreich“, erzählen Dunja von Ahsen und Hermann Müller vom Kirchenvorstand. „Umso dankbarer sind wir für die Hilfe unserer Nachbarn und Dorfbewohner und umso mehr freuen wir uns auf diesen feierlichen Tag. Der Rückhalt im Dorf ist sehr groß, wir haben viel Unterstützung von den Vereinen bekommen und das Fest ist Gesprächsthema im Ort.“ Eine große Stütze bei der Vorbereitung auf das Fest war laut Sebastian Sievers auch Jan Hendrik Brand aus Intschede, der sich bereits frühzeitig mit der Geschichte der Kirche auseinandergesetzt und in Archiven so auch die Predigt des Pastors, die 1819 gehalten wurde, gefunden hat.

Neuland ist das Organisieren von Festen für den Kirchenvorstand allerdings nicht. „Wir machen ja regelmäßig ein Begegnungsfest. Man kann das jetzt aber schon als XXL-Version bezeichnen“, sagt Hermann Müller.

Im Jahr 1819 ist das jetzige Gotteshaus unter der Leitung von Oberlandbaumeister Johann Friedrich Paulsen gebaut worden. Es handelt sich um einen klassizistischen Bau, ähnlich der etwa zur gleichen Zeit entstandenen Nachbarkirchen in Blender und Oiste. Sebastian Sievers und der Kirchenvorstand heben unter anderem die 1849 eingebaute Orgel der Kirche hervor sowie die gute Akustik im Gotteshaus. „Von Besuchern höre ich nach Besichtigungen auch oft, wie schön sie die Kirche finden. Sie wird als hell und warm empfunden“, berichtet Dunja von Ahsen.

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