Gebäude musste abgerissen werden

Großbrand zerstört Wohn- und Geschäftshaus am Verdener Rathaus

In der Verdener Innenstadt ist am Ostersamstag ein Wohn- und Geschäftshaus am Rathaus komplett ausgebrannt. Die Feuerwehr verhinderte jedoch das Übergreifen auf andere Gebäude.
01.04.2018, 09:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Becker

Der Brandanschlag auf das neue Rathaus ist noch in guter Erinnerung, jetzt hat sich in Steinwurfnähe ein Wohnungsbrand zu einem Großbrand in der Verdener Innenstadt entwickelt. Dabei wurde in der Nacht zu Sonntag ein historisches Wohn- und Geschäftshaus komplett zerstört. Verletzt wurde dabei niemand. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro. Zur Ursache des Feuers gibt es zurzeit keine Erkenntnisse.

Feuerwehrsprecher Dennis Köhler gehörte zu den ersten Einsatzkräften vor Ort, die nach mehreren Alarmierungen gegen 22 Uhr am Ostersonnabend die Innenstadt erreichten. „Wir kamen aus Richtung Dauelsen und konnten schon ab der Bremer Straße einen massiven Funkenflug und riesigen Feuerschein über der Innenstadt sehen“, beschreibt Köhler die Szenerie. Der Feuerschein sei über der gesamten Innenstadt sichtbar gewesen. Vor Ort zeigte sich laut Köhler ein „massives Flammenbild“ über dem Dachstuhl des Hauses.

Da das Feuer wegen der dichten Bebauung auch auf die umliegenden Häuser überzugreifen drohte, habe das Ziel der Feuerwehr vor allem darin bestanden, dies und damit eine Katastrophe zu verhindern. Nur durch einen massiven Löschangriff von außen über mehrere Strahlrohre und Drehleitern konnte ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden. Erst nach rund zwei Stunden hatten die Feuerwehrkräfte den Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich dagegen bis weit in den Ostersonntag hinein. „Das Haus war aus Fachwerk und die Zwischendecken aus Stroh und Lehm. Dort hatten sich überall Glutnester gebildet“, sagt Köhler. In Handarbeit mussten unter anderem große Teile des Brandgutes aus dem Gebäude herausgeräumt werden.

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In dem Haus war unten ein Dönerimbiss untergebracht, in den beiden Stockwerken darüber jeweils eine Wohnung. Insgesamt lebten drei Menschen in dem Haus, die nun anderweitig untergebracht werden mussten. Die Bewohner des Gebäudes konnten dieses noch vor Eintreffen der Rettungskräfte selbstständig verlassen und wurden durch den Rettungsdienst betreut. Während der Löscharbeiten wurde eine Katze aus der Küche einer Wohnung gerettet. Das Tier erlitt eine Rauchvergiftung und wurde ebenfalls vom Rettungsdienst erstversorgt, bevor es zu einem Tierarzt zur weiteren Versorgung gebracht wurde.

Aufgrund der massiven Beschädigungen am Gebäude wurde zudem ein Baufachberater des THW-Ortsverbandes Verden hinzugezogen, um die Statik des Gebäudes zu beurteilen, um so unter anderem die Sicherheit der Einsatzkräfte sicherstellen zu können. Aufgrund einer akuten Einsturzgefahr und der Lage des Brandobjektes direkt an der Verdener Fußgängerzone wurde das stark beschädigte Gebäude schließlich durch ein Fachunternehmen abgerissen. Die Arbeiten zogen sich bis Sonntagnachmittag hin. Die letzten Glutnester, die sich in Wandverkleidungen und Zwischendecken ausgebreitet hatten, konnten auch erst dann endgültig abgelöscht werden.

Die letzten Einsatzkräfte verließen erst am Sonntagnachmittag die Einsatzstelle. Insgesamt kamen rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei zum Einsatz. Neben den Ortsfeuerwehren der Stadt Verden waren unterstützend die Ortsfeuerwehren Achim, Bad Fallingbostel, Kirchlinteln und Langwedel gefordert. Neben der Verdener Drehleiter wurde zudem die Drehleiter der Feuerwehr Achim sowie der Teleskopmast der Feuerwehr Bad Fallingbostel zur Brandbekämpfung eingesetzt. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort um einerseits die Betroffenen zu betreuen, andererseits aber auch zur Absicherung und Versorgung der eingesetzten Kräfte. Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Verden hat noch während der Löscharbeiten Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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