Faulturm in Eißel

Neuer Anlauf für den Neubau

Einen Beschluss, den Faulturm und den Gasspeicher auf der Kläranlage Eißel neu zu bauen, gibt es schon seit drei Jahren. Allerdings machten zu hohe Kosten der Verwaltung bisher einen Strich durch die Rechnung.
17.12.2019, 16:38
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Neuer Anlauf für den Neubau
Von Elina Hoepken
Neuer Anlauf für den Neubau

Der Faulturm in Eißel wurde 1975/1976 gebaut und ist seitdem auch in Betrieb.

Focke Strangmann

Eigentlich hatte die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Thedinghausen/Bruchhausen-Vilsen bereits im Dezember 2016 beschlossen, dass der Faulturm und der Gasspeicher auf der Kläranlage Eißel neu gebaut werden sollen. Eigentlich hätten bereits im vergangenen Jahr die Arbeiten dafür beginnen sollen. Doch daraus ist, wie berichtet, nichts geworden. Das Projekt wurde aufgrund einer erheblichen Kostensteigerung zunächst aufgeschoben.

Doch aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben. Und so wird nun, gut drei Jahre nach dem ersten Grundsatzbeschluss, ein neuer Anlauf gestartet. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die bei der öffentlichen Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes an diesem Mittwoch ab 15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Thedinghausen auf der Agenda steht. Allerdings ist für diesen neuen Anlauf zunächst auch eine neue Kosteneinschätzung erforderlich. Und die zeigt, dass der Neubau deutlich teurer werden wird, als ursprünglich einmal gedacht. „Im Dezember 2017 ging man noch von Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro aus. Mitte 2018 wurden die Maßnahmen dann öffentlich ausgeschrieben – mit dem Ergebnis, dass sich bei Auftragsvergabe an die günstigsten Bieter die Kosten auf rund 4,5 Millionen Euro erhöht hätten“, heißt es in der entsprechenden Vorlage.

Neue Kosteneinschätzung

Aus diesem Grund habe man damals entschieden, die Ausschreibung aufzuheben. Um das nun beim neuen Anlauf möglichst nicht noch einmal erleben zu müssen, wurde eine angepasste Kosteneinschätzung vorgenommen. „Nach dieser neuen Kosteneinschätzung muss jetzt mit Kosten von 5,15 Millionen Euro gerechnet werden“, teilt die Verwaltung mit. „In Anbetracht dieser anzunehmenden beziehungsweise nicht auszuschließenden weiteren Kostensteigerung ist ein erneuter grundsätzlicher Beschluss der Verbandsversammlung erforderlich.“

Der jetzige Faulturm in Eißel wurde 1975/1976 gebaut und ist seitdem auch in Betrieb. Neben dem Austausch von Pumpen oder der Erneuerung von Rohrleitungsabschnitten hat es bisher keine nennenswerten Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes der Anlage gegeben. Verwaltungsseitig werde daher ein positiver Beschluss für einen Neubau empfohlen, zumal die weitere Entwicklung auf dem Bausektor überhaupt nicht abgeschätzt werden könne. Sollte dieser Beschluss in der Verbandsversammlung gefasst werden, sind im Haushalt 2020 – zusätzlich zu den in den Vorjahren schon bereitgestellten Mitteln, die soweit noch verfügbar übertragen werden müssen – 4,3 Millionen Euro für den Faulturm und 480 000 Euro für den Gasspeicher bereitzustellen.

Neue Fahrzeughalle

Ein ähnliches Bild wie beim geplanten Neubau des Fallturms und des Gasspeichers zeigt sich darüber hinaus auch beim Bau einer Fahrzeug- und Werkstatthalle auf dem Gelände der Kläranlage. Auch hierzu gab es Ende 2017 bereits einen entsprechenden Beschluss, allerdings führte die angespannte Lage im Bausektor dazu, dass nicht für alle Gewerke Angebote abgegeben wurde oder diese zum Teil deutlich überteuert waren. Eine neue Kosteneinschätzung nach der aktuellen Marktlage hat nun ergeben, dass statt 367 000 Euro, wie ursprünglich veranschlagt, mit rund 570 000 Euro zu rechnen ist. Auch hierzu braucht es allerdings einen erneuten Grundsatzbeschluss der Verbandsversammlung.

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