200 Jahre St.-Michaelis-Kirche Gebührende Geburtstagsfeier

Der Einzug in die frisch erbaute Intscheder Kirche erfolgte im Jahr 1819 unter genauen Vorgaben. Zum 200-jährigen Bestehen der Kirche wurde er noch einmal nachgestellt. Anschließend konnte gefeiert werden.
25.08.2019, 18:34
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Von Lukas Warnecke

200 Jahre sind mittlerweile vergangen seit die St.-Michaelis-Kirche in Intschede eingeweiht wurde. Die Gemeinde feierte dieses Jubiläum am vergangenen Sonntag gebührend. Ganz Intschede war geladen, um den Geburtstag „ihrer“ Kirche zu feiern. Pastor Sebastian Sievers und der Kirchenvorstand hatten sich für diesen besonderen Tag ein buntes Programm überlegt, das sich über den ganzen Nachmittag erstreckte. Begonnen wurden die Feierlichkeiten jedoch zunächst andächtig mit einem gemeinsamen Gottesdienst.

Der erste Einzug in die frisch erbaute Kirche erfolgte damals im Jahr 1819 unter genauen Vorgaben. Und diese nahm man sich auch jetzt – 200 Jahre später – zum Vorbild. Mit kleineren Abweichungen wurde zu Beginn des Gottesdienstes dieser historische Ablauf nämlich noch einmal nachgestellt. Genauso wie damals betraten die Pastoren zuletzt ihre Kirche. Die Plätze im Kirchenschiff waren da schon alle gefüllt. Pastor Sievers konnte darunter nicht nur Besucher aus Intschede begrüßen, sondern auch Gäste aus Blender oder Thedinghausen. Die Predigt hielt an diesem Vormittag Superintendent Fulko Steinhausen.

„Seit 200 Jahren steht diese Kirche in Intschede, so als wäre nichts passiert“, begann er. Steinhausen zeigte anschließend auf, was in 200 Jahren deutscher Geschichte – von Kleinstaaterei bis hin zur deutschen Teilung – eben doch alles geschehen sei. „Wahnsinn, was in diesen 200 Jahren alles passiert ist“, sagte er. Fulko Steinhausen beendete seine Predigt mit der Aussicht auf die nächsten 200 Jahre und der Frage, wie wohl das Gemeindeleben im Jahr 2219 aussehen wird.

Nach dem Gottesdienst stand für alle Besucher dann ein üppiges Büfett vom Grill bereit. Essen und Getränke waren an diesem Tag kostenlos, auch wenn Spenden für die freiwilligen Helfer erwünscht waren. Das Gleiche galt für die von der Kirchengemeinde bereitgestellten Festschriften. In diesen konnte jeder Besucher die Geschichte der St.-Michaelis-Kirche noch einmal im Detail nachlesen.

Besondere Freude bereiteten den anwesenden Gästen die vorbereiteten Fotostrecken. Während der Vorbereitung zum Fest hatte es dafür einen öffentlichen Aufruf gegeben. Es wurde nach dem ältesten Konfirmationsfoto von Intschede gesucht. Für die Eigentümer der drei ältesten Exemplare gab es schließlich Preise zu gewinnen. So konnten an diesem Tag Bilder von 1926 bis 2019 ausgestellt werden. Viele Interessierte fanden sich davor zusammen, um sich selbst, Verwandte oder Bekannte wiederzufinden. „Hier ist Mama und hier ist Papa“, riefen einige Kinder, die ihre eigenen Eltern auf einem der Fotos entdeckt hatten.

Das weitere Unterhaltungsprogramm des Festes begann am frühen Nachmittag mit einem Schauspiel innerhalb der Kirche. In diesem Theaterstück wurde der Bau der Kirche szenisch wiedergegeben. Musikalisch interessierte Gäste waren außerdem eingeladen, im Anschluss daran gemeinsam neue Kirchenlieder einzustudieren. Die jüngsten Gäste hatten ebenfalls genügend Möglichkeiten zur Unterhaltung. So gab es für sie unter anderem eine große Hüpfburg, auf der auch gleich nach dem Aufbau bereits einige Kinder fröhlich spielten.

Die meisten Mitglieder der Gemeinde nutzten das Fest aber einfach als Chance, um gemeinsam zusammen zu sitzen. Bei strahlendem Sonnenschein machten sie es sich in großen Gruppen beim Essen gemütlich. Der Pastor sowie der Kirchenvorstand mischten sich unter die Leute, um Fragen zu beantworten und ihre Gäste zu begrüßen. Viele alte Bekannte trafen sich an diesem Tag wieder und die neuesten Nachrichten aus der Umgebung konnten ausgetauscht werden. „Hier ist es so richtig schön“, lobten einige Gäste das Fest. Auch diejenigen, die als Besucher aus anderen Orten gekommen waren, waren angetan von den Jubiläumsfeierlichkeiten. „Die Kirche gefällt mir“, sagte ein Gast aus Blender, „die hat was.“ Sebastian Sievers war ebenfalls äußerst glücklich über den Erfolg des Jubiläums. „Sowohl der Kirchenvorstand als auch ich selbst sind extrem zufrieden“, erzählte er freudestrahlend.

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