Bogenschießen

SV Dauelsen ist zum zweiten Mal im Norden top

Der SV Dauelsen schnappt sich in seiner Bundesliga-Staffel den ersten Platz. Ende des Monats steht nun in Wiesbaden die Endrunde um die deutsche Meisterschaft an.
03.02.2020, 16:06
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
SV Dauelsen ist zum zweiten Mal im Norden top
Von Florian Cordes
SV Dauelsen ist zum zweiten Mal im Norden top

Florian Kahllund und der SV Dauelsen mussten am finalen Spieltag der Bundesliga Nord ein paar Niederlagen einstecken. Dennoch gewann das Team den Titel.

Jonas Kako

Braunschweig. Ein sportlicher Wettkampf ist immer dann am schönsten, wenn er bis zum allerletzten Moment spannend bleibt. Genau solch ein Szenario hat es nun am finalen Wettkampftag der Bundesliga Nord im Bogenschießen gegeben. Mittendrin in diesem packenden Abschluss: die Schützen des SV Dauelsen. Das Team aus dem Verdener Ortsteil war einer der beiden Hauptprotagonisten eines spannenden Saisonfinals in der Bundesliga. Der zweite Hauptdarsteller war der BSC BB Berlin. Die beiden Teams trafen in ihrem jeweils letzten Duell aufeinander. Und es ging für beide um viel – und zwar um den Meistertitel in der Bundesliga Nordstaffel.

Um es vorweg zu nehmen: Der Tag in Braunschweig sollte für die Bogner des SV Dauelsen ein glückliches Ende nehmen. Sie besiegten ihren Gegner aus der Landeshauptstadt deutlich mit 7:1 und fahren Ende des Monats als Nordmeister nach Wiesbaden, wo auch in diesem Jahr bei der Endrunde der neue deutsche Meister ermittelt wird. Dauelsens Trainer Andreas Hehenberger war zwar glücklich darüber, dass sein Team den ersten Platz in der Tasche belegt, doch er schob gleich hinterher, dass der weitaus wichtigere Titel erst noch vergeben werden muss.

Überhaupt war es in der langen Bundesliga-Historie erst das zweite Mal, dass der Nord-Titel an den SVD ging. 2010 war dem Team dieser Erfolg schon einmal vergönnt. Bei der anschließenden DM-Endrunde sprang für Dauelsen lediglich Platz sieben heraus.

Bei der Endrunde weit vorne landen

Überhaupt sei es kein gutes Omen, wenn ein Team als Nordmeister zur Endrunde anreist. „Bei der DM landet dieser eigentlich nie ganz vorne“, sagte Hehenberger. „Meist haben der Dritte oder Vierte besser abgeschnitten.“ Genauso war es auch bei Dauelsens bislang letztem Titelgewinn. In der Saison 2016/2017 wurde der Klub in der Bundesliga Nord Vierter und setzte sich dann in Wiesbaden die Krone auf. Hehenberger und Co. wollen nun aber alles daran setzen, dass man auch als Nordmeister beim Saisonhöhepunkt durchaus weit vorne landen kann.

Dass die Dauelser dazu in der Lage sind, haben sie in Braunschweig mehrfach bewiesen – besonders im finalen Duell gegen Berlin. Im ersten Satz hielten sich Sebastian Rohrberg, Florian Kahllund und Holger Rohrbeck noch ein wenig zurück und kamen auf 56 Ringe. In den drei folgenden Durchgängen ließen sie es aber so richtig krachen. Sie schossen zweimal 60 Ringe sowie einmal eine 59 – absolutes Topniveau. „Das sind natürlich echte Hausnummern gewesen. Die Jungs haben gezeigt, was sie können und zudem bewiesen, dass wir uns beim Finale in Wiesbaden nicht verstecken müssen“, lobte Hehenberger seine Schützen.

Dass es in dem Duell noch um Platz eins geht, war jedoch zuvor nicht absehbar. Aus seinen ersten vier Duellen, in denen der junge Christian Dauel anstelle des angeschlagenen Sebastian Rohrberg an die Schusslinie trat, holte der SV Dauelsen zwei Siege bei zwei Niederlagen. Während der TuS GW Holten und der Blankenfelder BS 08 bezwungen wurden, unterlagen Kahllund und seine Teamkollegen dem SV GutsMuths Jena und dem RSV Detmold-Klüt. „Das waren allerdings Niederlagen, über die ich absolut nicht sauer war“, versicherte Andreas Hehenberger. Der Grund: Seine Schützen schossen gut, die Gegner jedoch einen Tick besser.

Schützenhilfe vom SV Querum

Nach der Schlappe gegen Detmold war auch die Tabellenführung futsch. Als anschließend der SV Querum den SVD im Niedersachsen-Derby klar besiegte, schwand allmählich der Glaube daran, die Nordstaffel als Erster abzuschließen. Doch die Querumer sollten Dauelsen noch einmal helfen: Der SVQ behauptete sich gegen Berlin, der SVD gewann zeitgleich gegen Sherwood BSC Herne. „Danach waren wir wieder im Rennen“, sagte Hehenberger. Berlins Vorsprung vor dem direkten Duell betrug nur einen Punkt. Und durch das klare 7:1 fing der SV Dauelsen den Klub aus der Bundeshauptstadt doch noch ab.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+