Feuerwehrleute, Rotkreuzler und THW-Kräfte aus dem Kreis Verden kommen in Flutgebieten zum Einsatz Jetzt ist schnelle Hilfe gefordert

In den Katastrophenregionen an der Elbe wird jede Unterstützung gebraucht. Die Kräfte aus dem Landkreis Verden werden in die Region Lüchow-Dannenberg entsandt. Verdener DRK-Helfer sind dort schon eingetroffen. Sie bauen Notunterkünfte und betreuen Menschen medizinisch.
07.06.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Jetzt ist schnelle Hilfe gefordert
Von Marius Merle

In den Katastrophenregionen an der Elbe wird jede Unterstützung gebraucht. Die Kräfte aus dem Landkreis Verden werden in die Region Lüchow-Dannenberg entsandt. Verdener DRK-Helfer sind dort schon eingetroffen. Sie bauen Notunterkünfte und betreuen Menschen medizinisch.

Landkreis Verden. Die Fluten der Elbe bedrohen viele Menschen und deren Hab und Gut. Immer dramatischer wird die Lage in den niedersächsischen Katastrophengebieten. Jetzt sind auch Helfer aus dem Landkreis Verden gefordert, um beim Kampf gegen das Hochwasser anzupacken.

Um 7 Uhr in der Früh ging es gestern für die ersten Kräfte des Kreisverbandes Verden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) los ins Hochwassergebiet im ostniedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg. "Die ersten 20 Helfer unseres Kreisverbandes sind abgerückt. In den nächsten Tagen kann die Anzahl der Mitglieder, die wir entsenden, aber noch auf das Doppelte steigen", sagte Andreas Lohmann, Gesamtleiter der Schnelleinsatzgruppe des DRK im Landkreis. Bereits in der Nacht auf Mittwoch habe der Verdener DRK-Kreisverband vorrätige Güter in das Katastrophengebiet geliefert. Insgesamt handelte es sich dabei um 350 Betten, 1000 Decken und Geschirr für 2500 vom Hochwasser betroffene Menschen.

"Unsere Hilfskräfte, die derzeit bereits vor Ort sind, bekamen von der Einsatzleitung im Hochwassergebiet die Aufgabe, eine Notunterkunft in der Nähe von Gorleben einzurichten", erklärte Lohmann. Die Unterkunft sei für die Helfer von Bundeswehr und Polizei gedacht, die fast rund um die Uhr im Einsatz seien. Ab dem heutigen Freitag werden die Verdener DRK-Kräfte nach Angaben Lohmanns aller Voraussicht nach Unterstützung bei Evakuierungen leisten. Zusätzlich versorgten sie medizinisch auch die Katastrophenhelfer sowie vom Hochwasser betroffene Menschen.

Alarmiert sind auch die Mitglieder der Ortsfeuerwehren im Landkreis Verden. Sie warten zurzeit auf die Entsendung ins Hochwassergebiet. "Unser Einsatz befindet sich momentan in der Vorbereitungsphase", sagte Michael Klöpper, stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Verden, die sich mit drei Fahrzeugen an dem Einsatz beteiligen würde. "Der genaue Zeitpunkt für die Abfahrt steht noch nicht fest.

Feuerwehr bereitet Einsatz vor

Nach derzeitigem Stand der Dinge erfolgt ein Einsatz jedoch nicht vor Montag kommender Woche", kündigt Ralf Dühnfahr, Leiter der Schnelleinsatzgruppe der Kreisfeuerbereitschaft an. Dies könne sich aber – angepasst an die aktuelle Lage – jederzeit ändern. Insgesamt werden dann seiner Aussage nach rund 150 Mitglieder der einzelnen Ortswehren des Kreises in die Hochwassergebiete fahren, um dort zu helfen – zum Beispiel beim Sichern der Deiche.

In Bereitschaft steht auch die "Fachgruppe Wassergefahren", des Technischen Hilfswerks (THW) in Achim wie THW-Geschäftsführer Nils Freiherr Grote bestätigte "Noch wird diese Gruppe nicht benötigt, sollte sich die Lage in der Hochwassergegend jedoch weiter zuspitzen, könnte es jederzeit passieren, dass sie ausrücken muss", sagte Grote. Bisher sei aus den THW-Ortsverbänden Verden und Achim aber lediglich ein Fachberater ins Hochwassergebiet nach Lüchow geschickt worden, um dort die Polizei zu unterstützen. Aus den THW–Nachbar-Ortsverbänden Hoya, Sulingen und Soltau sind bereits mehrere Dutzend Einsatzkräfte an die Elbe entsandt worden.

In Alarmbereitschaft befindet sich auch der Verdener Ortsverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). "Bisher haben wir noch keine Helfer entsandt, da wir aber in Rufbereitschaft versetzt worden sind, kann sich dies im Laufe des Wochenendes jederzeit noch ändern", erklärt Sebastian Reinbott, der erste Vorsitzende des DLRG-Ortsverbandes Verden. Auch die Betriebsstelle Verden des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat zwei Berater abgestellt, die an der Elbe bei der Deich-Sicherung helfen.

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