Reiten Verden International Ein alter Hase und ein glanzvolles Duo gewinnen beim Almased-Cup

Beim Turnier Verden International werden nicht nur die WM-Titel der jungen Dressurpferde vergeben. Auch die Amateure kommen zum Zug. Am Sonnabend wurden die Sieger der Almased-Serie ermittelt.
29.08.2021, 10:47
Lesedauer: 2 Min
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Von Sina Stahlsmeier

Bereits am Sonnabend fiel die Entscheidung in der kleinen und großen Tour der internationalen Serie Almased Dressage Amateurs, die in Verden ihren Auftakt hatte. Die begehrten Trophäen für die besten Amateurpaare durften in der großen Tour Wolfgang Westenhöfer mit Henessy und in der kleinen Tour Alexandra Maier mit Majestix W entgegen nehmen.

Westenhöfer ist ein alter Hase im Sattel. Seit mehr als 40 Jahren reitet er mit Passion. „Hennessy ist einfach ein unheimlich zuverlässiges Pferd“, beschreibt der erfahrene Dressurreiter den zierlichen Fuchs, „lektionsmäßig ist er unheimlich sicher. Wir haben in Bettenrode zum Beispiel mal eine Kür geritten mit einem Schwierigkeitsgrad, das war Wahnsinn.“ Westenhöfer ist von Beruf Arzt, er reitet Hennessy seit mittlerweile sechs Jahren und punktete schon einige Male in beeindruckender Atmosphäre mit ihm. „Das ist jetzt die zweite Saison, in der er die große Tour läuft. Er macht das wirklich ganz toll und eigentlich ist er auch die Ruhe selbst, nur die Siegerehrung hier in Verden scheint ihn ein bisschen aus der Kehr zu bringen.“

Das war kaum verwunderlich nach der guten Runde, die der von His Highness abstammende Hannoveraner in der Gut Wettlkamp-Arena zeigte. Noch auf dem Abreiteplatz bevor es in die Siegerehrung mit Paradedecke und Schärpe ging, tänzelte der Fuchs auf der Stelle, vor Energie nur so strotzend. Am Vortag musste Westenhöfer noch seiner Mitstreiterin Maximiliane Domeyer und Elfenkönig den Vortritt lassen. Mit einem Endergebnis von 67,210 Prozent am zweiten Tag kam aber niemand mehr an dem Siegerpaar vorbei.

Die kleine Tour hielt am zweiten Tag keine Überraschungen in Form eines Wechsels an der Spitze bereit. Alexandra Maier und ihr Majestix W gaben im Viereck ein glamouröses Bild ab. Sogar die weißen Handschuhe der Reiterin aus Bayern hatten kleine Glitzersteine in Form der Deutschlandfahne aufgedruckt. Nicht weniger glanzvoll war ihre Vorstellung bei der Almased Dressage Tour. Mit einem Start-Ziel-Sieg sicherte sie sich nach Prix St. Georges und Intermediare I die Schärpe. Der beeindruckende Wallach wolle immer arbeiten, sagt Maier. „Er hat wirklich keinen Tag, an dem er keine Lust hat.“

Das sahen die Zuschauer dem Pferd während der Prüfung an. „Er war motiviert und hat sich auch wohlgefühlt im Viereck. Das ist bei ihm nicht immer so“, weiß seine Besitzerin. Das Paar ist schon relativ lange auf St. George- und Intermediare I-Niveau unterwegs, so standen Anfang des Jahres Starts bei der Almased Dressage Amateurs in Balve und Kronberg an. Maier: „Ich finde die Serie wirklich cool. Es ist toll, dass es solche Möglichkeiten für Amateure gibt.“

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