Wiesen an Weser, Aller und Wümme stehen unter Wasser Hochwasserstände steigen stetig

Landkreis Verden. Veit Schüttrumpf kam zufällig hier vorbei und nutzte die Gelegenheit, von der Ueser Brücke aus einen Blick auf die überschwemmten Flächen an der Weser zu werfen. Dabei hat der Ottersberger nasse Wiesen auch direkt vor der Haustür.
02.03.2010, 08:10
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Hochwasserstände steigen stetig
Von Uwe Dammann

Landkreis Verden. Veit Schüttrumpf kam zufällig hier vorbei und nutzte die Gelegenheit, von der Ueser Brücke aus einen Blick auf die überschwemmten Flächen an der Weser zu werfen. Dabei hat der Ottersberger nasse Wiesen auch direkt vor der Haustür. Nicht nur die Weser ist über die Ufer getreten, sondern auch die Wümme bei Ottersberg und die Aller bei Verden.

In Achim hatte am Sonntagabend ein Spaziergänger die Rettungsleitstelle informiert und von Pferden berichtet, die vom Hochwasser eingeschlossen seien. Die daraufhin benachrichtigten Feuerwehrkräfte aus Werder suchten den Bereich zwischen Weserbrücke und Streek ab, konnten jedoch keine Tiere finden. Schließlich steuerten sie die Ueser Weserseite an. Auf dem Parkplatz unterhalb der Brücke informierte sie ein Anwohner, dass die Pferde schon längst wieder trocken im Stall waren.

Hochwasser auch in Verden. Hier musste - wie berichtet - bereits am Wochenende die Südbrücke über die Aller gesperrt werden. Das langsam gestiegene Wasser hatte die Holzbrücke geflutet. Wer die Stadt erreichen will, muss nun dafür die Nordbrücke nutzen und wird sich auch in den nächsten Tagen darauf einstellen müssen, dass es vor allem zu den Hauptverkehrszeiten zu Behinderungen kommt.

Warnstufe zwei

Insgesamt steigen die Pegelstände an Weser, Aller und Wümme stetig und liegen im Kreisgebiet vielerorts bei der Warnstufe zwei. So beispielsweise an der Wümme bei Hellwege in der Nähe des Flecken Ottersberg.

Ab der Meldestufe zwei kommt es zu 'Ausuferungen', das heißt, hauptsächlich land- und forstwirtschaftliche Flächen werden überflutet. Ähnlich sieht es an der Weser bei Achim und an der Aller bei Verden aus. 'Es handelt sich bisher um ein normales Winterhochwasser, eine größere Gefährdung erkennen wir derzeit nicht', betont Andreas Böhmert vom NLWKN (Niedersächsischer Landebetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz).

Die starken Regenfälle vom Wochenende hatten neben der Schneeschmelze den aktuellen Anstieg verursacht. Am Wehr in Intschede lag der Pegel der Weser am Sonntag bei 5,50 Meter und stieg gestern auf 5,75 Meter. In Rethem stieg der Pegel der Aller im selben Zeitraum um elf Zentimeter von 3,88 auf 3,99 Meter, und die Wümme bei Hellwege stieg auf 2,75 Meter. Zum Vergleich: Anfang des Monats Februar hatte der Pegel hier bei knapp über einem Meter gelegen.

Zwar soll es in den nächsten Tagen wieder trockener werden, aber Entwarnung geben die Experten noch nicht. 'Wir rechnen mit einer länger anhaltenden Hochwassersituation', sagt Andreas Böhmert.

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