Baumpark Thedinghausen Unterstützung für Baumpark-Pläne

Der Baumpark in Thedinghausen könnte in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Erste Schritte hat nun der Gemeinderat eingeleitet.
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Unterstützung für Baumpark-Pläne
Von Onno Kutscher

Der Gemeinderat Thedinghausen hat sich während seiner Sitzung am Dienstagabend in Döhlings Gasthaus für die Weiterentwicklung des Baumparks ausgesprochen. Wegen der finanziellen Auswirkungen haben einige Ratsmitglieder allerdings noch Bedenken. Wie berichtet, gibt es bereits Pläne, wie man das Refugium in Thedinghausen noch attraktiver machen und den langfristigen Fortbestand sichern kann. Die Diplom-Geografin Perdita Fricke und Altbürgermeister Hans Schröder hatten ihre Ideen dem Gemeinderat bereits vorgestellt.

Bei der Weiterentwicklung des Baumparks geht es vor allem um die Vergrößerung. Für eine mögliche Erweiterung des Parks gibt es vier potenzielle Flächen, die direkt an den bestehenden Baumpark angrenzen. Zwei dieser Flächen gehören der Gemeinde bereits, die anderen beiden sind im Besitz einer Erbengemeinschaft. Die Gemeinde müsste also kaufen. „Und ich muss vom Rat wissen, ob wir das machen sollen“, sagte Gemeindedirektor Harald Hesse an die Politik gerichtet. Dafür erhielt die Verwaltung schließlich auch einen klaren Auftrag. Bei einer Gegenstimme wurde dem Beschluss zugestimmt, die Flächen zu erwerben. Hesse will nun weitere Gespräche mit der Erbengemeinschaft führen.

Personal soll aufgestockt werden

Auch eine Aufstockung des Personals des Bauhofs um eine halbe oder dreiviertel Stelle, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, sieht der Gemeinderat als erforderlich an. „Die Mitarbeiter des Bauhofs werden sehr stark in Anspruch genommen. Solch ein großer Park erfordert viel Arbeit, das müssen wir auf jeden Fall im Auge behalten“, sagte Heinz von Hollen (parteilos).

Ein Beginn der Arbeiten ist allerdings noch nicht abzusehen. Denn der Beschluss, zunächst mit der Umsetzung der Fläche eins zu beginnen und dafür die finanziellen Voraussetzungen im Haushalt 2019 zu schaffen, wurde auf Wunsch des Rates vorerst gestrichen. „Wir geben heute den Startschuss und sagen, wir wollen die Weiterentwicklung des Baumparkes. Aber was in den Haushalt geht, können wir erst sagen, wenn die Kosten feststehen“, sagte Dieter Mensen von der Grünen Liste.

Langfristige Entwicklung

Hesse verdeutlichte auch noch einmal die ganze Größe dieses Projektes. „Wir werden das nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren umsetzen können. Auch werden die Meisten von uns den weiterentwickelten Baumpark wohl nicht mehr erleben“, sagte er und verwies auf das von Perdita Fricke entwickelte Konzept, in dem es unter anderem heißt, dass die Schönheit der Pflanzungen und Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung sowie ein nachhaltiges Entwicklungsbild sich erst in Zeiträumen von 30 bis 50 Jahren entfalten und entwickeln würden.

Der Baumpark vereint momentan auf elf Hektar Wiesenfläche 450 verschiedene Laubbaumarten und -sorten als bedeutende Laubbaumsammlung (Stand 2017). Die beiden Flächen der Gemeinde, die momentan verpachtet sind, haben eine Größe von drei und acht Hektar. Die beiden Flächen der Erbengemeinschaft haben eine Größe von 3,9 und vier Hektar. Insgesamt könnte der Baumpark nach der Umgestaltung also eine Gesamtfläche von knapp 30 Hektar erreichen.

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