Stadttombola. Glücksbringer auf vier Beinen

Das Schornsteinfeger-Ehepaar Susan und Matthias Radczewske ist das Gesicht der Verdener Stadttombola. Auch in diesem Jahr spendieren die VERDENER NACHRICHTEN wieder eine Fluss-Kreuzfahrt.
27.04.2018, 17:27
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Glücksbringer auf vier Beinen
Von Jörn Dirk Zweibrock

Sie können keine hundert Meter durch die Stadt gehen, ohne nicht von den Passanten angefasst zu werden. Schließlich ist das Verdener Schornsteinfeger-Ehepaar Susan und Matthias Radczewske so etwas wie ein Glücksbringer auf vier Beinen. Seit 2008 ziert die angestellte Schornsteinfeger-Meisterin nun schon die Plakate der Verdener Stadttombola. Von den neueren Plakaten lächelt auch ihr Ehemann Matthias, seines Zeichens selbstständiger Schornfeinfeger-Meister. "Es ist toll, wenn wir von den Menschen erkannt werden", finden die beiden. Den schönsten Beruf der Welt üben sie ihrer Ansicht nach sowieso aus. Es ist vor allen Dingen der Kontakt zu den Menschen, den das Verdener Paar so an seinem Job schätzt. "Es ist zwar schön, wenn man warm und trocken im Büro sitzt, aber ich will mich bei der Arbeit auch richtig auspowern", erzählt Susan Radczewske davon, wie toll es sich doch anfühlt, wenn sie morgens um Sieben auf dem Dach steht und den Sonnenaufgang beobachten kann.

Ganz besonders gut hat es Fortuna gerade auch mit Mario Kandt gemeint. Er hat einen der Hauptpreise, nämlich einen Citroen C1, bei der Verdener Stadttombola gewonnen. Bei der Sonderverlosung hatte hingegen Sabine Jäschke Glück. Sie kann sich nun über eine Reise ins Berchtesgadener Land freuen. Glücksbote war übrigens niemand anderes als Matthis, der kleine Sohn des Autogewinners. Aus den vielen Karten hat er den Namen der Langwedlerin gezogen. Wer weiß, vielleicht wird Matthias eines Tages auch Schornsteinfeger wie das Ehepaar Radczewske und kann den Menschen dann ganz professionell Glück bringen, indem er beispielsweise bei Hochzeiten Spalier steht.

Seit der Novellierung des Schornsteinfeger-Gesetzes können sich die Kunden übrigens für Kehrtätigkeiten – Mess- und Überprüfungsarbeiten – den Schornsteinfeger aussuchen. Hoheitliche Aufgaben wie die Feuerstättenschau nimmt allerdings noch immer der Bezirksschornsteinfeger wahr – Stichwort Kehrbezirk. Lediglich zehn Prozent der Schornsteinfeger sind nach Worten von Susan Radczewske weiblich. "Die Miss Handwerk 2017 war auch eine Schornsteinfegerin", freut sich die Verdenerin. Wie das Ehepaar Radczewske lassen sich die meisten Schornfeinsteger auch zusätzlich zu Energieberatern ausbilden. "Es gibt in diesem Bereich unheimlich viele Fördertöpfe", weiß der selbstständige Schornsteinfeger-Meister. Warum stellt er seine Frau eigentlich nicht einfach an? "Ich will ja schließlich auch noch etwas zu sagen haben", scherzt er. "Neulich hat mir gerade eine Dame beim Frühstück ihre halbe Lebensgeschichte erzählt", erinnert sich die Schornsteinfegerin. Sie weiß einfach, welch positive Assoziationen die Menschen mit einer Schornsteinfegerin verbinden. Deswegen wirbt sie auch so gerne mit Zylinder, Kehranzug und Reisigbesen für die Verdener Stadttombola. Warum fangen die Schornsteinfeger in Bremen eigentlich früher an zu arbeiten als in Verden? "Weil man in den großen Mehrfamilienhäusern morgens einfach nur schwer jemanden antrifft", klärt Matthias Radczewske auf. Anders im beschaulichen Verden: Dort schnacken die Leute immer gern eine Tasse mit dem Glücksbringer ihres Vertrauens – und das nicht nur während der Stadttombola.

Die Stadttombola dauert noch bis zum 17. Juni. Auch in diesem Jahr spendieren die VERDENER NACHRICHTEN wieder eine Fluss-Kreuzfahrt im Wert von 2500 Euro.

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