Thänhuser Markt Feuerwerk der guten Laune

Auch bei der 43. Auflage des Thänhuser Marktes verwandelte sich der Ortskern in eine bunte Erlebnismeile. Zahlreiche Besucher honorierten das Angebot am Wochenende mit einem Besuch der Braunschweiger Straße.
15.09.2019, 11:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Feuerwerk der guten Laune
Von Jürgen Juschkat

Rote Äpfel zur Begrüßung für die mit der Kleinbahn Pingelheini angereisten Gäste, das „Café zum roten Apfel“ der Kirchengemeinde und Verkaufsstände mit Äpfeln bei der Bio-Meile – dieses Obst zog sich beim 43. Thänhuser Markt am Wochenende sinnbildlich wie ein roter Faden durch das Fest. Dicht gedrängt bahnten sich zeitweise die Besucher den Weg durch die Braunschweiger Straße und die Nebenstraßen. Abends ging es in den beiden Festzelten eng zu, weil dort ausgelassen gefeiert wurde.

Es war ein abwechslungsreiches wie buntes Programm, welches die Gemeinschaft der Selbstständigen der Samtgemeinde Thedinghausen (GDS) mit dem Vorsitzenden Hans-Ludwig Durka zusammen mit dem äußerst engagierten Marktmeister Manfred Masanek auf die Beine gestellt hatte. Vereine stellten sich vor, Geschäftsleute brachten ihre Waren an den Mann oder die Frau, und Musikgruppen – unter anderem die FMC-Showband Verden der Freiwilligen Feuerwehr – sorgten für eine großartige Stimmung.

An den Fahrgeschäften für Kinder konnten sich die jungen Leute beschäftigen, die etwas größeren Gäste nutzten vielfach die Festzelt-Musik zum ausgelassenen Feiern bis in den frühen Morgen. Fürs leibliche Wohl gab es reichlich auf der Marktstraße – den halben Meter Bratwurst, bunt belegte Pizza, mit Puderzucker überstreute Schmalzkuchen, frische Berliner und Viktoria mit Zuckerguss, aber auch Fischbrötchen und das saisonale Kürbisbrot. Eben für jeden Geschmack etwas.

Die Feuerwehr Dibbersen-Donnerstedt hatte wie eh und je ihren Weinstand aufgebaut, die Tennisgemeinschaft Thedinghausen forderte das Glück heraus, und die Schützengilde ließ nicht nur das Glücksrad drehen, sondern auch mit der Lichtpunkt-Pistole schießen. Die Landfrauen boten leckere Marmeladen an und stellten ihr neues Keks-Buch mit dem Titel „Schmökerkram“ vor. Ihren festen Bereich haben die Institutionen, die sich für Kinder engagieren. Bei den Werder-Wichteln konnten kleine Baumscheiben bemalt werden, die danach mit einem Ring versehen als Schlüsselanhänger dienen sollten. Der Förderverein der Gudewill-Schule hatte ein Glücksrad, bei dem es keine Verlierer gab, die Lebenshilfe Verden informierte, und bei den Holtkinners wurden Wolle und Natur-Utensilien verarbeitet. Schließlich ließ der Förderverein Grundschule Thedinghausen Dosen umwerfen. Der Zirkus Lafaretti lud am Parkplatz Jahnstraße derweil zu Vorführungen in sein buntes Zirkuszelt ein.

Nicht nur auf den Parkplätzen standen die Autos dicht an dicht, sondern auch beim Rathaus rund um den Taubenturm. Dort stellten Händler blitzblank polierte Fahrzeuge unterschiedlicher Marken und Größen vor und hofften auf Kaufinteressenten. Wer sich an den Stoßstangen vorbei den Weg zur Rathausscheune gebahnt hatte, stieß dort neben einer Ausstellung des Geflügelzuchtvereins Morsum auf eine Foto-Schau der Heimatvereins – nunmehr lautete das Thema „Wasser“. Gekonnt festgehaltene Motive präsentierte der Fotoclub in einem ehemaligen Textilgeschäft. Manch ein Schnäppchen wurde beim Flohmarkt gemacht. „Nachtspeicherstrom – ökologisch und günstig“ – mit diesem Spruch wurden die Besucher auf der Bio-Meile an den Lichtblick-Infostand gelockt. Äpfel gab’s unter anderem vom Obsthof Augustin, Saft von der Mosterei Finkenburg und Tomaten vom Gärtnerhof Sandhausen – natürlich alles Bio.

Die Bratwurst-Griller vom Bio-Weideochsen stellten eine Alternative dar. Barbara Stadtler stand mittags im Zelt an der heißen Pfanne und verriet Tipps und Tricks zur Zubereitung von Hülsenfrüchten, Tomaten und Kürbissen. Dazu moderierte Otmar Willi Weber. Käseexperte Michael Nußbaum verriet, worauf es bei der Käseherstellung ankommt. Auf der Tierwiese durften die Kinder und Familien aktiv werden.

Mit Verzögerung hatte am Freitag das Feuerwerk begonnen, weil eine Zeitschaltuhr den Pyro-Künstlern einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und die Feuerwehr mit einem Notstrom-Aggregat aushelfen musste. Reibungslos ging der markteröffnende Fassanstich durch Bürgermeister Thomas Metz über die Bühne. Zum Markt-Gottesdienst empfing Pastorin Cathrin Schley unter anderem Vereinsvertreter im Festzelt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+