Töpferei in Eißel Unterstützung für ein altes Handwerk

Bereits seit einigen Jahren beteiligt sich Silvia Flamisch mit ihrer Keramikwekstatt in Eißel am „Tag der offenen Töpferei“. So auch in diesem Jahr. Und die Besucher kamen wieder zahlreich.
10.03.2019, 18:36
Lesedauer: 2 Min
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Von Lukas Warnecke

„Lebendige Formen, natürliche Farben, erdiges Wesen“, das sind die Grundeinstellungen der Töpferei von Silvia Flamisch in Thedinghausen-Eißel. Seit über 20 Jahren steht die Keramikwerkstatt in der Eißeler Finkenburg, direkt neben der Mosterei. Schon seit einigen Jahren beteiligt sich Flamisch nun mittlerweile zusammen mit ihrem Partner Uwe Ciesla auch schon an der bundesweiten Veranstaltung „Tag der offenen Töpferei“. Und am Sonntag war es wieder soweit. Von 10 bis 18 Uhr stand die Werkstatt allen Gästen aus der Umgebung offen. Bei einem Stück Kuchen konnten sich die Besucher über das Thema Töpferei informieren und dabei auch gleich einige Stücke aus der Ausstellung von Silvia Flamisch mit nach Hause nehmen.

2006 wurde der „Tag der offenen Töpferei“ ins Leben gerufen. Damals nahmen nur drei Bundesländer überhaupt an der Aktion teil. Heute findet der Tag deutschlandweit statt, in diesem Jahr mit allein 37 Teilnehmern in Niedersachsen. Immer am zweiten Märzwochenende öffnen Keramikwerkstätten ihre Türen und bieten Programm für Jung und Alt an. Für die Töpferei in Eißel übernimmt vor allem Uwe Ciesla die Organisation des Programmes. Die Kunden würden diesen festen Termin vor allem für einen Rundgang nutzen, erzählte Ciesla, und um sich einen Eindruck von der Werkstatt zu verschaffen.

Der Strom an Besuchern war am vergangenen Sonntag stetig. Immer wieder kamen Paare oder Familien auf den Hof, um sich die von Hand gemachte Ware anzuschauen. Die von Silvia Flamisch hergestellten Töpfereien gab es in allen Formen und Farben zu bestaunen. Von Vasen und Schalen bis hin zu ausgefalleneren Stücken wie Salzstreuern, Vogelhäusern und sogar Spiegeln aus Ton. Am beliebtesten würden laut Flamisch aber Klassiker wie Tassen oder Teekannen bleiben. Viele der Gäste hatten gleich mehrere Gegenstände beim Aufbruch nach Hause im Gepäck. Nach eigener Aussage waren die meisten froh ein „so altes Kunsthandwerk“ unterstützen zu dürfen.

Wer sich noch ein wenig entspannen und dem Regen entkommen wollte, konnte dies im großen Veranstaltungsraum tun. Hierfür stellten Flamisch und Ciesla extra ihren eigenen Wohnraum zu Verfügung. Dort konnten sich die Gäste bei einem Kaffee unterhalten und aufwärmen. Vor allem die lokale Nähe der Töpferei hatte viele der Besucher an diesem Nachmittag nach Eißel gelockt. Nebenbei lief eine Diashow, die Schritt für Schritt zeigte, wie eine Tasse getöpfert wird. Für die Kinder gab es ebenfalls Unterhaltung in Form von Kindertöpfern. Hier konnten die jüngeren Gäste mit einem großen Klumpen Ton eigene kleine Figuren gestalten. Unter ihnen war auch die achtjährige Lena, die begeistert eine kleine Maus formte. Sie würde das Töpfern zu Hause am liebsten auch betreiben, sagte sie. Auch die anderen Gäste waren sich einig, was das Töpfern im eigenen Haushalt angeht. „Man würde gerne“, meinten viele, jedoch gestalte sich die Umsetzung meist schwierig.

Silvia Flamisch selbst hatte an diesem Tag keine Zeit, um ihren Gästen das Töpfern beizubringen. „Es ist eine echte Marktlücke“, sagte sie über die mangelnden Angebote, das Töpferhandwerk in Ruhe zu erlernen. Das Töpfern würde einfach viel Zeit beanspruchen. Flamisch sieht das für sich persönlich jedoch positiv: „So muss ich mir nicht so viel überlegen, was ich als Hobby machen kann." Vor allem würde ihr die Arbeit immer noch Spaß machen. Das schienen auch die Gäste beim Tag der Töpferei zu merken. Silvia Flamisch erzählte, dass viele der Besucher aus vorherigen Jahren mittlerweile zu treuen Kunden geworden seien.

Zu finden ist die Werkstatt von Silvia Flamisch in der Eißeler Finkenburg 1 in Thedinghausen-Eißel. Sie hat jeden Montag von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

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