Olympische Spiele

Bogenschütze Florian Unruh verpasst Edelmetall

Nach seinem Coup gegen den Koreaner Kim Je Deok hat Florian Unruh auch das Achtelfinale überstanden. Eine Runde später kam für den Bundesliga-Bogenschützen vom SV Dauelsen aber das Olympia-Aus.
01.08.2021, 12:20
Lesedauer: 1 Min
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Bogenschütze Florian Unruh verpasst Edelmetall
Von Florian Cordes
Bogenschütze Florian Unruh verpasst Edelmetall

Florian Unruh (r.) musste Mauro Nespoli zum Sieg gratulieren.

Marijan Murat/DPA

Florian Unruh hatte sich bei den Olympischen Spielen in Tokio in den Kreis der Medaillenanwärter geschossen. Schließlich hatte der Bundesliga-Bogenschütze des SV Dauelsen den favorisierten und topgesetzten Südkoreaner Kim Je Deok mit 7:3 in der zweiten Runde aus dem Weg geräumt. Für Edelmetall sollte es am Ende aber nicht für Unruh reichen. Das Aus kam für ihn im Viertelfinale. In der Runde der letzten Acht verlor der Norddeutsche mit 4:6 (28:28, 29:26, 28:29, 26:28, 27:27) gegen den Italiener Mauro Nespoli.

Unglücklich war Florian Unruh mit seinem Abschneiden bei seiner Olympia-Premiere aber keineswegs. "Ich bin super zufrieden mit dem fünften Platz, da hätte ich vorher und erst recht nach der Qualifikation nicht mit gerechnet", wird der Bogner auf der Homepage des Deutschen Schützenbundes zitiert. Die Qualifikation schloss Unruh auf dem 33. Platz ab. Durch seinen fünften Rang in der Abschlusstabelle hat Florian Unruh nun die beste Platzierung eines deutschen Bogen-Mannes in der olympischen Geschichte erreicht.

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Nachdem der Schütze vom SV Dauelsen im Achtelfinale den Kanadier Crispin Duenas sicher beherrscht und mit 6:2 (30:26, 29:26, 27:29, 29:28) bezwungen hatte, traf er eine Runde später auf den sehr erfahrenen Mauro Nespoli. Der Italiener wusste bereits vor dem Duell, wie es sich anfühlt, eine olympische Medaille in Empfang zu nehmen. Mit dem Team hatte er 2012 in London sowie vier Jahre zuvor bereits Silber gewonnen.

Sowohl Unruh als auch Nespoli schossen auf sehr hohem Niveau, das bessere und glücklichere Ende in einem knappen Duell hatte am Schluss aber der Mann aus Italien."Das Viertelfinale war schwierig, weil es deutlich wärmer war als am Vormittag. Ich bin mit den Fingern an der Sehne gerutscht und war in dem Modus, zu retten, was noch zu retten ist. Deswegen haben ich relativ viel am Bogen herumgerissen. Das hat meistens ganz gut geklappt, habe es aber nicht hinbekommen, daraus etwas stabiles zu machen", fasste Unruh das Duell zusammen. Mauro Nespoli kämpfte sich noch bis ins Finale vor, unterlag dort aber dem Türken Mete Gazoz.

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