Testwahl am Domgymnasium im Rahmen des Politikunterrichts / Wahlbeteiligung 84,1 Prozent Grüne nur ganz knapp hinter der CDU

Verden. CDU 29,9 Prozent, Grüne nur knapp dahinter mit 28,9 Prozent. Diese Zahlen gehören zum Ergebnis einer schulinternen Testwahl am Verdener Domgymnasium, an der 16 Klassen und Politikkurse der Jahrgänge 9 bis 11 einige Tage vor der gestrigen Landtagswahl teilgenommen haben. Mit großem Abstand folgen SPD (19,5 Prozent) und Piraten (10,4 Prozent). Nur noch einstellige Ergebnisse gab es für FDP (2,3), Freie Wähler (2,3), NPD (1,9), Linke (1,6), PBC (1,3), Die Freiheit (1,0) und Bündnis 21 (0,6 Prozent).
21.01.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Johannes Heeg

Verden. CDU 29,9 Prozent, Grüne nur knapp dahinter mit 28,9 Prozent. Diese Zahlen gehören zum Ergebnis einer schulinternen Testwahl am Verdener Domgymnasium, an der 16 Klassen und Politikkurse der Jahrgänge 9 bis 11 einige Tage vor der gestrigen Landtagswahl teilgenommen haben. Mit großem Abstand folgen SPD (19,5 Prozent) und Piraten (10,4 Prozent). Nur noch einstellige Ergebnisse gab es für FDP (2,3), Freie Wähler (2,3), NPD (1,9), Linke (1,6), PBC (1,3), Die Freiheit (1,0) und Bündnis 21 (0,6 Prozent).

Unter den Kandidaten aus dem Wahlkreis hat Adrian Mohr mit 105 die meisten Stimmen bekommen, gefolgt von der SPD-Bewerberin Dörte Liebetruth (96). Erich von Hofe (Grüne) bekam 56 Stimmen, Alexander Max Bauer (Piraten) wurde 29 Mal gewählt, Gero Hocker (FDP) 17 Mal. Eine Stimme bekam Ulrich Steinmeyer (Linke).

Zum ersten Mal veranstaltete das Domgymnasium vor einer öffentlichen Wahl eine Übungswahl. 366 Schüler waren wahlberechtigt, 308 Stimmen wurden abgegeben, was eine Wahlbeteiligung von 84,1 Prozent ergibt. Bei dieser Juniorwahl wurden Wahlhelfer und Wahlvorstand aus den eigenen Reihen besetzt, die Politiklehrer unter Leitung von Rainer Pitz sorgten für den korrekten Ablauf und eine sinnvolle Einbettung in den Unterricht.

Unterstützt wurde die Schule vom gemeinnützigen Verein Kumulus, dem niedersächsischen Kultusministerium sowie dem Landtag. In ganz Niedersachsen haben an der Juniorwahl rund 350 Schulen mit rund 75000 Jugendlichen teilgenommen. Am Domgymnasium fand die Testwahl früher als an anderen Schulen statt, weil sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen seit der vergangenen Woche im Betriebspraktikum befinden und somit nicht direkt vor der Landtagswahl ihre Stimme abgeben konnten.

Die Lehrkräfte des Faches Politik-Wirtschaft erhoffen sich von Vorbereitung und Teilnahme an der Wahl "einen Beitrag zur fundierten Meinungsbildung". Schließlich bekämen die Jugendlichen einen Einblick in Organisation und Durchführung einer Wahl und erführen, wie Wählerverzeichnisse und Wahlbenachrichtigungen erstellt werden und wie die Wahlvorstände die Stimmen auszählen. Zudem, so DoG-Lehrer Pitz, übten die Schüler auch, eine Entscheidung zu treffen. "Sie diskutieren in ihren Familien, was sicherlich zur Stärkung der Demokratie beiträgt."

Das Ergebnis der Juniorwahl am Domgymnasium wurde erst gestern Abend veröffentlicht. "Alle Beteiligten mussten Verschwiegenheit bis um 18 Uhr am Wahlsonntag geloben", so Pitz. Das Ergebnis werde ebenso wie das Resultat der "richtigen" Wahl sicher für Gesprächsstoff an der Schule sorgen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+